Mum, I’m Alien Pregnant macht außerirdische Schwangerschaft zum Body-Horror
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Zwei Striche. Und mindestens drei Tentakel.
📰 Was ist los?
Blue Finch veröffentlicht einen neuen UK-Trailer zu Mum, I’m Alien Pregnant. Die neuseeländische Horrorkomödie schickt eine junge Frau durch eine außerirdische Schwangerschaft voller skeptischer Ärzte, familiärem Chaos und ausgesprochen körperlichem Science-Fiction-Horror.
🐛 Was denken wir?
Oh ja, die Grundidee klingt nach komplettem Irrsinn, aber gerade die Verbindung aus Body Horror und ziemlich realen Themen rund um Selbstbestimmung macht das interessanter als einen reinen Alienbaby-Gag. Und Neuseeland darf ohnehin gern wieder öfter Dinge produzieren, bei denen Spezialeffekt-Abteilungen anschließend eine Woche lang ihre Böden schrubben müssen.
Ja klar, eine ungeplante Schwangerschaft kann das Leben ziemlich gründlich durcheinanderbringen. Bei Mary kommt allerdings noch ein Detail hinzu, das in den meisten Ratgebern eher stiefmütterlich behandelt wird: Das Kind ist außerirdisch. Im neuen Trailer zu Mum, I’m Alien Pregnant eskaliert diese Ausgangslage zu einer Mischung aus Science-Fiction, schwarzer Komödie und echt schleimigem Body Horror.

Blue Finch Film Releasing bringt den neuseeländischen Film nach seiner ausgedehnten Festivalrunde nun in Großbritannien heraus. Im Mittelpunkt steht Mary, gespielt von Hannah Lynch, die ohnehin nicht gerade den Eindruck erweckt, ihr Leben vollständig unter Kontrolle zu haben. Nach einer Begegnung mit ihrem neuen Nachbarn Boo wird daraus jedoch ein Problem von intergalaktischer Größenordnung.
🤰 Die Schwangerschaft verhält sich zunehmend eigenartig
Mary lebt bei ihrer Mutter, hält sich bevorzugt aus dem normalen Erwachsenenleben heraus und begegnet schließlich dem ebenfalls ziemlich eigenwilligen Boo. Der hat eine außerirdische Familiengeschichte – und körperlich offenbar einige Besonderheiten mitgebracht.
Kurz darauf ist Mary schwanger. Ärzte reagieren skeptisch, der werdende Vater hilft eher mäßig und ihre Mutter besitzt weiterhin ungefähr so viel Verständnis für Privatsphäre wie eine Live-Webcam im Badezimmer. Währenddessen macht Marys Körper zunehmend Dinge, die selbst großzügige Vorstellungen von einer komplizierten Schwangerschaft deutlich überschreiten.
🎬 Offizieller Trailer zu Mum, I’m Alien Pregnant
Außerirdische Schwangerschaft, Body Horror und jede Menge Schleim: Der offizielle Trailer zeigt, wie weit Marys ungewöhnliche Schwangerschaft eskaliert.
🫠 Body Horror mit sehr viel Körper
Das Regieduo THUNDERLIPS behandelt Schwangerschaft dabei ganz bewusst als Ausgangspunkt für Body Horror. Körperliche Veränderungen, Kontrollverlust und medizinische Situationen werden ins Groteske übersteigert, während der Film gleichzeitig mit ziemlich derbem Humor arbeitet.
Zurückhaltung gehört offenbar nicht zum Konzept. Bereits die Festivalreaktionen machten deutlich, dass praktische Effekte, Körperflüssigkeiten und außerirdische Anatomie einen erheblichen Teil des Vergnügens ausmachen. Wer Horror bevorzugt, bei dem sämtliche beteiligten Körperteile zuverlässig dort bleiben, wo sie hingehören, dürfte hier einen eher schwierigen Abend erleben.
🩸 Hinter dem Schleim steckt ein ernsthafter Kern
Ganz ausschließlich auf Ekel und Pointe setzt der Film allerdings nicht. Mary muss permanent gegen Menschen ankämpfen, die ihr erklären wollen, was mit ihrem eigenen Körper angeblich geschieht oder geschehen sollte.
Damit berührt Mum, I’m Alien Pregnant Themen wie körperliche Selbstbestimmung, medizinische Ignoranz und gesellschaftliche Erwartungen an Schwangerschaft und Mutterschaft. Der außerirdische Nachwuchs funktioniert dabei als groteske Übersteigerung ziemlich realer Erfahrungen.
Der Film nimmt diese Themen offenbar ernst genug, um sie zum emotionalen Fundament der Geschichte zu machen, ohne deshalb auf seine Freude an Tentakeln und sonstigem kosmischem Körperchaos zu verzichten.
🇳🇿 Neuseeland darf wieder herrlich eklig werden
Dass der Film aus Neuseeland stammt, passt beinahe verdächtig gut. Dort besitzt grotesker Horror mit praktischen Effekten schließlich eine gewisse Tradition, und Mum, I’m Alien Pregnant bewegt sich sichtbar in dieser verspielten, körperlich ziemlich hemmungslosen Richtung.
Neben Hannah Lynch und Arlo Green gehören Yvette Parsons, Jackie van Beek und Jonny Brugh zur Besetzung. Gerade Brugh und van Beek dürften Freunden neuseeländischer Horrorkomödien ohnehin keine völlig unbekannten Gesichter sein.
🎞️ Sundance und Fantasy Filmfest hat das Alienbaby schon überstanden
Seine Weltpremiere feierte der Film bereits im Januar beim Sundance Film Festival. Danach folgte eine breite internationale Festivalrunde, zu der im April auch das deutsche Fantasy Filmfest gehörte.
Damit ist Mum, I’m Alien Pregnant keineswegs erst jetzt entdeckt worden. Der neue Trailer und der bevorstehende britische Digitalstart liefern allerdings einen guten Anlass, den ziemlich ungewöhnlichen Film wieder auf den Radar zu holen.
👶 Niemand hat gesagt, dass Nachwuchs von diesem Planeten stammen muss
Als Grundidee könnte Mum, I’m Alien Pregnant schnell wie ein Gag wirken, der für einen fünfminütigen Kurzfilm reicht. Das Interessante ist gerade, dass THUNDERLIPS daraus offenbar eine komplette Geschichte über Erwachsenwerden, Körperkontrolle und Mutterschaft gebaut haben – und diese anschließend großzügig mit außerirdischem Schleim übergießen.
Am 2. November soll der Film in Großbritannien digital erscheinen. Wer danach beim nächsten Schwangerschaftstest vorsichtshalber auch nach außerirdischen Lebensformen sucht, kann das vermutlich als unerwünschte Nebenwirkung verbuchen.




