🔍 Suche im Fantasykosmos
Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Acht Hüllen gegen falsche Götter
📰 Was ist los?
Mortal Shell II ist seit dem 20. August regulär für PC, PS5 und Xbox Series erschienen. Acht Shells, eine zusammenhängende Open World, staminafreier Kampf und falsche Götter bilden das deutlich größere Dark-Fantasy-Paket des Nachfolgers.
🐛 Was denken wir?
Diesmal ist das „Available Now“ endlich wasserdicht, und das Spiel besitzt zumindest eine herrlich pragmatische RPG-Philosophie: Wenn der eigene Körper nichts taugt, nimmt man eben den nächstbesten Toten.
🩸 Leih dir eine Leiche und stürz einen Gott: Mortal Shell II ist endlich wirklich da
Wer gestern noch vor widersprüchlichen Store-Angaben stand, kann die Ritualkerzen wieder löschen: Mortal Shell II ist seit dem 20. August 2026 regulär erschienen. Der eigenständige Dark-Fantasy-Nachfolger von Cold Symmetry ist für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich und baut die eigentümlichste Idee des ersten Teils erheblich aus: Der Spieler besitzt keinen wirklich brauchbaren eigenen Körper und leiht sich deshalb einfach die sterblichen Überreste anderer Krieger.

Acht solcher Shells stehen diesmal zur Verfügung. Jede bringt ihre eigene Vergangenheit und ihren eigenen Kampfstil mit, während die Reise durch eine deutlich größere, zusammenhängende Welt führt. Das Ziel klingt dabei ausgesprochen soulslike-kompatibel: eine verwüstete Welt erlösen und mehrere falsche Götter davon überzeugen, dass ihre Amtszeit überraschend kurzfristig beendet wurde.
💀 Acht Tote sind diesmal praktisch eine Charakterklasse
Das Shell-System bleibt das Herzstück. Überall in der Welt liegen die Körper vergessener Krieger, die der körperlose Harbinger übernehmen kann. Statt lediglich verschiedene Rüstungen anzuziehen, wechselt man damit gleich die komplette physische Identität und erhält Zugriff auf andere Fähigkeiten, Kampfstile und Entwicklungsmöglichkeiten. Insgesamt bestätigt Cold Symmetry acht spielbare Shells, für die die Devout Edition zusätzlich ein vollständiges Obsidian-Skinset enthält.
Der makabre Kniff funktioniert damit weiterhin hervorragend: Andere Rollenspiele lassen uns Helden erschaffen, Mortal Shell II lässt uns einen geeigneten Toten suchen. Character Creator erledigt.
🎬 Acht Hüllen und ziemlich viele schlechte Lebensentscheidungen
Der offizielle Launch Trailer zu Mortal Shell II zeigt die neuen Shells, groteske Gegner und eine Welt, in der selbst Götter offenbar kündbar sind:
⚔️ Der Ausdauerbalken wurde ebenfalls beerdigt
Beim Kampf entfernt Cold Symmetry eine der heiligsten Kühe des Soulslike-Genres. Mortal Shell II besitzt keine traditionelle Stamina-Begrenzung, sodass Ausweichen, Angreifen und aggressive Kombinationen deutlich weniger von einem ständig schrumpfenden grünen Balken diktiert werden. Stattdessen geht es stärker darum, gegnerische Haltung zu brechen, kritische Treffer vorzubereiten und Angriffe mit dem richtigen Timing durchzuziehen.
Dazu kommen Sidearms und umfangreiche Upgrade-Möglichkeiten für Waffen. Der Nachfolger will dadurch schneller und offensiver wirken als das erste Mortal Shell, ohne die schweren, bewusst gesetzten Treffer komplett über Bord zu werfen. Die grundsätzliche Botschaft lautet offenbar: Du darfst jetzt länger zuschlagen. Sterben kannst du selbstverständlich weiterhin jederzeit.
🌑 Eine offene Welt, die ausdrücklich keine Beschäftigungstherapie sein will
Auch strukturell wächst der Nachfolger. Cold Symmetry beschreibt die neue Welt als zusammenhängende Open World, betont allerdings gleichzeitig, dass sie trotz ihrer Größe bewusst kompakt gestaltet wurde. Verzweigte Landschaften, verborgene Bauwerke und freie Erkundung sollen Raum für Entdeckungen schaffen, ohne aus jedem Ausflug eine fünfstündige Sammlung herumliegender Kartensymbole zu machen.
Das dürfte für Mortal Shell ein sinnvoller Schritt sein. Der erste Teil lebte stark von seiner bedrückenden, fast körperlichen Welt, war aber vergleichsweise eng gebaut. Teil zwei gibt diesem Ansatz mehr Raum, ohne laut eigener Beschreibung gleich in jene Open-World-Krankheit zu verfallen, bei der jeder Hügel dringend sieben Sammelobjekte und einen Aussichtsturm benötigt.
🔥 Der reguläre Launch folgt auf drei Tage Frühzugang
Ganz frisch sind die ersten Spielerreaktionen deshalb bereits nicht mehr. Besitzer der Devout Edition durften schon ab dem 17. August loslegen, drei Tage vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin. Das erklärt auch, weshalb die Steam-Rezensionen schon zum regulären Start deutlich weiter fortgeschritten sind, als man es bei einem gerade erst freigeschalteten Spiel erwarten würde.
Für alle anderen ist die Tür nun ebenfalls offen. Mortal Shell II kostet regulär 49,99 Euro beziehungsweise Dollar in der Standardausgabe, bietet deutsche Oberfläche und Untertitel und ist seit gestern vollständig freigeschaltet.
Der wichtigste Punkt dieses Nachholers ist deshalb erstaunlich simpel: Diesmal ist der Status eindeutig. Die falschen Götter stehen bereit, acht brauchbare Leichen liegen herum und eigentlich fehlt nur noch jemand, der beides miteinander bekannt macht.





