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Moon Mother – Meadowlands: Zwischen Dark Folk und Hoffnung
📰 Was ist los?
Das schwedische Duo Moon Mother veröffentlicht am 6. Februar 2026 sein zweites Album »Meadowlands«. Die Platte mischt langsamen Alternative Rock mit nordisch gefärbtem Dark Folk, aufgenommen weitgehend in Eigenregie zu Hause. Acht Songs erzählen eine lose Reise durch Herbst, Winter und den vorsichtigen Aufbruch in den Frühling, begleitet von Gastdrums und einem Mix aus dem Svenska Grammofonstudion.
🐛 Was denken wir?
Kein lauter Genre-Umsturz, eher eine sorgfältig gezogene Nachtlinie für Leute, die Nick Cave, Doom Folk und melancholische Gitarren lieben. Wer mit Mondschein, inneren Abgründen und langsam brennenden Songs etwas anfangen kann, sollte »Meadowlands« im Februar zumindest einmal komplett durchlaufen lassen. Alle anderen merken sich: Diese Band ist klein, aber erstaunlich konsequent in ihrer eigenen Schattenwelt.
🌙 Moon Mother – »Meadowlands«: Slowrock, Dark Folk & Trauma-Tagebuch
Moon Mother sind kein Stoff für „New Music Friday“-Hektik – eher für die Stunden, in denen der Tee längst kalt geworden ist und trotzdem niemand das Licht ausmacht. Das schwedische Duo veröffentlicht am 6. Februar 2026 sein neues Album »Meadowlands« und tauft damit das zweite Kapitel seiner selbst erfundenen Genreschublade månrock: erdiger Slowrock, nordischer Dark Folk und ein guter Schuss psychedelische Melancholie.
Während andere Bands über „Vibes“ reden, packen Moon Mother die großen Brocken aus: Trauma, Missbrauch, Sucht, Verlust, aber eben auch dieses störrische kleine Ding namens Hoffnung. Die Songs wurden komplett zu Hause im westschwedischen Grästorp aufgenommen: live, reduziert und bewusst roh, bevor Hans Olsson (Svenska Grammofonstudion) den finalen Mix veredelt hat.
✨ Zwischen Sternenstaub und Schlamm: Worum es in »Meadowlands« geht
Im Zentrum steht Sängerin Sara Mehner, deren Stimme irgendwo zwischen Nick-Cave-Drama und nordischem Lagerfeuer flackert. Sie erzählt von inneren Höhlen, in denen sich Trauer, Isolation, überstandene sexualisierte Gewalt und familiäre Altlasten stapeln, ohne das Ganze in Selbstmitleid zu ertränken. Die Platte folgt einem klaren Bogen: vom faulenden Herbst über den schweren Winter bis hin zu ersten Sonnenstrahlen, die eher wie eine Kampfansage wirken und nicht nach Wellness.
Musikalisch mischen Moon Mother dark-folkige Akustikgitarren, Akkordeon, Piano und Birch-Trumpet mit psychedelischen Gitarrenlandschaften, die ihre Wurzeln eher bei Pink Floyd und 90er-Grunge haben als im klassischen Neofolk. Dazu kommen Chorflächen, experimentelle Streicher und gelegentlich ein Amselruf, mehr Ritual als Deko.
🎬 Offizielles Musikvideo
Das offizielle Musikvideo zu It Comes With Shadows von Moon Mother. Bereitgestellt vom offiziellen Moon Mother-Channel auf YouTube:
🌑 Månrock statt Genre-Schublade
»Meadowlands« ist hörbar kein Album, das im Streaming-Labor optimiert wurde. Die Songs atmen, stolpern, wachsen und gönnen sich Spielzeiten von bis zu acht Minuten. „Genre“ ist hier maximal Orientierung: Wer etwas mit Chelsea-Wolfe-Düsternis, Emma-Ruth-Rundle-Intensität oder langsam brodelndem Post-Rock anfangen kann, dürfte sich im Mondschein dieser Platte zu Hause fühlen.
Moon Mother selbst beschreiben das Album als Tod und Wiedergeburt in acht Kapiteln, eine Art Klangchronik darüber, wie man zwischen Rückzug und Aufbruch überhaupt weiterlebt. Ziemlich große Themen für ein Duo aus einer Kleinstadt in Westschweden, aber genau dieser unprätentiöse Ernst macht »Meadowlands« interessant.

💿 Albuminfos – »Meadowlands«
- Band: Moon Mother
- Album: Meadowlands
- Release: 06. Februar 2026
- Herkunft: Grästorp, Schweden
- Stil: Alternative Slowrock, Dark Folk, Psychedelic / „månrock“
- Format: Digital & physisch (independent, Home-Recording mit externem Mix/Master)
🎼 Tracklist
- High Houses (3:29)
- It Comes With Shadows (5:27)
- World in a Glass Jar (5:08)
- Be a Forest, Child! (6:45)
- Wilderness (3:48)
- Root Window (8:01)
- Meadowlands (5:13)
- Windhover (6:59)



