Teostra brennt wieder – und Monster Hunter Wilds: Ascendance beerdigt die Charakter-Voucher
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Feuer frei, Voucher weg
📰 Was ist los?
Teostra kehrt in Monster Hunter Wilds: Ascendance zurück und zeigt in neuem Gameplay zusätzliche Attacken. Dazu kommen schnellere Waffenwechsel, Ausrüstungswechsel außerhalb des Zelts und weitere Komfortänderungen.
🐛 Was denken wir?
Die spannendste Verbesserung hat diesmal weder Zähne noch Flügel: Mit Ascendance verschwindet das kostenpflichtige Edit-Voucher-System. Einen Elder Dragon wiederzusehen ist nett. Für einen neuen Bart keine Eintrittskarte kaufen zu müssen, hat ebenfalls Charme.
Teostra ist zurück. Das allein würde bei Monster Hunter bereits reichen, um irgendwo hektisch Feuerresistenz zusammenzukratzen und zu überprüfen, ob die Rüstung noch halbwegs nach einem Plan aussieht. Capcom nutzt die neue Präsentation zu Monster Hunter Wilds: Ascendance allerdings für deutlich mehr als die Rückkehr eines alten Brandstifters.

Der Elder Dragon wurde im erweiterten TGS-Trailer sowie in spielbaren Vorschauen bestätigt und zeigt dort neben bekannten Flammen-, Explosions- und Ansturmattacken auch neue Angriffsmuster. Gleichzeitig hat Capcom mehrere Änderungen an Bedienung und Ausrüstung angekündigt, die sowohl die Erweiterung als auch das Basisspiel betreffen.
Fast interessanter ist jedoch eine zweite Entscheidung: Mit Ascendance verschwindet das bisherige Voucher-System für nachträgliche Änderungen am Aussehen von Hunter und Palico. Ein neues Gesicht kostet dann endlich kein virtuelles Eintrittsticket mehr.
🔥 Teostra hat ein paar neue schlechte Angewohnheiten
Wer Teostra kennt, weiß ungefähr, was ihn erwartet: Feuer, Explosionen, schlechte Laune und eine erstaunliche Bereitschaft, all diese Dinge gleichzeitig in denselben Quadratmeter zu packen. In Ascendance bleibt dieser Grundcharakter erhalten, doch Capcom hat dem Elder Dragon zusätzliche Angriffsmuster spendiert.
In der auf der Tokyo Game Show spielbaren Fassung richtet sich Teostra unter anderem auf und schlägt beide Vorderläufe mit erheblicher Wucht auf den Boden. Besonders unangenehm: Während dieser Bewegung kann er sich offenbar noch neu auf sein Ziel ausrichten. Einfach gemütlich um die Seite laufen und so tun, als hätte das Monster die eigene Position vergessen, gehört damit weniger zuverlässig zum taktischen Werkzeugkasten.
Der Kampf findet im Oilwell Basin statt, dessen zäher Untergrund die Sache zusätzlich verschärfen kann. Wer im falschen Moment im Schlamm hängt, bekommt für die nächste Explosion praktisch einen Logenplatz. Immerhin lassen sich die neuen Boost-Aktionen nutzen, um offensiv gegenzuhalten und bestimmte Angriffe zu kontern.
🎬 Feuer, Flügel und eine neue Jagd
Der offizielle Trailer zu Monster Hunter Wilds: Ascendance zeigt die neue Erweiterung mit Master Rank, neuen Jagdgebieten und weiteren gewaltigen Gegnern. Teostra gehört inzwischen ebenfalls zum bestätigten Aufgebot – Feuerresistenz im Handgepäck bleibt also eine vernünftige Idee.
⚔️ Weniger Zelten, schneller wechseln
Capcom nutzt Ascendance außerdem für mehrere Komfortänderungen, die erstaunlich alltägliche Teile der Jagd betreffen. Waffen sollen schneller gewechselt werden können, ohne dafür erst auf den Seikret steigen zu müssen. Ausrüstung lässt sich künftig über die Item Box außerhalb des Zelts verändern.
Auch bei der Darstellung wird geschraubt. Bestimmte HUD-Elemente lassen sich stärker an frühere Serienteile anpassen, darunter Positionen und Effekte verschiedener Anzeigen sowie Teile der Item-Box-Darstellung. Dazu kommen detailliertere Informationen über die Härte bestimmter Monsterbereiche.
Bemerkenswert ist dabei, dass diese Verbesserungen nicht exklusiv hinter der Erweiterung verschwinden sollen. Capcom will sie auch Besitzern des normalen Monster Hunter Wilds zur Verfügung stellen. Das ist bei Komfortfunktionen ziemlich genau der richtige Ort für Großzügigkeit.
✂️ Der Friseur verliert seine Eintrittskarte
Die deutlichste Systemänderung betrifft allerdings einen Bereich, der mit Drachen erstaunlich wenig und mit Portemonnaies erstaunlich viel zu tun hatte. Bislang benötigten Spieler spezielle Character Edit Vouchers, wenn sie das Aussehen ihres Hunters nachträglich umfassend verändern wollten. Entsprechende Voucher existierten auch für Palicos.
Damit ist 2027 Schluss. Sobald Monster Hunter Wilds: Ascendance und das dazugehörige Version-2-Update erscheinen, dürfen Hunter und Palico beliebig oft kostenlos neu gestaltet werden. Die Voucher verschwinden aus dem System.
Als Übergang verteilt Capcom ab dem 3. Dezember 2026 jeweils zehn Character Edit Vouchers und zehn Palico Edit Vouchers kostenlos. Bereits gekaufte Voucher können bis zum Start von Ascendance weiter verwendet werden. Spieler, die zuvor Geld für solche Voucher ausgegeben haben, erhalten zusätzlich ein kleines Dankeschön in Form eines Pendant-Sets.
Dass man für einen neuen Bart, ein anderes Gesicht oder eine spontane Palico-Lebenskrise irgendwann keine Verbrauchsmarke mehr benötigt, dürfte zu den unkomplizierteren Verbesserungen des Jahres gehören.
☁️ Ascendance wird langsam konkret
Monster Hunter Wilds: Ascendance erscheint 2027 und erweitert das Hauptspiel um Master Rank, neue Gebiete, neue Monster und eine Geschichte, die mehrere Jahre nach den Ereignissen des Basisspiels ansetzt. Neben Teostra gehören unter anderem Lao-Shan Lung, Araketa und der neue Elder Dragon Gundoraja zum bisher bekannten Aufgebot.
Mit dem Boost Bracer kommt außerdem ein neues Kampfsystem hinzu, das die 14 Waffentypen temporär verstärken und neue Angriffsmöglichkeiten eröffnen soll. Die aktuelle Präsentation zeigt damit immer deutlicher, dass Capcom mehr vorbereitet als den üblichen Stapel aus neuen Monstern und höheren Schadenswerten.
Teostra darf also wieder ganze Jagdgruppen flambieren. Immerhin können sie sich vorher kostenlos die Frisur passend zur Katastrophe aussuchen.




