Monster Hunter Wilds: Ascendance enthüllt Himmelsruinen, neue Drachen und Zeitsprung

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Über dem Verbotenen Land wird es voll

📰 Was ist los?
Monster Hunter Wilds: Ascendance setzt mehrere Jahre nach dem Hauptspiel ein. Lao-Shan Lung verwüstet das Verbotene Land, die Himmelsruinen werden als neue Region enthüllt und mit Araketa sowie Gundoraja kommen zwei neue Monster hinzu. Nata ist nach dem Zeitsprung inzwischen selbst Jäger.

🐛 Was denken wir?
Das ist endlich der große Blick auf die Erweiterung. Besonders der Zeitsprung und die ökologische Verbindung zwischen Lao-Shan Lung, den Himmelsruinen und den neuen Drachenältesten machen Ascendance deutlich interessanter als einen gewöhnlichen Content-Nachschlag.

Im Verbotenen Land war bisher schon genug los, um jedem vernünftigen Expeditionsleiter einen längeren Urlaub nahezulegen. Monster Hunter Wilds: Ascendance reagiert darauf offenbar mit einer bewährten Capcom-Methode: noch größere Monster, noch unbekanntere Regionen und ein Drachenältester, der Gewitterwolken herumkommandiert.

Ein Jäger betritt eine große provisorische Festung mit Holzgerüsten, Zelten, Fahnen und zahlreichen Bewohnern in einer nebligen Hochlandregion.
Jahre nach den Ereignissen von Monster Hunter Wilds hat die Expedition ihre Stellung ausgebaut: Ascendance führt unter anderem zur neuen Festung Madoi. © CAPCOM

Der neue State-of-Play-Trailer zeigt erstmals ausführlicher, wohin die Erweiterung ihre Geschichte führt. Ascendance setzt mehrere Jahre nach den Ereignissen von Monster Hunter Wilds ein. Der gigantische Lao-Shan Lung taucht im Verbotenen Land auf und hinterlässt schwere Verwüstungen. Die Expedition nutzt die folgenden Jahre, um ihre Stellung zu festigen, eine neue Festung zu errichten und sich auf seine mögliche Rückkehr vorzubereiten.

Damit bekommt die Erweiterung nicht bloß neue Monster und Ausrüstung, sondern einen echten Zeitsprung. Bekannte Figuren haben sich verändert, Orte wurden umgebaut und über Wyveria öffnet sich plötzlich ein völlig neuer Teil der Welt.

🐲 Lao-Shan Lung macht den Auftakt ziemlich unmissverständlich

Die Geschichte beginnt mit dem Auftauchen von Lao-Shan Lung, einem der bekanntesten gigantischen Drachenältesten der Reihe. Das Expeditionsteam kann zunächst nur zusehen, wie das Monster Verwüstung anrichtet. Danach springt die Handlung einige Jahre nach vorn. In dieser Zeit entsteht die Festung Madoi, die ausdrücklich auf eine erneute Begegnung mit Lao-Shan Lung vorbereitet wird.

Allein diese Konstruktion verändert den Ton der Erweiterung deutlich. Hier taucht kein neues Monster zufällig in einer Region auf und wartet geduldig auf seinen Questmarker. Lao-Shan Lung hinterlässt Spuren, verändert die Welt und zwingt die Expedition langfristig zu reagieren.

Für ein Monster, dessen Körpergröße traditionell schon ungefähr wie eine Naturkatastrophe mit Füßen wirkt, ist das vermutlich die angemessene Form der Vorstellung.

🎬 Ascendance öffnet die Himmelsruinen

Der neue Gameplay-Trailer zu Monster Hunter Wilds: Ascendance zeigt den Zeitsprung, Lao-Shan Lung, die Himmelsruinen sowie Araketa und den neuen Drachenältesten Gundoraja.

☁️ Über Wyveria liegt plötzlich eine zweite Welt

Der größte neue Schauplatz sind die Himmelsruinen. Der Nebel, der zuvor den Himmel über Wyveria verhüllte, lichtet sich und gibt eine schwebende Region über den Wolken frei. Dort warten weite Landschaften, uralte Ruinen und bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten.

Das ist visuell vermutlich der stärkste neue Baustein der Erweiterung. Monster Hunter Wilds lebte bereits stark von seinen unterschiedlichen Ökosystemen und wechselnden Umweltzuständen. Die Himmelsruinen setzen nun buchstäblich noch eine Ebene darüber.

Gleichzeitig untersucht die Expedition ökologische Störungen, die durch Lao-Shan Lungs Auftauchen ausgelöst wurden. Lebensräume von Wächtermonstern dehnen sich aus, Drachenälteste erscheinen und im Verbotenen Land treten neue Anomalien auf. Die Erweiterung scheint damit stärker als bislang eine Verbindung zwischen einzelnen Monsterereignissen und der gesamten Ökologie der Welt herstellen zu wollen.

Oder, etwas weniger wissenschaftlich formuliert: Wenn ein mehrere hundert Meter langer Drache durch die Gegend läuft, bleibt offenbar selten nur eine Wiese kaputt.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🐦 Araketa fliegt im Schwarm

Mit Araketa wurde außerdem ein neuer Vogelwyvern vorgestellt. Die Kreatur nutzt starke Luftströmungen, die sie mit ihren Flügeln erzeugt, und kann damit große Entfernungen mit hoher Geschwindigkeit zurücklegen. Besonders interessant ist das Schwarmverhalten: Anführer geben charakteristische Laute von sich und koordinieren damit die Bewegung der übrigen Tiere.

Das könnte spielerisch deutlich interessanter werden als ein weiterer einzelner Flugwyvern. Wenn Araketa tatsächlich als Schwarmwesen ins Jagdgeschehen eingreift, ergeben sich neue Möglichkeiten für Positionswechsel, Jagddruck und chaotische Begegnungen.

Monster Hunter hat schließlich schon lange bewiesen, dass ein einzelnes fliegendes Problem ausreicht. Mehrere davon mit funktionierender Teamkommunikation sind vermutlich einfach unhöflich.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.

⚡ Gundoraja kontrolliert das Wetter

Noch größer fällt Gundoraja aus. Der neue Drachenälteste taucht aus den dunklen Wolken über den Himmelsruinen auf und besitzt die Fähigkeit, Gewitterwolken nach seinem Willen zu kontrollieren.

Das passt auffällig gut zum neuen Schauplatz. Statt einen Drachenältesten einfach irgendwo zwischen Ruinen abzustellen, verbindet Capcom Kreatur und Umwelt unmittelbar miteinander. Ein Monster, das Sturm und Wolken beherrscht, bekommt über den Himmelsruinen naturgemäß etwas mehr Bühne als auf einem trockenen Feldweg.

Wie stark diese Kontrolle tatsächlich in die Jagdmechanik eingreift, bleibt noch offen. Denkbar wären veränderte Sicht, Blitzschläge, Winddruck oder dynamische Wetterphasen während des Kampfes. Fest steht bislang nur: Wenn der Himmel schwarz wird, sollte man vermutlich nicht zuerst die Wetter-App öffnen.

🧑 Nata ist inzwischen selbst Jäger

Der Zeitsprung zeigt sich auch bei den Figuren. Nata, im Hauptspiel noch der junge Hüter, ist inzwischen deutlich älter und vollwertiges Mitglied des Expeditionsteams. Gemeinsam mit seinem Wudwud-Partner Foahut begleitet er die Jäger in die Himmelsruinen.

Das ist erzählerisch wichtiger, als es auf den ersten Blick wirkt. Wilds erzählte Natas Geschichte stark aus der Perspektive eines Jungen, dessen Heimat und Herkunft eng mit Arkveld und den Geheimnissen des Verbotenen Landes verbunden waren. Ascendance zeigt nun sichtbar, was aus ihm geworden ist.

Damit bekommt die Erweiterung tatsächlich das Gefühl eines späteren Kapitels und nicht nur eines zusätzlichen Gebiets, das zufällig noch hinter irgendeiner Bergkette lag.

⚔️ Boost Bracer war offenbar nur der Anfang

Die bereits bekannten Boosted Actions bleiben natürlich Teil der Erweiterung. Der neue Verstärker-Armschutz erweitert sämtliche 14 Waffenklassen um zusätzliche Aktionen und temporäre Verstärkungen. Capcom kündigt allerdings ausdrücklich an, dass noch weitere Fähigkeiten und neue Gameplay-Systeme vorgestellt werden.

Damit wird auch rückblickend klar, wie klein der gestrige Blick auf den Boost Bracer im Vergleich zum heutigen Gesamtbild war. Ascendance verändert nicht nur den Kampf, sondern setzt die Geschichte Jahre später fort, öffnet einen komplett neuen Schauplatz und bringt mehrere ökologische Umbrüche mit.

Noch fehlt ein konkreter Erscheinungstermin innerhalb von 2027. Aber nach diesem Trailer wissen wir zumindest schon ziemlich genau, warum der Himmel über dem Verbotenen Land künftig besser beobachtet werden sollte.

Dort oben lebt inzwischen offenbar alles, was unten keinen Platz mehr gefunden hat.

Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.