150 Jahre Hass und ein Schlangengott: Mononoke beendet seine Filmtrilogie im September bei Netflix
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Der letzte Mononoke kennt jetzt seinen Netflix-Termin
📰 Was ist los?
Netflix veröffentlicht Mononoke the Movie: Chapter III – The Curse of the Serpent am 29. September 2026 weltweit. Gleichzeitig ist ein neuer Haupttrailer erschienen. Der Film lief bereits Ende Mai in Japan und beendet die dreiteilige Ōoku-Geschichte.
🐛 Was denken wir?
Die ersten beiden Filme liegen schon bei Netflix – der Septembertermin macht aus drei getrennten Veröffentlichungen endlich eine komplett verfügbare Trilogie. Und ein Finale über 150 Jahre verdrängten Groll und einen riesigen Schlangengott klingt erfreulich wenig nach einem ruhigen Ausklang.
🐍 150 Jahre Hass und ein Schlangengott: Mononoke beendet seine Filmtrilogie im September bei Netflix
Der Medizinverkäufer braucht für jeden Mononoke drei Dinge: seine Form, seine Wahrheit und seinen Grund. Netflix braucht für das Finale der Filmtrilogie immerhin nur noch ein Datum.

Mononoke the Movie: Chapter III – The Curse of the Serpent erscheint am 29. September 2026 weltweit bei Netflix. Gemeinsam mit dem Termin hat der Streamingdienst heute einen neuen großen Trailer veröffentlicht, der den Medizinverkäufer endgültig in die tiefsten Geheimnisse des Ōoku schickt. Die japanische Kinopremiere liegt bereits einige Monate zurück: Dort startete der Film am 29. Mai.
Damit können Netflix-Zuschauer die komplette neue Mononoke-Saga bald am Stück sehen. The Phantom in the Rain und Chapter II – The Ashes of Rage stehen bereits beim Streamingdienst bereit. Ab Ende September fehlt also keine Ausrede mehr, wenn man nach drei Filmen immer noch nicht erklären kann, was genau im Ōoku eigentlich schiefgelaufen ist.
🏯 Drei Filme steigen immer höher im Ōoku hinauf
Die Trilogie besitzt eine ungewöhnlich klare Struktur. Alle drei Filme spielen im Ōoku, den inneren Gemächern des Palastes, verschieben ihren Blick aber mit jedem Kapitel auf Frauen einer höheren gesellschaftlichen Stellung.
The Phantom in the Rain folgte einer neu eingetroffenen Dienerin. The Ashes of Rage rückte die Ochurou, die hochrangigen Konkubinen, ins Zentrum. The Curse of the Serpent erreicht nun mit der Midaidokoro, der ranghöchsten Frau des Ōoku, die Spitze dieser Hierarchie. Gleichzeitig sollen Hinweise und Konflikte zusammenlaufen, die bereits seit dem ersten Film vorbereitet wurden.
Und selbstverständlich wird es dort oben keineswegs angenehmer.
Der Tod eines männlichen Thronfolgers setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die schließlich tief in die Vergangenheit des Ōoku führt. Hinter den aktuellen Schrecken steckt ein Geheimnis, dessen Wurzeln rund 150 Jahre zurückreichen. Der Medizinverkäufer muss erneut Form, Wahrheit und Grund des Mononoke herausfinden, bevor er sein heiliges Schwert vollständig gegen die Kreatur einsetzen kann.
Man sollte nach zwei Filmen eigentlich wissen, dass ein 150 Jahre lang verborgenes Palastgeheimnis selten mit „damals wurde eine Rechnung falsch abgeheftet“ endet.
🎬 Das heilige Schwert geht in seinen letzten Kampf
Der neue Netflix-Trailer zu Mononoke the Movie: Chapter III – The Curse of the Serpent zeigt den Schlangengott und den letzten großen Konflikt im Ōoku:
🐍 Diesmal wartet ein Schlangengott
Das titelgebende Wesen ist ein gewaltiger Schlangengott, entstanden aus menschlichen Leidenschaften, altem Groll und jener düsteren Vergangenheit, die das Ōoku seit Generationen mit sich trägt. Die offizielle japanische Beschreibung spricht vom bislang gefährlichsten Mononoke, mit dem sich der Medizinverkäufer innerhalb dieser Filmgeschichte auseinandersetzen muss.
Der neue Netflix-Trailer setzt entsprechend weniger auf Einführung als auf Eskalation. Palastintrigen, Trauer, übernatürliche Gewalt und die zunehmend abstrakte Bildsprache der Reihe prallen aufeinander, während der Schlangengott immer stärker Gestalt annimmt.
Gerade visuell bleibt Mononoke damit eines der eigenwilligsten Anime-Projekte der vergangenen Jahre. Figuren, Muster, traditionelle japanische Gestaltungselemente und psychedelische Farbflächen wirken häufig wie bewegte Druckgrafiken, die irgendwann beschlossen haben, selbst ein Exorzismusproblem zu entwickeln.
🗡️ Zwei Medizinverkäufer und ein letzter Kampf
Die Geschichte geht dabei noch einen Schritt weiter. Das japanische Material zum Filmprojekt bestätigt, dass in Kapitel III zwei unterschiedliche Medizinverkäufer gemeinsam auftreten – der aus den bisherigen Filmen bekannte Kon-Medizinverkäufer und sein Gegenstück Ri. Gerade ihr gemeinsamer Kampf gehörte bereits beim japanischen Kinostart zu den großen neuen Elementen des Finales.
Hiroshi Kamiya spricht erneut den Medizinverkäufer. Zum Ensemble gehören unter anderem Atsumi Tanezaki, Miyu Irino, Kenjiro Tsuda, Yoshiko Sakakibara, Tomoyo Kurosawa, Yoko Hikasa, Haruka Tomatsu und Miyuki Sawashiro. Kenji Nakamura fungiert als Chief Director, Tomoaki Koshida führt Regie. Das Drehbuch stammt von Yasumi Atarashi, animiert wird bei Studio KAFKA und EOTA.
Für die Musik kehrt Taku Iwasaki zurück. Ausgerechnet der Titelsong des endgültigen Abschlusses heißt No Epilogue und stammt von AiNA THE END.
Ein Finale ohne Epilog. Bei einer Serie, die erst Form, Wahrheit und Grund benötigt, bevor überhaupt jemand sein Schwert ziehen darf, ist das beinahe verdächtig effizient.
📺 Ende September ist die komplette Trilogie bei Netflix
Mit dem 29. September schließt Netflix nun die letzte praktische Lücke. Die ersten beiden Filme können bereits gestreamt werden, Kapitel III folgt exakt vier Monate nach seinem japanischen Kinostart.
Das macht den dritten Film auch für Zuschauer interessant, die das Projekt nicht über seine japanischen Veröffentlichungen verfolgt haben. The Curse of the Serpent ist keine neue Einzelgeschichte, sondern der Punkt, an dem der gesamte Ōoku-Handlungsbogen zusammenlaufen soll.
Am Ende stehen also ein 150 Jahre altes Geheimnis, ein Schlangengott und sämtliche verdrängten Sünden eines Palastes vor dem Medizinverkäufer. Immerhin muss er diesmal nicht erst herausfinden, wann Netflix den Film zeigt.


