Samus wird selbst zum Metroid: Metroid Ravenous erscheint im Januar 2027

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Samus steht diesmal auf der falschen Seite der Nahrungskette

📰 Was ist los?
Nintendo hat Metroid Ravenous für Switch 2 angekündigt. Das neue 2D-Abenteuer erscheint am 28. Januar 2027 und zeigt eine schwer verletzte Samus, die auf einem unbekannten Mond Energie direkt aus ihren Gegnern absorbiert.

🐛 Was denken wir?
Das ist genau die Fortsetzung, die das Ende von Dread verlangt hat. Samus’ Metroid-DNA wird endlich vom Storydetail zur zentralen Spielidee. Wenn Nintendo diesen Hunger tatsächlich durch Mechanik, Welt und Geschichte zieht, könnte Ravenous deutlich mehr werden als einfach das nächste Dread.

Jahrzehntelang bestand Samus Arans berufliches Verhältnis zu Metroids vor allem darin, dass irgendjemand sie losließ und Samus anschließend dafür sorgen musste, dass möglichst wenige davon übrig blieben. Seit Metroid Dread ist diese Rollenverteilung erheblich komplizierter geworden.

Samus Aran packt in Metroid Ravenous einen Gegner und absorbiert violett leuchtende Energie, während im Hintergrund eine fremdartige außerirdische Landschaft zu sehen ist.
In Metroid Ravenous wird Samus’ eigene Metroid-Physiologie endgültig zur Waffe – und der Titel macht ziemlich klar, dass Hunger diesmal zum Spielprinzip gehört. © Nintendo

Nintendo hat heute Metroid Ravenous angekündigt, ein neues 2D-Abenteuer für Nintendo Switch 2, das am 28. Januar 2027 erscheint. Der erste Trailer knüpft sichtbar an die Entwicklungen aus Dread an und stellt Samus’ inzwischen tief in ihrem Körper verankerte Metroid-Kräfte ins Zentrum.

Diesmal geht es dabei offenbar buchstäblich ums Überleben. Nach einem Angriff unbekannter Gegner ist Samus schwer verletzt, weiß nicht, wo sie sich befindet, und steckt tief unter der Oberfläche eines fremden Mondes fest. Ihre Antwort darauf klingt für eine Kopfgeldjägerin bemerkenswert biologisch:

Fressen oder gefressen werden.

🩸 Samus saugt ihren Gegnern die Energie ab

Die auffälligste neue Mechanik zeigt der Trailer gleich mehrfach. Samus kann Gegner greifen und ihnen Energie entziehen. Dabei leuchten ihre Hand und Teile der Rüstung violett beziehungsweise pink auf, während die Kreaturen sichtbar ausgesaugt werden.

Das ist keine zufällige neue Superkraft. Bereits Metroid Dread endete damit, dass Samus’ Metroid-DNA ihren Körper massiv verändert und ihre Fähigkeit zur Energieabsorption außer Kontrolle gerät. Ravenous scheint diesen Zustand jetzt dauerhaft ins normale Spielsystem zu übernehmen.

Damit verändert sich auch die klassische Beziehung zwischen Samus und ihren Gegnern. Energie ist kein freundlicherweise herumliegender Gesundheitsgegenstand mehr. Zumindest ein Teil davon steckt offenbar noch im aktuellen Besitzer. Der Titel Ravenous wirkt dadurch plötzlich ausgesprochen wörtlich.

🎬 Fressen oder gefressen werden

Der erste offizielle Trailer macht aus Samus’ Metroid-Physiologie sofort den großen neuen Haken. Schwer verletzt und auf einem unbekannten Mond gestrandet, absorbiert sie Energie direkt aus Gegnern, während das vertraute schnelle 2D-Gameplay aus Kontern, Morph Ball und präziser Bewegung deutlich aggressiver zurückkehrt.

🌑 Schwer verletzt und auf einem unbekannten Mond

Der Trailer beginnt ungewöhnlich verletzlich. Samus berichtet selbst, dass unbekannte Angreifer sie schwer verwundet haben und sie nicht weiß, wo sie gelandet ist. Der Weg zurück an die Oberfläche dürfte schwierig werden, eine Flucht vom Mond noch schwieriger.

Mehrere fremdartige Gegner treten dabei auffällig organisiert auf. Zu sehen sind bewaffnete humanoide Kämpfer, große Kreaturen und verschiedene stark gepanzerte Gestalten, deren genaue Rolle Nintendo noch nicht erklärt.

Die ganze Inszenierung wirkt deutlich aggressiver als zu Beginn von Metroid Dread. Samus muss diesmal keine E.M.M.I.-Roboter umgehen, bevor sie irgendwann zurückschlagen kann. Sie startet bereits als verwundetes Raubtier in einer Umgebung, deren Bewohner offenbar denselben Gedanken verfolgen.

Das Motto „eat or be eaten“ ist deshalb mehr als Marketing. Es beschreibt ziemlich präzise den Zustand, in den Nintendo seine Heldin hineinwirft.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

⚔️ Dreads Tempo bleibt – Samus wird aggressiver

Spielerisch bleibt Metroid Ravenous ein seitlich scrollendes 2D-Metroid mit moderner 3D-Grafik. Schon der erste Trailer zeigt allerdings, dass Nintendo beim hohen Tempo von Dread kaum einen Gang zurückschaltet.

Samus rutscht unter Hindernissen hindurch, kontert gegnerische Angriffe, rollt als Morph Ball durch enge Passagen und verbindet Schüsse mit schnellen Nahkampfmomenten. Mehrere Sequenzen wechseln dabei beinahe nahtlos zwischen Erkundung, Kampf und kurzen filmischen Aktionen.

Neu wirkt vor allem die offensive Nutzung ihrer Metroid-Fähigkeiten. Die Energieabsorption scheint keine gelegentliche Storyanimation zu sein, sondern ein wiederkehrendes Element des Kampfes.

Das könnte Ravenous spielerisch einen deutlich anderen Rhythmus geben. Dread war häufig eine Geschichte über Flucht und Gegenwehr. Hier sieht Samus stellenweise bereits so aus, als sollte sich besser die andere Seite Gedanken über Flucht machen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🧬 Das Ende von Dread wird zum Anfang eines neuen Problems

Gerade erzählerisch ist die Fortsetzung spannend. Metroid Dread schloss einen Handlungsbogen ab, der sich in unterschiedlicher Form seit dem ursprünglichen Metroid durch die Serie gezogen hatte. Gleichzeitig ließ das Finale Samus in einem Zustand zurück, der kaum nach einer sauberen Rückkehr zur Normalität aussah.

Ihre Metroid-DNA hatte begonnen, ihren Körper fundamental zu verändern. Kurzzeitig trat sogar der vollständige Metroid Suit auf.

Ravenous scheint jetzt genau dort weiterzudenken: Was passiert mit Samus, wenn diese Fähigkeiten bleiben?

Der erste Trailer liefert noch keine vollständige Antwort, aber die Richtung ist kaum zu übersehen. Samus absorbiert Energie wie ein Metroid, ihre Anzeigen und Effekte verändern sich und sogar die Sprache des Spiels kreist um Hunger und Überleben.

Die große Frage lautet damit erstmals womöglich weniger, welche Metroids Samus diesmal bekämpft. Interessanter wird, wie viel Metroid inzwischen in Samus selbst steckt.

🗿 Drei amiibo und eine Special Edition

Nintendo baut den Release außerdem ungewöhnlich groß auf. Am 28. Januar erscheinen zwei neue amiibo einzeln: Samus sowie eine Chozo Statue.

Ein drittes amiibo zeigt Samus im Metroid Suit. Dieses gehört zu einer Special Edition von Metroid Ravenous, die außerdem das Spiel und ein Steelcase enthält.

Gerade die Auswahl des dritten amiibo ist auffällig. Nintendo hebt den Metroid Suit damit bereits zum Verkaufsstart prominent hervor, obwohl er in Dread nur ganz am Ende zu sehen war.

Das muss noch nichts darüber verraten, wie oft dieser Zustand im neuen Spiel vorkommt. Es zeigt aber ziemlich deutlich, dass Nintendo Samus’ Transformation nicht als erledigte Randnotiz betrachtet. Man verkauft schließlich selten eine Figur von etwas, das man anschließend komplett vergessen möchte.

🚀 Am 28. Januar beginnt Metroids nächste 2D-Phase

Metroid Ravenous erscheint am 28. Januar 2027 exklusiv für Nintendo Switch 2. Eine Version für die ursprüngliche Switch wurde nicht angekündigt.

Damit folgt der nächste große 2D-Teil ungewöhnlich schnell auf die Wiederbelebung der klassischen Reihe durch Metroid Dread von 2021. Gleichzeitig bekommt Switch 2 damit früh im Jahr einen der wichtigsten Nintendo-eigenen Actiontitel.

Und die Ausgangslage könnte kaum passender sein: Samus ist verletzt, gestrandet und von Feinden umgeben. Früher wäre das für sie ein Problem gewesen. Inzwischen sollte man vielleicht eher die Feinde warnen.

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