Mark of the Ram: Eine Hausfrau, ein Kult und acht sehr schlechte Auswege
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🐏 Die 1950er waren auch schon mal entspannter
📰 Was ist los?
KurosuDev hat Mark of the Ram angekündigt. Der Soulslite-Horrorshooter führt ins Amerika der 1950er-Jahre und erzählt von der Hausfrau Barbara Peterson, die nach ihrer Entführung durch einen Kult mit einem mysteriösen Widdersymbol und einer unerklärlichen Schwangerschaft erwacht. Spieler kämpfen gegen Kultisten und acht Bosse, während präzise Treffer verbrauchte Munition zurückbringen können.
🐛 Was denken wir?
Das Ding hat Persönlichkeit. Die Mischung aus okkultem Pulp-Horror, Retro-Comic, umfangreicher Visual-Novel-Handlung und einem Kampfsystem, das gutes Zielen tatsächlich belohnt, hebt sich angenehm ab. Jetzt muss KurosuDev nur noch beweisen, dass aus den vielen starken Zutaten auch ein gutes Spiel wird.
Die amerikanischen 1950er-Jahre hatten bekanntlich einiges zu bieten: Chrom, Vorstadtidylle, perfekte Frisuren – und offenbar okkulte Kulte, die Hausfrauen entführen und ihnen nach finsteren Ritualen ein Widdersymbol verpassen. Zumindest läuft es so in Mark of the Ram, dem neu angekündigten Horrorshooter von KurosuDev.

Das Spiel verbindet Soulslite-Kämpfe, Survival-Horror und Visual-Novel-Erzählung mit einer kräftigen Portion Retro-Comic. Im Mittelpunkt steht Barbara Peterson, deren Versuch, einfach wieder nach Hause zu kommen, nach aktuellem Stand mindestens acht Bosskämpfe komplizierter wird als nötig.
🩸 Ein Widdersymbol ist selten ein gutes Zeichen
Barbara Peterson beginnt ihre Geschichte als Hausfrau im Amerika der 1950er-Jahre. Dann wird sie von einem geheimnisvollen Kult entführt, tief in die Wildnis Colorados verschleppt und einem okkulten Ritual unterzogen. Als sie wieder zu sich kommt, trägt sie ein rätselhaftes Widdersymbol – und ist auf unerklärliche Weise schwanger.
Der Kult kennt außerdem ein Geheimnis aus Barbaras Vergangenheit und möchte sie offenbar keinesfalls einfach ziehen lassen. Unterstützung erhält sie vom mysteriösen Privatdetektiv Rex Rouge, während sie versucht, den Mount Aries National Park zu durchqueren, ihren Verfolgern zu entkommen und zu ihrem Ehemann Jim zurückzukehren. Man kennt solche Wochen.
🎬 Mark of the Ram – Official Announcement Trailer
Kultisten, Retro-Comics und ziemlich miserable Aussichten für Barbara Peterson: Der erste Trailer zeigt den okkulten Horrortrip durch die amerikanischen 1950er-Jahre.
🔫 Wer trifft, bekommt Munition zurück
Spielerisch soll Mark of the Ram ein Soulslite-Horrorshooter werden, bei dem präzises Schießen besonders wichtig ist. KurosuDev baut die Munitionsversorgung direkt in das Kampfsystem ein: Treffsichere Schüsse können verbrauchte Munition wieder auffüllen.
Damit könnte ausgerechnet der Ressourcenmangel für eine interessante Dynamik sorgen. Wer sauber schießt, hält sich länger im Kampf; wer hektisch das Magazin in die Vegetation verteilt, bekommt irgendwann Gelegenheit, die Schönheit Colorados ohne störendes Dauerfeuer zu genießen.
Neben gewöhnlichen Kultisten warten acht große Bossgegner mit eigenen Angriffsmustern. Zu den wichtigsten Verfolgern gehören die sogenannten „Seven Deadly Sins“, deren Geschichten durch Rückblenden näher beleuchtet werden sollen.
📖 Über 50.000 Wörter zwischen den Schießereien
KurosuDev setzt überraschend stark auf Handlung. Mark of the Ram enthält laut Entwickler mehr als 50.000 Wörter Visual-Novel-Erzählung, die mit Illustrationen im Retro-Comicstil präsentiert wird.
Das Spiel möchte damit mehr erzählen als eine lange Flucht durch einen Wald voller maskierter Irrer. Barbaras Vergangenheit, das Ritual, der Kult und die Geschichten der Bosse sollen schrittweise miteinander verbunden werden. Gerade die Mischung aus Shooter und umfangreichen erzählerischen Passagen könnte dem Projekt eine ziemlich eigene Identität geben.
Optisch passt dazu der bewusst überzeichnete Comic-Look. Mark of the Ram sieht stellenweise aus, als hätte jemand einen amerikanischen Horror-Comic der 1950er-Jahre gefunden, ihn mehrere Nächte neben einer Sammlung verbotener Ritualbücher liegen lassen und anschließend beschlossen, daraus ein Videospiel zu machen.
😈 Von Easy bis „Impossible“
Wer beim Wort Soulslite bereits vorsorglich seinen Controller weglegt, bekommt immerhin Auswahl. Mehrere Schwierigkeitsgrade sollen angeboten werden, die laut KurosuDev von „Easy“ bis „Impossible“ reichen.
Damit lässt sich offenbar selbst entscheiden, ob Barbara einen Albtraum erlebt oder der Spieler gleich mit.
Neben den Bosskämpfen verspricht der Entwickler Rückblenden zu deren dunkler Vergangenheit und eine tiefere Hintergrundgeschichte rund um Mount Aries. Die Mischung aus okkulter Verschwörung, persönlichem Drama und bewusst pulpiger Horrorästhetik könnte deshalb deutlich mehr tragen als die reine Shooter-Idee.
💻 Bisher nur für PC angekündigt
Mark of the Ram befindet sich für PC in Entwicklung und kann bereits bei Steam auf die Wunschliste gesetzt werden. Einen Veröffentlichungstermin gibt es bislang nicht.
Das dürfte dem Kult genügend Zeit geben, seine Personalplanung zu klären. Acht Bosse, endlose Kultisten und sieben Todsünden koordinieren sich schließlich nicht von allein.
🐏 Mehr Charakter als der nächste Wald voller Kultisten
Das Spannende an Mark of the Ram ist die ungewöhnliche Kombination seiner Einzelteile. 1950er-Jahre, Retro-Comics, Soulslite-Kämpfe, Visual Novel, Okkultismus und ein Präzisionssystem für Munition treffen hier aufeinander, ohne bislang wie wahllos zusammengeworfene Schlagwörter zu wirken.
Vor allem Barbara Peterson ist als Hauptfigur angenehm weit von den üblichen schwer bewaffneten Horrorspiel-Protagonisten entfernt. Wenn KurosuDev die erzählerischen Ambitionen tatsächlich mit dem Kampfsystem zusammenbekommt, könnte aus diesem ziemlich seltsamen Cocktail ein Indie-Horrorspiel werden, das man im Auge behalten sollte.
Und falls dir jemals ein Kult tief im Wald anbietet, an einem kleinen Ritual teilzunehmen: Barbara würde vermutlich abraten.





