🔍 Suche im Fantasykosmos

Vier neue Lords, ein sehr schlechter Monat für die Welt
📰 Was ist los?
Lords of the End Times erscheint am 24. September und wird laut Creative Assembly das größte DLC der bisherigen Total War: Warhammer-Geschichte. Nagash, Thanquol, Boris Todbringer und die Glottkin bringen zusammen acht legendäre Helden, 23 neue Kampfeinheiten und eigene Kampagnenmechaniken mit. Gleichzeitig erscheinen Neferata, eine Vampire-Counts-Überarbeitung, Archaons Rework und neue Endgame-Szenarien kostenlos.
🐛 Was denken wir?
Das ist schon fast weniger DLC als eine kontrollierte Sprengung der bisherigen Spielordnung. Nagash allein wäre für viele Warhammer-Fans ein Großereignis gewesen. Thanquol, Glottkin und Boris daneben zu stellen, gleichzeitig Vampire Counts und Archaon umzubauen und dann noch Immortal Empires für Käufer eines einzelnen Charakter-Packs zu öffnen, macht daraus eines der interessantesten Updates, die Warhammer III seit Jahren bekommen hat. Und dass Creative Assembly selbst vom größten DLC der gesamten zehnjährigen Reihe spricht, ist diesmal erstaunlich leicht zu glauben.
👑 Nagash kommt: Total War: Warhammer III entfesselt mit Lords of the End Times sein größtes DLC
Falls Total War: Warhammer III irgendwann einmal vorhatte, gemächlich in den Ruhestand zu marschieren, wurde dieser Plan offenbar irgendwo zwischen einem Skaven-Bau und Nagashs schwarzer Pyramide verlegt. Am 24. September kommt mit Lords of the End Times das laut Creative Assembly größte DLC in der zehnjährigen Geschichte der Warhammer-Reihe.

© Creative Assembly / SEGA / Games Workshop
Und „groß“ meint hier ausnahmsweise mehr als einen besonders entschlossenen Marketing-Adjektivgebrauch. Nagash, Thanquol, Boris Todbringer und die Glottkin ziehen gleichzeitig in Immortal Empires ein, begleitet von acht legendären Helden, fünf zusätzlichen Lords und Helden, 23 Kampfeinheiten und zwölf besonders ausgezeichneten Regimentern. Parallel erhält das Hauptspiel eines seiner umfangreichsten kostenlosen Updates.
💀 Nagash möchte die Welt ordentlich hinterlassen – tot
Der unbestrittene Stargast dürfte Nagash sein. Der Supreme Lord of the Undead verfolgt dabei ein angenehm überschaubares politisches Programm: die Welt in ein einziges Reich der Toten verwandeln und anschließend zum Gott aufsteigen.
Seine Kampagne dreht sich um die Lands of the Undead. Nagash sammelt dunkle Energie, stärkt seine Schwarze Pyramide, sucht nach den verlorenen Büchern des Nagash und versucht, seine neun Mortarchen wieder unter seinem Banner zu versammeln. Je weiter das gelingt, desto mächtiger wird auch seine Magie.
Besonders interessant ist seine Armee. Nagash darf aus den Truppenbeständen der Vampire Counts, Tomb Kings und Vampire Coast rekrutieren und erhält zusätzlich unter anderem Spirit Hosts, Morghast Harbingers, Morghast Archai, Coven Thrones und den ziemlich unauffällig benannten Khemric Titan. Als legendäre Helden treten Dieter Helsnicht und Walach Harkon hinzu.
Kurz gesagt: Nagash bekommt beinahe das gesamte Untotenregal und darf anschließend selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge er es auf die Lebenden kippt.
🎬 Die End Times brechen über Total War: Warhammer III herein
Der offizielle Cinematic Trailer zeigt Nagash, Thanquol, Boris Todbringer und die Glottkin vor dem Start des bislang größten Warhammer-DLC.
🐀 Thanquol hat einen Plan. Das war schon immer das Problem
Auf Skaven-Seite wird endlich Grey Seer Thanquol losgelassen, begleitet von seinem Rat-Ogre Boneripper. Seine Kampagnenmechanik heißt passenderweise Masterplans. Thanquol baut geheime Armeen auf, veranstaltet Rituale, organisiert Raubzüge und versucht mit verschiedenen Intrigen möglichst viel Chaos zu verursachen.
Der kleine Haken: Bei Thanquol können Pläne schiefgehen.
Wer die Figur kennt, dürfte an dieser Stelle eher überrascht sein, dass Creative Assembly dafür überhaupt ein „können“ verwendet.
Spieler müssen mit unvorhergesehenen Komplikationen umgehen und ihre großen Pläne irgendwie wieder auf Kurs bringen. Im Gefecht nutzt Thanquol Magie aus den Lehren von Plague und Ruin und kann später sogar den Dreaded Thirteenth Spell freischalten. Boneripper sorgt dafür, dass aus dem eher fragilen Grey Seer gleichzeitig ein erheblich widerstandsfähigerer Kampfmagier wird.
Neu dazu kommen unter anderem Verminlords, verschiedene Stormfiends, Pusbags, der Warp-Doom Magma Cannon und Skreech Verminking als legendärer Held.
🐺 Boris Todbringer baut Ulric ein ziemlich großes Haus
Mit Boris Todbringer erhält Middenland seinen großen Auftritt. Seine Kampagne konzentriert sich auf den Great Temple of Ulric. Durch Siege gegen die Feinde des Imperiums sammelt Boris Fervour, baut sechs heilige Sanctuary-Bereiche aus und schaltet mächtige Winterrituale und permanente Boni frei.
Seine Armee greift auf das klassische Imperiumsangebot zurück, bekommt allerdings einen kräftigen Ulric-Einschlag. Neu sind unter anderem Wolf-Kin, Warriors of Ulric, Teutogen Guard, Knights of the White Wolf, Knights Panther und das Celestial Hurricanum. Ar-Ulric Emil Valgeir tritt als legendärer Held auf.
Damit hat Middenland endlich ausreichend Personal, um dem Weltuntergang wenigstens ordentlich gekleidet entgegenzureiten.
☣️ Die Glottkin eröffnen Gartenbaubetrieb Nurgle
Die Glottkin vertreten derweil jene Interpretation von Landschaftspflege, bei der nachher alles Blasen wirft.
Die drei Brüder Otto, Ethrac und Ghurk funktionieren gemeinsam als ein gewaltiger legendärer Lord und sammeln Gifts of Nurgle. Eroberte Siedlungen können in Gardens of Corruption verwandelt werden, die wiederum Seuchen erzeugen und den Zugriff auf zusätzliche dämonische Nurgle-Einheiten verbessern.
Dazu kommen gleich vier legendäre Helden: Gutrot Spume, Morbidex Twiceborn, Bloab Rotspawned und Orghotts Daemonspew. Unter den neuen Einheiten finden sich Putrid Blightkings, Flayerkin, Basilisk, Giant Spined Chaos Beast und Chaos Siege Giant.
Insgesamt wird man also sagen dürfen: Die Endzeit besitzt inzwischen genügend Personal.
🧛 Neferata kommt kostenlos – und die Vampire werden umgebaut
Während das DLC die vier kostenpflichtigen Kampagnen liefert, bekommt Warhammer III zeitgleich ein ausgesprochen dickes kostenloses Update.
An dessen Spitze steht Neferata, die als kostenloser legendärer Lord ins Spiel kommt. Gleichzeitig werden die Vampire Counts umfassend überarbeitet, und auch Archaon the Everchosen erhält neue beziehungsweise erweiterte Kampagnenmechaniken.
Dazu kommen die neuen Endgame-Szenarien Chaos Invasion, Vermintide und Nagash Rises. Selbst Spieler, die keinen der neuen Lords anfassen, können sich damit ihre bestehende Kampagne von den End Times ruinieren lassen. Zusätzlich überarbeitet Creative Assembly die Siegbedingungen sämtlicher älterer legendärer Lords.
Der Weltuntergang wird also erfreulich inklusiv verteilt.
🌍 Immortal Empires wird plötzlich zum Einstiegsspiel
Fast unterzugehen droht dabei eine Änderung, die langfristig sogar wichtiger werden könnte als irgendein neuer Riesenuntoter.
Bisher war Immortal Empires eng mit dem Besitz der Warhammer-Spiele verbunden. Mit Lords of the End Times geht Creative Assembly erstmals einen anderen Weg. Wer Nagash, Thanquol, Boris Todbringer oder die Glottkin einzeln kauft, erhält damit Zugriff auf Immortal Empires. Der Besitz von Total War: Warhammer III ist laut den offiziellen Produktseiten ausdrücklich nicht erforderlich. Dasselbe gilt beim Kauf des Gesamtpakets.
Ein einzelner Lord kostet aktuell 8,99 Euro. Wer alle vier möchte, bezahlt für das Bundle dank 15 Prozent Preisnachlass 30,56 Euro statt 35,96 Euro.
Das ist ein ziemlich eleganter Weg, das inzwischen gigantische Immortal Empires neuen Spielern zugänglich zu machen. Statt erst drei Grundspiele und diverse Stammbäume der DLC-Geschichte verstehen zu müssen, kann jemand theoretisch sagen: „Ich möchte den großen toten Mann mit der lustigen Krone“ – und schon steht die Weltkarte offen.
🔥 Die End Times beginnen am 24. September
Lords of the End Times erscheint am 24. September 2026. Creative Assembly kündigt bereits weitere Detailvorstellungen zu den einzelnen Lords und zum kostenlosen Update bis zum Release an. Und trotz des recht endgültig klingenden Namens betonen die Entwickler ausdrücklich, dass die Reise von Total War: Warhammer damit noch nicht vorbei ist.
Was vermutlich beruhigend gemeint ist.
Denn wenn Nagash, Thanquol, die Glottkin, Archaon, Neferata und mehrere neue Weltuntergangsszenarien gleichzeitig auftauchen, sieht eine laufende Immortal-Empires-Kampagne am 24. September vermutlich aus wie jemand, der während einer Hausrenovierung versehentlich die Apokalypse bestellt hat.
Immerhin kostenlos geliefert. Der Weltuntergang selbst kostet extra.








