Juliet Starling sägt sich ins Kino: Lollipop Chainsaw bekommt ein blutiges Prequel

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Juliet braucht jetzt mal ein breiteres Bild

📰 Was ist los?
Lollipop Chainsaw bekommt einen Live-Action-Film. Das R-Rated-Prequel spielt vor dem Originalspiel und bringt Juliet Starling erneut gegen Zombies in Stellung.

🐛 Was denken wir?
Der Film muss eigentlich nur einen Punkt verstehen: Diese Marke lebt vom vollkommen überzogenen Ton. Wenn Kettensäge, schwarzer Humor und Zombiechaos anfangen, vernünftig auszusehen, ist etwas mächtig schiefgelaufen.

Juliet Starling hat Zombies bereits mit einer Kettensäge, Cheerleader-Moves und bemerkenswert wenig Interesse an zurückhaltender Gewalt zerlegt. Jetzt darf sie das Ganze noch einmal für die große Leinwand vorbereiten.

Eine blonde Cheerleaderin in pink-weißer Kleidung steht mit einer Kettensäge vor einer amerikanischen Highschool, während mehrere Zombies über den Schulhof auf sie zukommen.
Kettensäge, Cheerleader-Ästhetik und Zombiechaos: Unser Beitragsbild greift die überdrehte Horror-Comedy-Richtung der geplanten Verfilmung auf.
© Fantasykosmos / eigene KI-Illustration / manuell nachbearbeitet

Dragami Games hat offiziell bestätigt, dass sich eine Live-Action-Verfilmung von Lollipop Chainsaw in Entwicklung befindet. Der Film wird als R-Rated Action-Komödie angelegt und erzählt eine Vorgeschichte zum Kultspiel von 2012. Im Mittelpunkt steht erneut Juliet Starling.

Damit wächst die Marke innerhalb weniger Tage gleich in mehrere Richtungen. Erst wurde Lollipop Chainsaw 2: Back2Back für 2027 angekündigt, gleichzeitig befindet sich bereits eine Animationsserie in Entwicklung – und nun kommt noch ein Kinofilm hinzu. Dragami baut aus einem lange schlummernden Kultspiel damit ziemlich offensiv ein Multiformat-Franchise.

🍭 Vor dem ersten großen Zombie-Massaker

Der Film soll vor den Ereignissen des ursprünglichen Spiels spielen. Juliet bleibt trotzdem die Hauptfigur und wird bereits als Mitglied einer Familie professioneller Zombiejäger beschrieben.

Die bislang bekannte Grundidee hält sich eng an das, was Lollipop Chainsaw überhaupt erst so unverwechselbar gemacht hat: Teenageralltag, Cheerleading, Zombies, Blut und eine Kettensäge, die ungefähr genauso dezent eingesetzt wird wie ein Presslufthammer bei einer Bibliotheksführung.

Laut den bisher veröffentlichten Angaben gerät Juliet erneut in einen Zombie-Ausbruch und muss Freunde, Familie und ihren Freund Nick schützen. Wie weit sich dieser konkrete Konflikt zeitlich vom Original entfernt und welche Teile von Juliets Vorgeschichte tatsächlich neu erzählt werden, ist noch offen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🩸 Das R-Rating gehört ausdrücklich zum Konzept

Entscheidend ist, dass die Produzenten den Stoff nicht weichzeichnen wollen. Der Film wird von Beginn an als R-Rated Action-Comedy entwickelt.

Das ist bei Lollipop Chainsaw beinahe Voraussetzung. Das Original lebte von einer Mischung aus grotesker Gewalt, bewusst albernem Humor, Zombiehorror und einer Ästhetik, bei der Regenbogen, Körperteile und Cheerleader-Pompons gelegentlich im selben Bild auftauchen konnten.

Produzent Robert Franke spricht davon, die ursprüngliche Haltung, Respektlosigkeit und den bewussten Exzess bewahren zu wollen. Genau daran wird sich der Film letztlich messen lassen müssen. Ein sauber poliertes PG-Abenteuer würde aus dieser Marke ungefähr so viel Charakter herauswaschen wie eine jugendfreie Version von Troma.

🎬 James Gunn gehört zur Vergangenheit des Spiels

Der Name James Gunn wird zwangsläufig fallen, weil er am Originalspiel mitschrieb und dessen Ton maßgeblich mitprägte. Gemeinsam mit Goichi Suda entstand damals jene Mischung aus Zombiehorror, popkultureller Albernheit und bewusst pubertärer Übertreibung, die Lollipop Chainsaw bis heute von vielen anderen Zombie-Spielen unterscheidet.

Am neuen Film ist Gunn nach aktuellem Stand allerdings nicht beteiligt. Das gilt ebenso für die angekündigte Animationsserie. Schon beim Remaster Lollipop Chainsaw RePOP hatte Gunn klargestellt, dass er mit dem neuen Projekt nichts zu tun habe.

Das ist eine wichtige Trennlinie. Der Film basiert auf einem Stoff, dessen ursprüngliche Identität Gunn mitentwickelt hat. Die neue kreative Umsetzung liegt aber bei einem anderen Team.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🌍 Fünf Produktionsfirmen bauen das Projekt gemeinsam auf

Hinter dem Film steht ein ungewöhnlich internationales Produzententeam. Beteiligt sind Nada Holdings, Orange Chariot, Throne, Ambitious Entertainment und Non Stop TV.

Zu den genannten Produzenten gehören Joe Teng, Robert Franke, Takafumi Yuki, Kirk Shaw und Patricio Rabuffetti. Ein großes Studio oder Distributor wurde bislang nicht bekanntgegeben.

Das erklärt auch, warum das Projekt trotz offizieller Ankündigung noch in einem frühen Stadium steckt. Regisseur, Drehbuchautor, Cast und Produktionsbeginn fehlen ebenso wie ein Kinotermin.

Wir wissen also bereits ziemlich genau, welchen Ton der Film haben soll. Wer Juliet spielen wird und wer am Ende tatsächlich die Kettensäge anschmeißt, bleibt offen.

🧟 Aus dem Kultspiel wird plötzlich ein Franchise

Die Filmankündigung kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Dragami hat erst wenige Tage zuvor Lollipop Chainsaw 2: Back2Back angekündigt, einen vollständigen neuen Serienteil für 2027. Juliet kehrt darin in eine neu aufgebaute Version von San Romero zurück, die inzwischen zur Filmmetropole Jaredwood geworden ist.

Parallel entsteht eine Animationsserie. Jetzt folgt die Live-Action-Produktion. Damit ist ziemlich klar, was Dragami vorhat: Lollipop Chainsaw soll nicht länger nur das seltsame Zombie-Spiel von 2012 sein, das irgendwann ein Remaster bekam. Die Marke wird neu aufgebaut und gleichzeitig auf Games, Animation und Kino verteilt.

Das kann spektakulär funktionieren oder sehr schnell in einem Berg aus Kunstblut, Markenstrategie und pinkfarbenen Kettensägen enden.

Wobei letzteres bei Lollipop Chainsaw vermutlich sogar ziemlich markentreu wäre.

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