LINX – Annihilation (Review)

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⚡ LINX – Annihilation: Montreal schickt uns tanzend in den Untergang

Manchmal stolpert man über ein Album, das klingt, als hätte jemand in einem brennenden Serverraum eine Tanzfläche eröffnet. Annihilation, das Debüt von LINX, tut genau das. Montreal liefert keine Romantik, sondern Strom. Zwischen Neon, Bass und schwarzem Rauch explodiert ein Sound, der Industrial, Metal und Trance verkuppelt und dabei trotzdem poetisch bleibt.

Hier war es tatsächlich so, dass dieses Debütalbum uns kalt erwischt hat. Wir wollten nur kurz reinhören und standen dann drei Songs später da wie Ermittler in einem nächtlichen Neonkorridor: überall Spuren, überall Geräusche, überall Stimmung. Echt jetzt? Industrial Drama mit Gefühl? Wir prüfen die Beweise.

🎧 Was erwartet dich?

  • Genres: Industrial Rock, Alternative Metal, Synth Noir
  • Vergleichbar mit: Mit Nine Inch Nails im Neon-Kino, Chelsea Wolfe im Düster-Club, How To Destroy Angels mit Groove
  • Klangfarbe: Dunkle Elektronik, schwere Drums, verzerrte Gitarren wie Blitzschatten, Stimmen zwischen Flüstern und Bannruf

Highlights:

  • The Prey → The Hunter – Doppelschlag zu Beginn: erst elektronische Spannung, dann Gitarren wie Brecheisen. Zenab Jabers Stimme schneidet durch den Raum, als wolle sie die Luft selbst zersägen.
  • Crystal Jellyfish – Schwebend, gläsern, hypnotisch, eine Unterwasserhalluzination mit kaltem Groove.
  • Periodic Dance – Dub-Beats und Synth-Chöre treffen sich in einem Cyber-Ritual. Tanzbar, aber gefährlich.
  • Fox N’ Crow – Melodie mit Krallen. Klingt, als würde Depeche Mode plötzlich lernen, wie man Angst erzeugt.
  • 11.13 – Finale als schleichendes Klanggemälde. Kein Song, sondern Abspann. Ein letzter, stiller Zusammenbruch.

🏰 Besondere Momente

  • Them flüstert in Zungen, als würde jemand im Traum den Code der Welt erklären.
  • Love Virus verwandelt Liebeskummer in algorithmische Wut, romantisch nur, wenn man etwas für Elektronen fühlt.
  • Dead und Lost in Between zeigen die Band auf Messers Schneide zwischen Clubbeat und Endzeitgefühl.
  • Der Sound bleibt trotz Synth-Gewitter organisch: Nichts wirkt generisch, alles hat Charakter.

🪓 Fazit:

Montreal, ein Kellerstudio, zwei Musiker und viel Ehrgeiz: LINX sind Zenab Jaber und Frédéric Gauthier, sie die Stimme zwischen Flamme und Frost, er der Architekt mit Drums, Synths und reichlich Kabelsalat. Annihilation ist ihr Debüt und es klingt, als hätte jemand Trent Reznor in eine nordische Lichtinstallation gesperrt. Kein Zufall, dass die Platte sich anhört wie eine Nacht ohne Zeitgefühl: Jedes Stück hat das Ziel, etwas zu zerstören oder zumindest zu zerkratzen, notfalls den eigenen Stil.

Annihilation ist kein gewöhnliches Debüt, es ist eine Drohung. Industrial, der tanzen kann, Metal, der denkt, Elektronik, die fühlt. Selten trifft so viel Energie auf so wenig Kompromiss. Nicht perfekt, aber elektrisierend ehrlich. Wer sich darauf einlässt, hört kein Hintergrundrauschen, sondern eine Einladung zur Selbstzerstörung mit Groove. Resultat unserer nächtlichen Ermittlungsarbeit: Ein absolut großartiges Album.

Albumcover LINX – Annihilation: stilisierter schwarzer Totenkopf aus vertikal verlaufenden Linien und digitalen Glitch-Streifen auf weißem Hintergrund
Künstler:LINX
Albumtitel:Annihilation
Erscheinungsdatum:10. Oktober 2025
Genre:Industrial Rock / Alternative Metal
Label:Metalville
Spielzeit:ca. 50 Minuten

The Prey
The Hunter
Crystal Jellyfish
Lost in Between
Li3
Periodic Dance
Fox N’ Crow
Dream Watcher
Dead
One Step
Love Virus
Them
11.13

🎬 Offizielles Video

Offizielles Musikvideo zu „One Step“ – visuell eindringlich, zwischen Neon, Nebel und Selbstzerstörung. Aus dem Debütalbum Annihilation des Industrial-Rock-Duos LINX. Bereitgestellt vom offiziellen LINX YouTube-Channel:

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