Goblin oder Schmuggler? Lil’ Guardsman öffnet seine Grenzkontrolle auf Android

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Eine Zwölfjährige entscheidet über die Reichssicherheit

📰 Was ist los?
Lil’ Guardsman ist für Android erschienen. Als junge Torwächterin kontrolliert Lil mehr als 100 Menschen, Elfen, Goblins und andere Fantasywesen. Eine iOS-Fassung wurde bislang nicht angekündigt.

🐛 Was denken wir?
Das Spiel nutzt seinen Fantasyrahmen hervorragend für kleine Rätsel, absurde Figuren und Entscheidungen mit erstaunlich großen Folgen. Der Android-Port passt gut zum episodischen Aufbau – solange die Touchsteuerung nicht selbst zum strengsten Wächter vor dem Stadttor wird.

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🛂 Goblin oder Schmuggler? Lil’ Guardsman öffnet seine Grenzkontrolle auf Android

Zwölfjährige sollten sich normalerweise mit Schule, Freunden und der möglichst unauffälligen Beschaffung zusätzlicher Süßigkeiten beschäftigen. Lil bekommt stattdessen einen Kontrollposten, fünf fragwürdige Prüfgeräte und die Verantwortung für die politische Zukunft eines kompletten Fantasyreichs.

Die junge Torwächterin Lil sitzt in ihrem Wachhäuschen vor einer farbenfrohen Fantasy-Stadt und kontrolliert einen ungewöhnlichen Besucher am Stadttor.
Lil entscheidet jetzt auch auf Android, welche Elfen, Goblins und sonstigen Verdachtsfälle durch das Stadttor dürfen.
© Hilltop Studios / Plug In Digital / tinyBuild

Lil’ Guardsman ist jetzt für Android erhältlich. Die neue Mobile-Fassung bringt das 2024 veröffentlichte Fantasy-Adventure von Hilltop Studios auf Smartphones und Tablets. Herausgeber des Ports ist Plug In Digital. Eine Version für iPhone und iPad wurde bislang nicht angekündigt. Die Veröffentlichung betrifft derzeit ausschließlich Android und wird als reguläres Premiumspiel verkauft.

🧝 Mehr als 100 Wesen wollen durch das Tor

Lil vertritt ihren Vater am Wachhäuschen vor den Toren des Stadtstaates Sprawl. Dort muss sie entscheiden, welche Besucher passieren dürfen und wer besser draußen, im Gefängnis oder möglichst weit entfernt von empfindlichen Gebäuden bleibt. Mehr als 100 vollständig vertonte Figuren treten zur Kontrolle an. Darunter befinden sich Menschen, Elfen, Goblins, Zyklopen und weitere Wesen, deren Angaben nicht immer ganz mit Gepäck, Kleidung oder offensichtlicher Mordabsicht übereinstimmen.

Jeder Besucher kann befragt, beobachtet und mithilfe verschiedener Werkzeuge untersucht werden. Lil entscheidet anschließend, ob die Person eintreten darf, abgewiesen oder festgenommen wird. Die wichtigste Qualifikation für den Posten lautet damit offenbar nicht Berufserfahrung, sondern die Fähigkeit, einem Goblin lange genug ins Gesicht zu sehen, bis er seinen geschmuggelten Gegenstand freiwillig erwähnt.

🎬 Elfen, Goblins und eine sehr junge Grenzbeamtin

Das Mobile-Gameplay zu Lil’ Guardsman zeigt Verhöre, magische Prüfgeräte und Besucher, deren Geschichten ungefähr so glaubwürdig wirken wie ein Goblin mit drei Koffern und völlig leerem Zollformular.

🔍 Magische Geräte finden Lügen und Schmuggelware

Lil verfügt über mehrere Untersuchungswerkzeuge. Sie können Aussagen überprüfen, verborgene Gegenstände entdecken oder verdächtige Besucher auf andere Weise aus der Fassung bringen. Für jede Kontrolle stehen nur begrenzte Aktionen zur Verfügung. Spieler müssen deshalb entscheiden, welche Fragen sie stellen und welches Gerät den größten Erkenntnisgewinn verspricht.

Verdientes Gold lässt sich in Verbesserungen der Werkzeuge investieren. Dadurch erhalten sie mehr Ladungen oder werden zuverlässiger. Das macht aus der Grenzkontrolle zunehmend eine Mischung aus Verhör, Rätsel und magisch leicht überrüsteter Zollstelle.

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⏱️ Die Zeitmaschine korrigiert besonders schlechte Amtshandlungen

Mit dem Chronometer3000 kann Lil eine misslungene Kontrolle zurückdrehen und ihre Entscheidung erneut treffen. Das ist hilfreich, wenn ein vermeintlich harmloser Besucher kurz nach dem Einlass eine politische Krise auslöst oder sich herausstellt, dass der höfliche Elf doch mehrere verbotene Gegenstände unter seinem Mantel versteckt hatte.

Die Möglichkeit bleibt allerdings begrenzt. Lil kann nicht jede Entscheidung beliebig oft korrigieren und muss mit den Folgen zahlreicher Urteile weiterleben. Damit besitzt Sprawl vermutlich die einzige Grenzbehörde der Welt, deren Beschwerdeverfahren aus einer tatsächlichen Zeitmaschine besteht.

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👑 Hochzeiten, Bündnisse und eine mögliche Belagerung

Die Entscheidungen am Tor verändern nicht nur einzelne Dialoge. Sie beeinflussen internationale Beziehungen, eine bevorstehende königliche Hochzeit und den späteren Ausgang einer Belagerung. Wer passieren darf, kann zu einem Verbündeten, Problem oder unmittelbaren Sicherheitsrisiko werden. Zugleich trifft Lil außerhalb ihrer Schichten Bewohner der Stadt und erlebt, welche Folgen ihre Entscheidungen ausgelöst haben.

Die Grenzbude wird dadurch zum politischen Zentrum der Geschichte. Eine falsch beantwortete Frage kann langfristig mehr Schaden verursachen als ein ganzes Regiment schlecht ausgebildeter Ritter.

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📱 Der Port bleibt vorerst Android vorbehalten

Lil’ Guardsman erschien ursprünglich am 23. Januar 2024 für PC, PlayStation, Xbox und Nintendo Switch. Die neue Fassung überträgt Bedienung und Dialogentscheidungen nun auf Android-Geräte. Eine App-Store-Seite für iOS existiert derzeit nicht. Entsprechend sollte die Veröffentlichung nicht allgemein als Smartphone-Start bezeichnet werden.

Die Android-Fassung ist außerdem kein kostenloses Spiel mit späteren Käufen, sondern eine kostenpflichtige Premiumveröffentlichung. Wer den Posten übernimmt, bezahlt also einmal, die anschließenden diplomatischen Katastrophen sind im Kaufpreis enthalten.

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