Leviathan: 38 Schüler, 41 Stunden Sauerstoff und nur ein Überlebender
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🚀 Klassenfahrt mit Todesquote
📰 Was ist los?
Tohos Realverfilmung von Leviathan hat neue Szenenbilder erhalten und wird international angeboten. Der Sci-Fi-Thriller schickt 38 Schüler auf einem havarierten Raumschiff in einen tödlichen Überlebenskampf. Japanischer Kinostart ist der 11. Februar 2027.
🐛 Was denken wir?
Eine bedrückende Manga-Vorlage mit einer starken, beinahe unerträglichen Ausgangslage. Besonders interessant ist, wie der Film das Misstrauen zwischen den Schülern inszeniert. Pedro hat sich nach den Reisekosten erkundigt. Offenbar ist die einfache Fahrt bereits inklusive.
Die Klassenfahrt ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen. Das Raumschiff treibt manövrierunfähig durchs All, der Sauerstoff wird knapp und die Aussicht auf Rettung ist praktisch nicht vorhanden. Doch die schlimmste Nachricht kommt erst noch: Von 38 Schülern kann offenbar nur einer überleben. Mit Leviathan verfilmt das japanische Studio Toho den düsteren Science-Fiction-Manga von Shiro Kuroi. Jetzt wurden neue Szenenbilder vorgestellt, während der internationale Verkauf des Films beginnt. Der japanische Kinostart ist für den 11. Februar 2027 angesetzt.

🩸 Wenn die Mitschüler gefährlicher werden als das Weltall
Wir schreiben das Jahr 2127. Nach einem katastrophalen Unfall treibt ein Raumschiff hilflos durch die Dunkelheit. An Bord befinden sich 38 Schüler, deren ursprüngliche Reise ein tödliches Ende zu nehmen droht.
Noch 41 Stunden, dann ist der Sauerstoff aufgebraucht. Das verbliebene Lebenserhaltungssystem bietet allerdings nur einem Menschen eine Überlebenschance.
Was zunächst nach einer gemeinsamen Katastrophe aussieht, verwandelt sich in einen erbarmungslosen Konkurrenzkampf. Die Schüler müssen entscheiden, wem sie vertrauen können, wen sie zurücklassen und wie weit sie für das eigene Überleben gehen würden.
Die eigentliche Bedrohung ist nicht länger das beschädigte Raumschiff. Es sind die Menschen darin.
Und auf einmal erhält der Begriff Klassenkameradschaft eine ausgesprochen unangenehme Bedeutung.
Leviathan – offizieller japanischer Kinotrailer von Toho.
👁️ Ein tödliches Spiel zwischen Angst und Verrat
Im Mittelpunkt stehen Kazuma Ichinose, gespielt von Shunsuke Michieda, und Futaba Nikaido, dargestellt von Natsuki Deguchi. Die beiden versuchen, in der zunehmend chaotischen Situation ihren eigenen Weg durch das tödliche Überlebensspiel zu finden.
Die jetzt veröffentlichten Szenenbilder zeigen, wie schnell sich die Stimmung an Bord verändert: Kazuma richtet verzweifelt eine Waffe auf einen Gegner, Futaba erscheint mit Blutspuren auf Gesicht und Kleidung, und zwischen den Überlebenden wächst das Misstrauen.
Regie führen Michihito Fujii und Ryohei Shingu. Fujii war zuletzt unter anderem an der Netflix-Serie Last Samurai Standing beteiligt. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Izumi Takahashi.
Die Produktion setzt auf umfangreiche visuelle Effekte, um das beschädigte Raumschiff und die lebensfeindliche Umgebung glaubwürdig darzustellen.
📚 Der Manga kam zuerst aus Frankreich
Die Vorlage besitzt eine ungewöhnliche Veröffentlichungsgeschichte. Leviathan stammt vom japanischen Zeichner Shiro Kuroi, wurde aber zunächst vom französischen Verlag Ki-oon veröffentlicht. Erst anschließend erschien der Manga auch in Japan.
Die abgeschlossene Geschichte umfasst drei Bände und verbindet Science-Fiction mit psychologischem Horror. Ausgangspunkt ist ein verlassenes Raumschiff, auf dem sich Hinweise auf eine längst vergangene Katastrophe finden. Stück für Stück wird deutlich, was damals mit den Menschen an Bord geschah.
Statt gigantischer Weltraumschlachten erzählt Kuroi vom Zusammenbruch menschlicher Regeln unter extremem Überlebensdruck.
Gerade die klaustrophobische Atmosphäre und die moralischen Entscheidungen der Figuren machen den Stoff für eine Realverfilmung interessant.
Übrigens: Der Manga ist bereits vollständig auf Deutsch erschienen. Carlsen veröffentlichte die drei Bände zwischen Juni 2024 und Februar 2025.
🎬 Toho bringt Leviathan ins internationale Geschäft
Die Verfilmung wurde bereits im August 2026 offiziell angekündigt. Neu ist jetzt die internationale Vermarktung. Der französische Filmvertrieb Goodfellas hat erste Filmaufnahmen für internationale Geschäftspartner vorgestellt und übernimmt den Verkauf der Auslandsrechte außerhalb Asiens.
Beim bevorstehenden American Film Market soll zusätzlich eine Präsentation mit bewegtem Bildmaterial gezeigt werden. Der Film befindet sich derzeit in der Postproduktion. Für Japan steht der 11. Februar 2027 als Kinostart fest.
Ob und wann Leviathan in Deutschland erscheint, ist noch offen. Auch ein deutscher Verleih oder Streaminganbieter wurde bislang nicht genannt.
🌌 Kein Sauerstoff für gute Vorsätze
Die Grundidee von Leviathan ist ebenso simpel wie grausam. 38 Menschen stehen vor der Gewissheit, dass kaum einer von ihnen überleben wird. Jeder Versuch, gemeinsam eine Lösung zu finden, wird von der Angst untergraben, am Ende selbst zurückgelassen zu werden.
Das ist Science-Fiction als moralischer Belastungstest. Nicht die Technik steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie lange Mitgefühl und Zusammenhalt bestehen bleiben, wenn das Überleben zum Nullsummenspiel wird. Ob Toho die psychologische Härte der Vorlage überzeugend auf die Leinwand überträgt, bleibt abzuwarten.
Eines steht allerdings schon fest: Diese Klassenfahrt dürfte niemandem in besonders schöner Erinnerung bleiben.
Und wer im Jahr 2127 eine Reise durchs All plant, sollte vorher vielleicht doch einen Blick auf die Zahl der Rettungskapseln werfen.





