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Ich Halb-Chef, ihr nix: Sanderson zum Apple TV Deal
📰 Was ist los?
In einem neuen YouTube-Video kommentiert Brandon Sanderson selbst seinen Cosmere-Deal mit Apple TV+. Er erzählt, wie er im Mai alle großen Studios abgeklappert hat, dass „praktisch alle“ auf Mistborn und Stormlight geboten hätten, und warum er Apple wegen „Vibe“ und Partnerschaft ausgewählt hat. Wichtigster Punkt: Apple räumt ihm ungewöhnlich viel kreative Macht ein, vom Drehbuch über Showrunning bis zum Casting-Veto. Gleichzeitig gesteht er, dass diese Arbeit seine Romanveröffentlichungen verlangsamen wird, weil Film und Serie nun seine Vollzeitbeschäftigung sind.
🐛 Was denken wir?
Aus Sandersons Mund klingt das alles wie die lang ersehnte gerechte Welt, in der der Autor endlich nicht mehr von Hollywood missverstanden, sondern hofiert wird. Realistisch heißt es: Ein Multimilliarden-Konzern hat sich einen extrem produktiven Fantasy-Markenlieferanten gekauft – nur dass dieser Lieferant jetzt selbst stolz erklärt, wie viele Schalter er im Maschinenraum bedienen darf. Für Cosmere-Fans ist das Traum und Risiko zugleich: Wenn alles aufgeht, gibt’s die wohl kohärenteste Mega-Adaption seit langem. Wenn nicht, schauen wir irgendwann einer Serie zu, die aussieht wie ein sehr teures „Autor kontrolliert alles“-Fanfiction-Projekt, während die nächsten Bände auf unbestimmte Zeit im „Kommt, wenn’s fertig ist“-Status stecken.
🍎 „Let’s talk Hollywood“ – wie Brandon Sanderson seinen Apple-Deal verkauft
Brandon Sanderson hat sich in einem neuen YouTube-Video ausführlich dazu geäußert, warum sein Cosmere-Deal bei Apple TV+ gelandet ist und vor allem, unter welchen Bedingungen. Das Ganze liest sich wie eine Mischung aus Statusmeldung, Selbstvermarktung und unterschwelligem Triumphgeheul.
🎙️ Sanderson über den Deal: „Ich wollte einen Partner, keinen Käufer“
Gleich zu Beginn seines Videos sagt Sanderson: „Let’s talk Hollywood.“ Dann bestätigt er, was letzte Woche durchsickert ist, nämlich dass Apple sich Mistborn, Stormlight und „das Cosmere im Allgemeinen“ geschnappt hat. Wichtig ist ihm dabei vor allem ein Punkt:
Er habe „einen Partner“ gesucht, „nicht jemanden, dem ich Dinge einfach nur verkaufe“.
Er erzählt, wie er im Mai „zu allen großen Streamern und Studios“ geflogen ist, Pitches bei den Studio-Bossen gemacht hat und dass im Grunde „alle“ auf Mistborn und Stormlight geboten hätten. Am Ende habe er Apple gewählt, laut eigener Aussage wegen des „Vibes“ in den Meetings und der Art, wie Apple TV+ seine Inhalte „sehr sorgfältig“ ausrolle.
Zwischen den Zeilen: Der Mann weiß sehr genau, dass er mittlerweile nicht mehr der Bittsteller ist, sondern der Typ, zu dem Hollywood anreist, wenn es ein neues Fantasy-Universum zum Franchise-Aufbau braucht.
🧩 Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle – und noch ein bisschen Kontrolle
Der Kern seiner Selbstdarstellung ist aber der Machtblock, den er bei Apple verhandelt hat:
- Sanderson wird Mistborn selbst schreiben,
- Stormlight mit-showrunnen,
- als Produzent & Berater auftreten
- und hat laut Bleeding Cool Casting Approval, also ein Vetorecht bei den zentralen Rollen.
Der Artikel betont, dass das mehr Kontrolle ist, als etwa George R. R. Martin oder J. K. Rowling in ihren jeweiligen Deals hatten. Sanderson selbst formuliert es etwas weicher: Es gehe „weniger um Kontrolle als um Partnerschaft“, aber faktisch ist das natürlich Kontrolle durch die Hintertür, nur eben mit freundlichem Lächeln.
Sein Subtext: Ich bin nicht nur Lieferant von Buchvorlagen, ich bin Co-Architekt des Ganzen.
🎙️ Sanderson über den Apple-TV-Deal
Screen Rights and Apple TV+ – Weekly Update
Brandon Sanderson erklärt in seinem eigenen Video den Cosmere-Deal mit Apple, Mistborn-Film und Stormlight-Serie.
⏰ „Das wird meine Vollzeitbeschäftigung sein“ – und was das für die Bücher heißt
Im Video räumt er ein, dass das neue Cosmere-Großprojekt seine Romanplanung spürbar beeinflussen wird.
- Er sagt offen, dass Screenwriting und Serienarbeit seine Vollzeitaufgabe sein werden.
- Entsprechend könnten sich Romanprojekte verschieben oder strecken, weil Film und Serie Priorität haben.
Konkrete Titel oder Daten nennt er im Bleeding-Cool-Recap zwar nicht, aber es ist klar: Wer bisher darauf vertraut hat, dass Sanderson schneller schreibt, als andere lesen können, muss sich auf normalsterbliche Zyklen einstellen. Das muss ja nun auch keine schlechte Aussicht sein.



