Erst schemenhaft, dann tödlich: Die Legion of the Damned materialisiert sich wieder auf Armageddon
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Space Marines mit Anwesenheitsproblemen
📰 Was ist los?
Die Legion of the Damned kehrt in Kill Team: Armageddon mit neuen Modellen zurück. Ihre geisterhaften Marines müssen im Verlauf einer Partie erst ihre Verbindung zur materiellen Welt stabilisieren, bevor sie ihre volle Stärke erreichen.
🐛 Was denken wir?
Das ist genau die Art Regelidee, die zur Fraktion passt. Erst halb da, später brennend und extrem unangenehm – mehr Legion of the Damned geht eigentlich kaum.
Manche Space Marines kommen mit Drop Pods. Andere mit Thunderhawks. Die Legion of the Damned bevorzugt offenbar weiterhin den dramatischeren Weg und taucht einfach dann aus Hexenfeuer auf, wenn ohnehin schon alles schiefgeht.

Games Workshop bringt die geisterhaften Astartes in Kill Team: Armageddon offiziell zurück. Nach Jahren, in denen die Legion vor allem als Legende durch den Hintergrund von Warhammer 40.000 geisterte, bekommt sie nun ein eigenes Kill Team samt neuer Modelle und eigener Spielmechanik.
Gegenüber stehen ihnen neue Ork Nobz, also genau jene Sorte Gegner, bei der ein normaler Tag meist schon mit zu viel Dakka beginnt. Beide Teams treffen auf Armageddon aufeinander, wo bekanntlich ohnehin genügend Probleme für mehrere Galaxien liegen.
👻 Die Legion kämpft diesmal wirklich wie ein Geist
Der spannendste Teil ist nicht einmal die Rückkehr selbst, sondern wie Games Workshop sie regeltechnisch umsetzt. Die Legion beginnt eine Partie schwächer als gewöhnliche Space Marines. Ihre Kämpfer sind langsamer und kämpfen weniger effektiv, weil ihre Verbindung zur materiellen Ebene noch instabil ist. Mit jedem verstreichenden Wendepunkt werden ihre Formen fester, bis aus den flackernden Erscheinungen schließlich ausgesprochen unangenehme, brennende Monster werden.
Das ist eine ungewöhnlich direkte Übersetzung von Lore in Regeln. Die Legion of the Damned war schon immer eine Armee, deren Existenz niemand so recht erklären konnte. Sie erschien, wenn imperiale Truppen kurz vor dem Zusammenbruch standen, veränderte den Verlauf einer Schlacht und verschwand wieder. Jetzt wird genau dieses Motiv zur Mechanik.
🎬 Die Legion of the Damned kehrt zurück
Der offizielle Reveal zu Kill Team: Armageddon zeigt die Legion of the Damned mit neuen Modellen, geisterhaften Flammen und den Ork Nobz als direkte Gegenspieler. Dazu gibt es einen ersten Blick auf die neue Armageddon-Killzone.
🔥 Skelettdetails, Flammen und sehr wenig Interesse an Erklärungen
Die neuen Modelle bleiben dabei der bekannten Bildsprache treu. Schwarze Rüstung, Skelettmotive und Flammen dominieren die Legionäre. Ihre wahre Natur bleibt ausdrücklich ungeklärt – selbst Inquisitoren wissen laut Games Workshop nicht, wem oder was diese Krieger ihre Existenz verdanken.
Das ist wichtig, weil die Legion gerade von dieser Unschärfe lebt. Sie funktioniert besser als Mythos denn als sauber ausbuchstabierte Fraktion mit Personalakte und Dienstplan.
Games Workshop lässt diese Lücke offenbar bewusst offen. Die neuen Modelle beantworten also nicht plötzlich jede alte 40K-Frage. Sie stellen lieber eine neue: Wie unangenehm wird es, wenn ein Space Marine erst halb existiert und danach immer realer wird?
🪓 Die Ork Nobz warten schon
Auf der anderen Seite stehen neue Boss Nobz, die Elite unter den Orks. Die Modelle waren bereits zuvor gezeigt worden, werden aber laut Games Workshop in Kill Team: Armageddon erstmals erhältlich sein.
Sie bringen dicke Panzerplatten und eine Auswahl klassisch vernünftiger Orkwaffen mit: doppelte Kustom Shootas, schwere Nahkampfwaffen und natürlich einen riesigen Skorcha für alle Situationen, in denen einfach schießen noch nicht unnötig genug erscheint.
Damit entsteht ein ziemlich passendes Duell. Auf der einen Seite Geister-Marines, die von Runde zu Runde gefährlicher werden. Auf der anderen Seite Orks, die vermutlich schon beim Aufstellen der Miniaturen versuchen würden, irgendetwas anzuzünden.
🏚️ Armageddon bekommt gleich eine neue Killzone
Die Box bringt außerdem neues Gelände. Enthalten sind unter anderem zwei Bunker mit eigenen Regeln, Ruinen und zerstörte Fahrzeuge. Besonders auffällig sind die Wracks eines Redemptor Dreadnoughts und eines Rogal Dorn.
Das Terrain ist so gestaltet, dass es mit bestehenden Battlezone-Fronteris-Bausätzen zusammenpasst, aber deutlich stärker verwüstet wirkt.
Das passt zu Armageddon. Dieser Planet hat in Warhammer 40.000 ungefähr so viel Gelegenheit zur Stadtplanung wie ein Teller während eines Kneipenkampfs.
⚔️ Nicht nur Kill Team
Interessant ist außerdem, dass Games Workshop bereits ankündigt, die Regeln der Legion nicht auf Kill Team zu beschränken. Näheres zu ihren Regeln für Kill Team und Warhammer 40.000 soll vor der Veröffentlichung folgen.
Damit ist die Rückkehr automatisch größer als eine isolierte Spezialbox. Wer die Legion seit Jahren wieder regulär auf dem Schlachtfeld sehen wollte, bekommt zumindest die klare Ansage, dass Games Workshop auch an ihre Rolle im großen 40K-System denkt.
Einen konkreten Veröffentlichungstermin nennt Games Workshop bislang noch nicht. Aber vielleicht wäre das bei dieser Fraktion ohnehin unpassend. Die Legion of the Damned erscheint schließlich traditionell dann, wenn sie selbst meint, dass es Zeit ist.




