Lair of the Leviathan: Zwei Entwickler bauen riesiges Fantasy-RPG – jetzt steigt Deck13 ein!
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🐉 Zwei Entwickler, eine Welt und ein sehr großes Monster.
📰 Was ist los?
Deck13 Spotlight übernimmt die Veröffentlichung von Lair of the Leviathan, einem klassischen Fantasy-Rollenspiel von Nostalgic Realms und Whiskybarrel Studios. Die beiden Entwickler David Aron und Oliver Joyce können dadurch künftig hauptberuflich an ihrer handgefertigten Pixelwelt arbeiten. Geplant sind freie Erkundung, rundenbasierte Kämpfe und selbst zusammengestellte Heldengruppen. Das Spiel soll 2027 erscheinen.
🐛 Was denken wir?
Das Projekt trifft genau unseren Rollenspielgeschmack. Eine handgebaute Welt ohne Level-Scaling, taktische Kämpfe und eine selbst erschaffene Heldentruppe sind eine herrliche Grundlage. Fast noch schöner finden wir die Geschichte der beiden Entwickler, die über Kontinente hinweg gemeinsam ihr Traumspiel erschaffen. Dass ausgerechnet Deck13 Spotlight diese Idee unterstützt, macht uns ausgesprochen zuversichtlich.
Irgendwo am Rand eines gewaltigen Königreichs hängt ein Anschlagbrett. Darauf steht eine ausgesprochen verlockende Aufgabe: Wer den legendären Leviathan erschlägt, wird von der imperialen Hauptstadt mit Reichtum und Ruhm belohnt. Klingt nach einem klassischen Heldenabenteuer. Allerdings könnte man auch einfach losziehen, irgendeinen vergessenen Dungeon ausräumen, sich in einer Taverne betrinken oder in den Bergen von einem Sturmriesen erschlagen lassen.

Mit Lair of the Leviathan arbeiten zwei Entwickler an einem Fantasy-Rollenspiel, das die Freiheit der großen Genreklassiker zurückbringen möchte. Jetzt hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht: Deck13 Spotlight übernimmt die Veröffentlichung, wodurch die beiden kreativen Köpfe hinter Nostalgic Realms und Whiskeybarrel Studios künftig hauptberuflich an ihrem Abenteuer arbeiten können. Der Release ist für 2027 auf PC und Konsolen geplant.
🌍 Eine gewaltige Fantasywelt, die niemanden an die Hand nimmt
Willkommen in Ormande, einer Fantasywelt voller rivalisierender Herrscher, gefährlicher Grenzregionen und uralter Geheimnisse. Während die imperiale Hauptstadt nach mutigen Abenteurern sucht, kämpfen in den westlichen Gebieten abtrünnige Herzogtümer, Kriegsherren und verschiedene Könige um Macht und Einfluss.
Dazwischen liegen abgelegene Dörfer, vergessene Tempel, geheimnisvolle Höhlen und zahlreiche Dungeons. Reisende können auf Banditen, Monster oder unerwartete Begegnungen stoßen, während sich hinter scheinbar gewöhnlichen Orten umfangreichere Abenteuer verbergen.
Die gesamte Welt wird von Hand gestaltet. Die Entwickler verzichten auf prozedural erzeugte Landschaften und Dungeons, um jedem Schauplatz eine eigene Identität zu geben. Dabei sollen Spieler selbst entscheiden können, welche Gebiete sie zuerst erkunden und welchen Geschichten sie folgen möchten.
Wer unbedingt den Leviathan suchen will, darf sich auf diese Aufgabe konzentrieren. Wer lieber zunächst die nähere Umgebung erforscht, kann sich ebenso gut woanders ins Abenteuer stürzen.
🎬 Lair of the Leviathan – Offizieller Ankündigungstrailer
Zwei Entwickler, eine handgefertigte Fantasywelt und ein legendäres Monster: Der neue Trailer zeigt das klassische Rollenspielabenteuer von Nostalgic Realms und Whiskybarrel Studios.
⚔️ Fünf eigene Helden statt vorgefertigter Gefährten
Ein besonders reizvoller Bestandteil ist die Zusammenstellung der Abenteurergruppe. Spieler können bis zu fünf selbst erschaffene Charaktere gemeinsam auf Reisen schicken, deren Fähigkeiten und Ausrüstung aufeinander abgestimmt werden.
Damit orientiert sich Lair of the Leviathan an traditionellen Gruppenrollenspielen. Statt ausschließlich mit festgelegten Begleitern unterwegs zu sein, gestaltet man seine eigene Heldengemeinschaft und entscheidet, welche Fähigkeiten darin vertreten sein sollen.
Ein kampfstarker Krieger könnte beispielsweise die vorderste Linie halten, während Zauberer und Fernkämpfer aus sicherer Entfernung angreifen. Welche Kombinationen sich als besonders wirkungsvoll erweisen, hängt von der jeweiligen Herausforderung ab.
Interessant ist auch das angekündigte Paperdoll-System. Ausgerüstete Gegenstände erscheinen unmittelbar an den Pixel-Art-Figuren. Hunderte Waffen, Rüstungen und andere Ausrüstungsteile sollen dadurch sichtbar werden und den eigenen Abenteurern einen individuellen Look verleihen. Der Unterschied zwischen einem frisch angeworbenen Helden und einem erfahrenen Veteranen zeigt sich damit auch optisch.
🎲 Rundenkämpfe, Sturmriesen und gefährliche Dungeon-Ratten
Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab und setzen auf taktische Entscheidungen. Positionierung, die geschickte Nutzung von Fähigkeiten und das Verständnis gegnerischer Schwächen sollen darüber entscheiden, ob eine Begegnung erfolgreich endet.
Dabei versprechen die Entwickler eine breite Auswahl an Gegnern. Von gewöhnlichen Ratten in finsteren Verliesen bis zu mächtigen Sturmriesen soll Ormande zahlreiche Kreaturen beherbergen, die jeweils eigene Fähigkeiten und Verhaltensweisen besitzen.
Besonders erfreulich für Freunde klassischer Rollenspiele: Die Gegner passen ihre Stärke nicht automatisch an das Level der Abenteurer an. Wer sich früh in eine besonders gefährliche Region wagt, kann dort auf Feinde treffen, denen seine Truppe hoffnungslos unterlegen ist.
Das macht Fortschritte unmittelbar spürbar. Ein Monster, vor dem man zu Beginn noch fliehen musste, könnte nach vielen überstandenen Abenteuern endlich bezwungen werden.
Die Kämpfe sollen zudem trotz des rundenbasierten Systems zügig ablaufen. Das kleine Entwicklerteam experimentiert dafür mit flexibler Positionierung und einem Regelsystem, das klassische Rollenspieltugenden mit modernen Bedienungsmöglichkeiten verbindet.
🏘️ Eine lebendige Welt mit eigenen Tagesabläufen
Auch außerhalb der Dungeons soll es reichlich zu entdecken geben. Die Bewohner von Ormande verfolgen eigene Tagesabläufe, gehen ihren Berufen nach und verändern ihr Verhalten im Laufe des Tages.
Ein Jäger könnte beispielsweise abends in der Taverne anzutreffen sein, während ein Friedhofswärter nachts seiner Arbeit nachgeht und bei Sonnenaufgang verschwindet. Wetterwechsel und ein vollständiger Tag-Nacht-Rhythmus sollen die Atmosphäre zusätzlich prägen.
Die Geschichte der Welt wird vor allem durch kurze Gespräche, gefundene Schriftrollen und eigene Entdeckungen vermittelt. Lange Dialogpassagen und ausufernde Erklärungen möchten die Entwickler möglichst vermeiden.
Damit verfolgen sie eine nachvollziehbare Idee: Spieler sollen die Geschichte ihrer Umgebung entdecken können, ohne ständig durch umfangreiche Textblöcke vom eigentlichen Abenteuer abgehalten zu werden.
Wer sich für die Hintergründe interessiert, findet zahlreiche Informationen. Wer lieber gleich den nächsten Dungeon betreten möchte, darf das ebenfalls tun.
📜 Ultima, Baldur’s Gate und die Magie alter Rollenspiele
Die Vorbilder sind ausdrücklich Klassiker wie Ultima, Pool of Radiance und die frühen Baldur’s Gate-Spiele. Besonders wichtig ist dabei das Gefühl, eine gefährliche Welt auf eigene Faust erkunden zu dürfen.
Lair of the Leviathan soll möglichst wenig vorschreiben, in welcher Reihenfolge Abenteuer erlebt werden müssen. Abseits der zentralen Geschichte warten Nebenquests, versteckte Orte und Begegnungen, die neugierige Spieler selbst entdecken können.
Dazu passt die Entscheidung gegen automatische Gegneranpassung und künstlich aufgeblähte Landschaften. Eine handgebaute Welt kann ihre Gefahren bewusst platzieren und dadurch vermitteln, dass bestimmte Orte zunächst tatsächlich zu gefährlich sind.
Gerade diese Freiheit, die eigenen Grenzen auszutesten, gehörte zu den großen Stärken früherer Computerrollenspiele. Manchmal fand man einen Schatz. Manchmal eine verschlossene Tür. Und gelegentlich stellte sich heraus, dass hinter der nächsten Ecke ein Monster wohnte, dessen Speiseplan überwiegend aus unerfahrenen Abenteurern bestand.
👨💻 Zwei Entwickler und ein ziemlich großes Abenteuer
Die Entstehungsgeschichte von Lair of the Leviathan ist beinahe ebenso interessant wie das Spiel selbst. Das Projekt begann als persönliche Arbeit von David Aron, der sich intensiv mit Pixelgrafik beschäftigte und seine eigene Fantasywelt erschaffen wollte.
Im Sommer 2024 kam Oliver Joyce hinzu, ein erfahrener Spieleentwickler, der unter anderem für die Swords and Sandals-Reihe bekannt ist. Seither arbeiten die beiden gemeinsam an dem umfangreichen Rollenspiel.
Dabei verteilen sie die Aufgaben entsprechend ihren Stärken. David kümmert sich schwerpunktmäßig um Grafik und Gestaltung, während Oliver vor allem die Programmierung, Spielsysteme und technischen Werkzeuge entwickelt.
Bemerkenswert ist, dass die Zusammenarbeit zunächst über große Entfernung erfolgte. Oliver lebt in Australien, David in Japan. Erst im Herbst 2025 trafen sie sich während einer Japanreise persönlich, obwohl sie bereits seit mehr als einem Jahr gemeinsam an ihrem Spiel arbeiteten.
Jetzt erreicht das Projekt einen entscheidenden Punkt. Mit Deck13 Spotlight, dem Publisher hinter Chained Echoes und Drova: Forsaken Kin, haben die beiden einen Partner gewonnen, der sich bereits mit klassischen und eigenständigen Rollenspielen einen Namen gemacht hat.
Durch die Vereinbarung können sie künftig hauptberuflich an Lair of the Leviathan arbeiten. Für ein Projekt, das über lange Zeit von gerade einmal zwei Menschen entwickelt wurde, ist das ein bemerkenswerter Schritt.
📅 Release 2027 – auch für Konsolen geplant
Lair of the Leviathan soll 2027 für PC und Konsolen erscheinen. Die PC-Version wird über Steam und GOG angeboten. Angekündigt wurden außerdem Fassungen für PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X|S und Nintendo Switch.
Ein konkreter Veröffentlichungstag steht noch aus. Auch eine kostenlose Demo ist bislang nicht mit einem verbindlichen Termin versehen. Der neue Ankündigungstrailer vermittelt jedoch bereits einen schönen Eindruck von der detailreichen Pixelwelt, den klassischen Rollenspielmechaniken und dem besonderen Charme des Projekts.
Natürlich bleibt abzuwarten, ob zwei Entwickler eine derart ambitionierte Fantasywelt tatsächlich mit genügend Geschichten, Dungeons und interessanten Begegnungen füllen können. Die Unterstützung durch Deck13 verbessert dafür zumindest die Rahmenbedingungen erheblich.
Und vielleicht ist genau das die schönste Geschichte hinter diesem Spiel: Zwei Menschen beschließen, das Rollenspiel ihrer Kindheit noch einmal selbst zu erschaffen. Jetzt bekommen sie tatsächlich die Gelegenheit dazu.





