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🩸 Kontaktgebühr im Reich der Heiler: Neue Steuern auf das Leiden
Der Hohe Rat der Goldsäcke (die Menschen nennen sie auch ehrfurchtsvoll Arbeitgeber) hat offensichtlich einen neuen Bannspruch gewebt. Nicht, um Drachen zu besänftigen oder Heiltränke zu brauen, sondern um den Strom der Kranken zu zügeln, die Tag für Tag die Hütten der Heiler bevölkern.
Ihr Vorschlag: die Kontaktgebühr.
Eine kleine Abgabe, jedes Mal fällig, wenn ein Kranker die Schwelle des Heilers übertritt. Kein Zehner pro Quartal wie im vergangenen Zeitalter von 2004 bis 2012, sondern jedes Mal: bei jedem Termin, bei jedem Husten, bei jedem verstauchten Finger.
Der berüchtigte Oberpriester Kampeter säuselte ins Orakel Berlin Playbook: „Mir geht es nicht primär um die Einnahmen, sondern darum, Ärzte-Hopping zu begrenzen.“
So reden Männer, die pralle Goldsäcke zu hüten haben, während das Volk im Wartezimmer die Kupfermünzen zählt.
Na klar, Kampeter: Und Drachen horten ihr Gold nur, um sich in dessen Glanz zu spiegeln.
Die Runen der Vergangenheit erzählen gänzlich anderes: Schon die alte Praxisgebühr war ein Fluch, der Kranke bestrafte und Gesunde verschonte. Sie heilte nichts, außer die Schatzkammern derer, die stets „Stabilität“ predigen und doch nur ihre eigenen Kassen meinen.
Nun also der neue Bannkreis: die Kontaktgebühr.
Ein Zauber, der das Leiden unsichtbar machen soll, indem er die Siechenden von den Marktplätzen verscheucht.
Ein Trugbild der Effizienz, das auf dem Rücken derer tanzt, die nach Heilung flehen.
Und während die Orakel des Bundesrechnungshofes weitere Defizite weissagen und die Titanen der Heilerhütten ächzen, feiert der Zirkel der Goldsäcke sein neuestes Kunststück:
Gesundheit zum Luxus zu machen – und Krankheit zum Vergehen.

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