Von Aliens entführt, auf Steam verschenkt: Knytt Classic ist wieder da
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Entführung kostenlos, Rückflug muss selbst organisiert werden
📰 Was ist los?
Knytt Classic ist zum zwanzigsten Geburtstag überraschend für PC erschienen und dauerhaft kostenlos. Die modernisierte Fassung enthält das Original mit mehr als 1.500 Bildschirmen, drei Bonusmodi, Achievements, Controller-Support und neue Anzeigeoptionen. Steam, GOG, Windows, macOS, Linux und Steam Deck sind dabei.
🐛 Was denken wir?
Genau für solche Dinge lohnt sich ein eigener Gratisradar. Das ist kein kostenloses Wochenende und keine 48-Stunden-Aktion, bei der man am Dienstag feststellt, dass man wieder zu spät war. Hier wurde ein echter Indie-Klassiker sinnvoll modernisiert und anschließend dauerhaft für null Euro ins Netz gestellt. Mehr Nutzwert bekommt eine kleine Meldung kaum hin.
👽 Von Aliens entführt, auf Steam verschenkt: Knytt Classic ist wieder da
Normalerweise bekommt man zum Geburtstag Geschenke. Knytt macht es zu seinem zwanzigsten Jahrestag umgekehrt und verschenkt sich einfach selbst. Bit Kid hat heute überraschend Knytt Classic veröffentlicht, eine modernisierte Fassung des atmosphärischen Indie-Plattformers von Nifflas – und das komplette Spiel kostet dauerhaft keinen Cent. Erhältlich ist es für Windows, macOS und Linux über Steam und GOG, außerdem wird das Steam Deck offiziell unterstützt.

Das Original erschien 2006 als Freeware und machte aus einer denkbar kleinen Ausgangslage eine gewaltige Erkundungsreise. Der friedliche Knytt wird von Außerirdischen zu einer Spritztour durchs Sonnensystem entführt, die ungefähr so zuverlässig endet wie private Raumfahrt in Videospielen gewöhnlich endet: Das Schiff stürzt auf einer fremden Welt ab, seine Teile verteilen sich überall und der unfreiwillige Passagier darf sie anschließend wieder einsammeln.
🌌 Mehr als 1.500 Bildschirme und erfreulich wenig Stress
Knytt lebt dabei bis heute von einer ungewöhnlich ruhigen Spielidee. Die fremde Welt besteht aus mehr als 1.500 einzelnen Bildschirmen, die erkundet werden können. Kämpfe stehen nicht im Mittelpunkt, große Puzzleketten ebenfalls nicht. Stattdessen geht es um Bewegung, Entdeckung, Atmosphäre und darum, immer noch einen Bildschirm weiterzuschauen, weil hinter dem nächsten Übergang wieder etwas völlig anderes warten könnte.
Gerade diese Gelassenheit machte den Titel in der frühen Indie-Szene so besonders. Wo moderne Metroidvanias gern alle zehn Minuten einen Boss, einen Skilltree und drei unterschiedliche Währungen präsentieren, vertraut Knytt darauf, dass eine seltsame Landschaft und die Frage „Was ist da drüben?“ vollkommen genügen.
Zwanzig Jahre später ist diese Idee fast schon wieder radikal.
🎬 Zwanzig Jahre später geht die Alienreise wieder los
Der offizielle Launch-Trailer zu Knytt Classic zeigt die fremde Welt, ihre ruhige Pixelatmosphäre und den kleinen Helden auf der Suche nach seinem abgestürzten Raumschiff. Der Eintritt kostet exakt so viel wie 2006: nichts.
🎮 Drei Bonusmodi machen aus gemütlich auf Wunsch ziemlich gemein
Bit Kid hat die Neuauflage allerdings nicht bei einer technischen Portierung belassen. Neben dem Original sind drei zusätzliche Spielvarianten enthalten. UltraTough ist ein neuer, deutlich anspruchsvollerer Modus von Bit Kid selbst. Dazu kommen Hempulis Knytt XH (Extra Hard) und die neu gemischte Welt von Brutally Unfair Knytt. Wer die entspannte Erkundung also irgendwann für verdächtig friedlich hält, kann sich anschließend freiwillig dafür bestrafen lassen.
Hinzu kommen Achievements, versteckte Extras, vollständige Gamepad-Unterstützung, frei belegbare Tasten und ein optionaler Timer für schnellere Durchläufe. Mehrere Bildformate stehen ebenfalls zur Auswahl, dazu Anzeigeeffekte, die unter anderem alte CRT-Bildschirme oder Handheld-LCDs nachahmen.
Das ist ein ziemlich vernünftiger Umgang mit einem Klassiker. Das Spiel selbst bleibt erhalten, während rundherum genügend moderne Bequemlichkeit eingebaut wurde, damit niemand erst einen Rechner von 2006 aus dem Keller holen muss.
🛸 Die schönste Preisangabe des Tages lautet weiterhin 0 Euro
Besonders angenehm ist, dass Knytt Classic seinem Ursprung treu bleibt. Das Original war Freeware, und auch die Jubiläumsfassung ist vollständig kostenlos. Bei GOG kommt sogar die dort übliche DRM-freie Version hinzu, die ohne dauerhafte Internetverbindung oder verpflichtenden Client gespielt werden kann.
Damit ist der heutige Release mehr als eine nostalgische Neuauflage. Wer Knytt damals verpasst hat, bekommt nun eine technisch angepasste Fassung mit zusätzlichen Inhalten, ohne zunächst entscheiden zu müssen, ob ein zwanzig Jahre alter Indie-Klassiker den Kauf wert ist.
Die Antwort gibt Bit Kid einfach selbst.
Runterladen kostet nichts. Von Aliens entführt werden ist dabei inklusive.




