Gefährten, neue Städte und mehr Abenteuer: Knights of Frontier Valley wächst im zweiten Playtest

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der einsame Ritter bekommt Gesellschaft

📰 Was ist los?
Knights of Frontier Valley startet am 15. September seinen zweiten kostenlosen Steam-Playtest. Version 0.5 bringt Gefährten, Gruppenkämpfe, zwei neue Städte, ein weiteres Storykapitel, zusätzliche Quests und Dungeons sowie zahlreiche neue Aktivitäten und Komfortverbesserungen.

🐛 Was denken wir?
Das wirkt inzwischen eher wie ein großer Entwicklungssprung als wie eine weitere kleine Testfassung. Besonders die Gefährten dürften viel verändern, weil aus einem bislang stark auf den einzelnen Abenteurer zugeschnittenen Rollenspiel plötzlich echte Gruppenabenteuer werden können.

Ein einsamer Abenteurer, eine riesige Wildnis und die begründete Aussicht, dort irgendwann hungrig, verletzt oder sehr weit vom nächsten Gasthaus entfernt zu enden: Knights of Frontier Valley hat bislang viel Wert auf das Leben des Einzelgängers gelegt. Im nächsten Playtest darf dieser Einzelgänger allerdings erstmals Hilfe mitbringen.

Mehrere bewaffnete Abenteurer ziehen gemeinsam durch eine mittelalterliche Stadt in Knights of Frontier Valley, während links Charakter- und Interaktionsfelder eingeblendet sind.
Im zweiten Playtest von Knights of Frontier Valley muss der Abenteurer nicht mehr allein durch die Welt ziehen – Gefährten erweitern Kämpfe und Erkundung deutlich. © Adamant Studios / MicroProse

Am 15. September 2026 startet auf Steam der zweite kostenlose Playtest des Fantasy-Rollenspiels von Adamant Studios und MicroProse. Version 0.5 erweitert das Spiel unter anderem um Gefährten, gruppenbasierte taktische Möglichkeiten, zwei zusätzliche Städte, ein neues Storykapitel, weitere Quests und Dungeons sowie zahlreiche neue Aktivitäten und Komfortfunktionen.

Ursprünglich sollte diese Fassung bereits als öffentliche Demo erscheinen. Entwickler Martin Menzel hat sich gemeinsam mit MicroProse jedoch entschieden, daraus noch einmal einen Playtest zu machen. Die eigentliche Demo soll später folgen, unter anderem mit zusätzlichen Übersetzungen und weiterem Feedback aus dieser Testphase.

⚔️ Aus einem Abenteurer wird plötzlich eine Gruppe

Die größte Änderung betrifft die Gefährten. Bislang wird Knights of Frontier Valley grundsätzlich aus der Perspektive eines einzelnen Charakters gespielt. Version 0.5 erlaubt nun, Söldner anzuheuern oder zeitweise Questfiguren mitzunehmen.

Mehrere Begleiter können gleichzeitig Teil der Gruppe sein. Das verändert vor allem die Kämpfe: Gruppenmitglieder können Gegner von verschiedenen Seiten angreifen, einander unterstützen und Rollen übernehmen, für die der eigene Charakter kaum geeignet ist.

Gerade für Figuren ohne ausgeprägte Kampffähigkeiten dürfte das interessant werden. Wer lieber handelt, erkundet oder einem friedlichen Beruf nachgeht, kann für einen gefährlichen Dungeon künftig jemanden bezahlen, der überzeugender mit einem Schwert argumentiert.

Auch beim Rasten helfen die Begleiter. Sie übernehmen Wachen und reduzieren damit das Risiko, im Schlaf überrascht zu werden. Allerdings brauchen auch Söldner irgendwann Ruhe. Selbst bezahlte Lebensretter besitzen offenbar ein Recht auf Feierabend.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🏰 Zwei Städte öffnen endlich ihre Tore

Version 0.5 erweitert außerdem die Welt. Zwei Städte, die bereits zuvor auf der Karte existierten, können nun tatsächlich betreten und erkundet werden. Dazu gehört Minton, das im neuen Storykapitel eine wichtige Rolle spielt.

Mit den Städten kommen neue NPCs, Gebäude, Quests und weitere Orte hinzu. Auch ein neuer Dungeon-Typ ist bereits integriert. Die zusätzliche Geschichte erlaubt außerdem weiteren Charakterfortschritt über den Stand des ersten Playtests hinaus.

Das passt zum grundlegenden Konzept des Spiels. Knights of Frontier Valley erzeugt große Teile seiner Welt prozedural, während wichtige Städte bewusst von Hand gestaltet werden. Jede soll eine eigene Geschichte, Bevölkerung und Funktion besitzen, anstatt lediglich eine weitere Ansammlung zufällig verteilter Häuser zu sein.

Gerade bei einem Open-World-RPG mit einer Welt, in der man sich tatsächlich verlaufen kann, ist es vermutlich beruhigend zu wissen, dass hinter der nächsten Stadtmauer wenigstens jemand absichtlich wohnt.

⛏️ Bergbau, Musik und Orientierung an den Sternen

Auch außerhalb von Kämpfen wächst der Werkzeugkasten. Spieler können jetzt in Höhlen Erze und Edelsteine abbauen, bestimmte Gegenstände im Kampf werfen und sogar Musikinstrumente spielen.

Wie erfolgreich Letzteres funktioniert, hängt von der entsprechenden Fähigkeit des Charakters ab. Ein talentierter Musiker kann auf dem Marktplatz Geld verdienen. Weniger begabte Abenteurer dürfen sich offenbar darauf konzentrieren, der Bevölkerung Gründe zu liefern, den Platz schnell zu verlassen.

Neu ist außerdem eine Form der Himmelsnavigation. Knights of Frontier Valley besitzt bewusst keine klassischen Questmarker und behandelt Orientierung als Bestandteil seines Survival-Systems. Ein spezieller Gegenstand erleichtert künftig zumindest den Weg zurück zu bereits entdeckten Orten.

Auf dem Marktplatz von Thyle erscheint außerdem ein Anschlagbrett. Dort finden sich Hinweise auf mögliche Aufgaben und andere interessante Ereignisse, sodass Spieler nicht mehr jede einzelne Person der Stadt systematisch befragen müssen, nur um herauszufinden, wer gerade dringend zehn Ratten, einen gestohlenen Ring oder den Untergang einer lokalen Räuberbande auf der Tagesordnung hat.

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🎒 Der erste Playtest hinterlässt deutliche Spuren

Viele weitere Änderungen gehen direkt auf Rückmeldungen aus der ersten Testphase zurück. Inventargegenstände lassen sich stapeln, mehrere Speicherstände sind möglich und Quicksave sowie Quickload wurden ergänzt.

Hinzu kommen neue Gegenstandseigenschaften, zusätzliche Crafting-Möglichkeiten, Balancing-Anpassungen und zahlreiche Fehlerkorrekturen. Auch die taktischen Kämpfe wurden überarbeitet, nachdem Spieler im ersten Test bemängelt hatten, dass sie ihren taktischen Anspruch noch nicht immer vollständig einlösten.

Interessant ist daran vor allem, wie sichtbar das Feedback in Version 0.5 geworden ist. Knights of Frontier Valley bleibt ein ziemlich kompromissloses Rollenspiel mit Hunger, Durst, Krankheiten, Wetter, Verletzungen und dauerhaften Entscheidungen. Einige seiner sperrigeren Stellen werden allerdings gezielt überarbeitet.

Die Welt soll gefährlich bleiben. Sie muss dafür schließlich nicht gleichzeitig verhindern, dass jemand einen zweiten Speicherstand anlegt.

🗺️ Der 15. September wird zur nächsten großen Bewährungsprobe

Der zweite Playtest bleibt vollständig kostenlos und ohne inhaltliche Beschränkung der neuen Testfassung. Wer bereits auf die ursprünglich angekündigte Demo gewartet hat, kann also weiterhin am 15. September einsteigen.

Die Umbenennung zum Playtest verschiebt vor allem den formalen Demo-Start. Martin Menzel begründet die Entscheidung unter anderem damit, dass eine Steam-Demo strategisch stärker mit Veranstaltungen wie dem Next Fest abgestimmt werden sollte. Vorher sollen zusätzliche Sprachen und weitere Rückmeldungen einfließen.

Das dürfte dem Spiel nicht schaden. Version 0.5 klingt bereits erheblich größer als die erste Testfassung und erweitert gleich mehrere seiner tragenden Systeme.

Und wer nach Gefährten, zwei neuen Städten, Dungeons, Bergbau und Himmelsnavigation immer noch allein und orientierungslos im Wald endet, kann diesmal wenigstens jemanden mitnehmen, der darüber lachen darf.

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