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🏛️ The Daily Meme #056: Klassiker des Fantasykinos – DRAGOON


Position: Frontabschnitt Dschungel von Val’Nam, Einheit 3. Drachenreiter-Legion.
Wetter: Schwüle 98 %, Luft voll Rauch, Emotionen irgendwo zwischen „Pathos“ und „posttraumatischem Kater“.
Lagebericht:
Es gibt Kriegsfilme, die den Helden feiern.
Und dann gibt es DRAGOON – den ersten Fantasy-Antikriegsfilm,
der ehrlich zugibt, wer am Ende wirklich verliert:
„Das erste Opfer des Krieges sind die Eier.“
Inhalt in Kurzfassung:
Eine Gruppe junger Drachenreiter zieht in einen sinnlosen Konflikt um irgendein weit entferntes Dschungelreich,
dessen Namen sich niemand merken kann, weil alle nur „Eierlagergebiet“ sagen.
Die Mission:
„Wir bringen Frieden, Demokratie und kontrollierte Bruttemperatur.“
Die Realität:
Flammen, Napalm-Zauber,
und eine Kommandostruktur,
die ausgerechnet die Dracheneier direkt an die Front verlegt,
weil „keiner so nah an die Einschlagszone schießt“.
Der ikonische Moment des Films:
Ein Dragoon-Soldat sinkt im brennenden Unterholz auf die Knie,
streckt die Arme zum Himmel
und brüllt in Richtung der Drachen-Silhouetten:
„NICHT DIE EEEIIER!!!“
Während im Hintergrund der Soundtrack anschwillt
und irgendwo ein General leise „Kollateralschaden“ ins Protokoll nuschelt.
Boney über die Kritik:
Feuilletonisten lobten DRAGOON als
„gnadenlose Allegorie auf sinnlose Konflikte“
und „herzzerreißende Anklage gegen die Verschwendung junger Brut“.
Im Zwischenreich erinnern sich die meisten vor allem
an die legendäre Plakatkampagne:
ein Bild, ein Slogan,
und die universelle Erkenntnis:
Wer Kriege plant, hat selten einen Plan für die,
die noch im Ei hocken.
Boneys Urteil:
DRAGOON ist Pflichtprogramm für alle,
die glauben, man könne Fantasykriege „stylisch“ erzählen,
ohne dass irgendwo etwas weiches, schutzloses gegrillt wird.
Merke:
Immer wenn irgendwo jemand „strategischer Schlag“ sagt,
steht im Off ein Nest und flüstert:
„Nicht schon wieder.“
Abschließende Notiz an euch geistige Leichtmatrosen:
Beim nächsten heroischen Kriegsmonolog bitte einmal kurz fragen,
wer seine Zukunft im Nest, Stall oder Kinderzimmer lässt,
damit andere mit Fackeln posen können.
Morgen wiederkommen.
Dann zeigen wir vielleicht „Apocalypse Ciao – wenn der Zauberer die Walküren anschreit“.



