🔍 Suche im Fantasykosmos
Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Das Sonnenlicht reicht nicht mehr
📰 Was ist los?
Zu Klara und die Sonne ist der Trailer online. Taika Waititi verfilmt Kazuo Ishiguros Roman mit Jenna Ortega, Mia Tharia und Amy Adams. Deutscher Kinostart ist der 29. Oktober 2026.
🐛 Was denken wir?
Kein Fantasy-Kern, aber feine Phantastik. Kein Drache, kein Schwert, dafür künstliche Kindheitsmagie mit Sonnenanbetung. Ishiguro bleibt der Mann, der selbst Roboter traurig denken lässt – und genau deshalb nehmen wir das mit.
☀️ Klara und die Sonne: Jenna Ortega sucht als künstliche Freundin nach echter Wärme
Klara und die Sonne ist kein Film über Drachen, Schwerter oder Königreiche am Rand der Apokalypse. Trotzdem gehört er in die Phantastik-Ecke, weil er eine der großen Fragen des Genres stellt: Was bleibt vom Menschen übrig, wenn ein künstliches Wesen plötzlich treuer, gläubiger und vielleicht sogar liebevoller wirkt als seine Schöpfer?

Taika Waititi verfilmt Kazuo Ishiguros gleichnamigen Roman mit Jenna Ortega als Klara, einer künstlichen Freundin, die dafür geschaffen wurde, Einsamkeit zu lindern. In Deutschland startet der Film am 29. Oktober 2026 in den Kinos.
Das klingt zunächst nach Sci-Fi-Drama. Aber Ishiguro wäre nicht Ishiguro, wenn daraus einfach nur Roboterkino mit Gefühlsschalter würde. Klara und die Sonne erzählt von künstlicher Nähe, menschlicher Zerbrechlichkeit und einer Maschine, die an die Sonne glaubt, als könne Licht mehr retten als Technik.
🎬 Offizieller Trailer
Der Trailer zu Klara und die Sonne zeigt Jenna Ortega als künstliche Freundin, die in einer nahen Zukunft nach einem Zuhause sucht – und dabei lernt, dass Sonnenlicht, Einsamkeit und menschliche Liebe komplizierter sind als jedes Programm.
🤖 Eine künstliche Freundin mit Sonnenreligion
Klara wartet in einem Geschäft darauf, ausgewählt zu werden. Sie ist ein Artificial Friend, gebaut für Gesellschaft, Trost und Bindung. Schließlich kommt sie zu Josie, einem kranken Mädchen, und wird Teil einer Familie, die schon unter Verlust, Angst und emotionalen Rissen steht.
Der eigentliche Zauber liegt dabei nicht in spektakulärer Zukunftstechnik, sondern in Klaras Blick. Sie versteht die Welt anders. Sie beobachtet, deutet, glaubt. Vor allem glaubt sie an die Sonne, nicht nur als Energiequelle, sondern beinahe als rettende Kraft.
Das ist der schöne, stille Phantastik-Kern: Kein Gott steigt herab, kein Zauberstab leuchtet, kein Portal öffnet sich. Und doch entsteht eine Form von künstlicher Kindheitsmagie, in der Sonnenlicht plötzlich wie ein Versprechen wirkt.
🌤️ Ishiguro lässt selbst Roboter traurig werden
Kazuo Ishiguro ist groß darin, Figuren auf Distanz zu halten und sie gerade dadurch herzzerreißend nah wirken zu lassen. Bei Klara und die Sonne wird das besonders reizvoll, weil Klara nicht menschlich ist und trotzdem vielleicht die menschlichste Sehnsucht der Geschichte trägt: gebraucht zu werden, helfen zu können, nicht nutzlos zu bleiben.
Taika Waititi ist als Regisseur eine interessante Wahl. Seine besten Arbeiten verbinden Humor, Schmerz und eine eigentümliche Zärtlichkeit für Außenseiter. Wenn er hier die Balance findet, könnte aus Klara und die Sonne ein Film werden, der nicht laut nach Bedeutung ruft, sondern einfach für lange Zeit im Kopf weiterleuchtet.




