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Mist bleibt Mist: Jon Snow zickt immer noch wegen Fan-Kritik
📰 Was ist los?
Kit Harington spricht in einem New York Times-Interview über die GoT-Finalstaffel und die berüchtigte Petition, Staffel 8 neu zu drehen. Er nennt die Forderung nach „kompetenten Drehbuchautoren“ eine Beleidigung für Showrunner David Benioff & D.B. Weiss und die gesamte Crew und bezeichnet die Petition als „Idiocy“, die nur durch Social Media möglich sei. Die Petition selbst ist immer noch online, liegt bei knapp 1,8 Mio. Unterschriften und wird weiterhin als Ventil für Frust über Daenerys’ „Mad Queen“-Turn, Bran auf dem Thron und das Endtempo der Serie genutzt.
🐛 Was denken wir?
Auf der einen Seite: Ja, Staffel 8 war erzählerisch so gehetzt, dass jeder Tierarzt für Kryptozoologie den beteiligten Drachen ein Burnout diagnostiziert hätte. Auf der anderen Seite: Eine 100-Millionen-Dollar-Staffel nachträglich annullieren zu wollen, weil der eigene Headcanon schöner war, ist ungefähr so, als würde man Tolkien bitten, den Ring bitte doch bei Tom Bombadil zu lassen.
😤 „Wie könnt ihr es wagen?“ – Kit Haringtons Mimimi gegen den 1,8-Millionen-Mob
Die Petition ist sieben Jahre alt, die Wut sitzt noch frisch: Kit Harington hat in einem neuen Interview klar gemacht, was er von der Forderung hält, Game of Thrones-Staffel 8 „mit kompetenten Drehbuchautoren“ neu drehen zu lassen, nämlich gar nichts.
🧊 Worum geht’s diesmal in Westeros?
Zur Erinnerung: 2019 startete auf Change.org eine Petition, die einen kompletten Neudreh von Staffel 8 mit „kompetenten Autoren“ verlangte. Ziel: ursprünglich 15.000 Unterschriften, Ergebnis: rund 1,8 Millionen Signaturen und damit einer der sichtbarsten Ausraster der modernen Seriengeschichte.
Jetzt, anlässlich seiner neuen Rolle in Industry Staffel 4, wurde Harington in einem Interview mit der New York Times noch einmal auf diese Petition angesprochen, und er hat nicht diplomatisch herumgeeiert:
„That genuinely angered me. Like, how dare you? … I think it was a level of idiocy that can only come about through social media.“
Frei übersetzt: Das hat ihn wirklich wütend gemacht, und er hält die Aktion für eine Form von Dummheit, die nur in sozialen Medien entstehen kann.
Moviepilot und diverse US-Seiten greifen das auf und erinnern daran, dass Harington zehn Jahre seines Lebens in die Serie gesteckt hat, inklusive Schlachtennächten wie „The Long Night“, die 55 Drehtage am Stück verschlungen haben.
📜 Petition, Pride & Prejudice: Wer beleidigt hier eigentlich wen?
Spannend: Harington ist nicht der erste Westeros-Veteran, der die Petition eher als Schlag ins Gesicht der Crew sieht:
- Sophie Turner nannte die Aktion schon früher „respektlos“ gegenüber allen Beteiligten.
- Isaac Hempstead Wright („Bran“) sprach von „ridiculous“ und „weird, juvenile“.
- Carice van Houten („Melisandre“) sprach offen von „Fandom-Extremismus“.
Haringtons Wortwahl – „idiocy“ – wirkt zwar hart, reiht sich aber ziemlich sauber in diese Linie ein: Kritik = okay, Petition zur Total-Vernichtung der geleisteten Arbeit = eher nicht.
Gleichzeitig hat Harington in früheren Interviews durchaus eingeräumt, dass sich das Ende gehetzt anfühlte und einfach alle fertig waren: körperlich, mental, kreativ.
Die Kurzfassung: Er verteidigt nicht jede einzelne Drehbuchentscheidung, aber das Grundprinzip, dass Kunst kein Wunschkonzert mit Rückgaberecht ist.
🐉 Fantasykosmos-Fazit: Staffel 8 bleibt schlecht, die Petition trotzdem peinlich
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo zwischen „Das war großes Fernsehen“ und „Feuer & Blut, aber im Writers’ Room“. Game of Thrones hat mit Staffel 8 ein Finale hingelegt, das handwerklich beeindruckend, aber erzählerisch oft frustrierend war, und das wird sich auch 2026 nicht mehr wegdiskutieren lassen.
Aber:
- Eine Petition, die 1,8 Mio. Leute hinter „kompetente Drehbuchautoren“ versammelt, ist weniger Revolution als kollektives Kommentarspalten-Therapiegespräch.
- Haringtons Wut ist menschlich: Wer zehn Jahre lang durch Schlamm, Schnee und nervigen Greenscreen rennt, möchte sein Werk ungern als „Arbeit von Inkompetenten“ abgestempelt sehen.
Oder in Westeros-Logik:
Die Staffel war vielleicht ein fragwürdiger Ratbeschluss. Die Petition ist trotzdem eher der betrunkene Typ in der Schenke, der brüllt, man möge doch gleich „den ganzen König austauschen“.



