Iron Maiden erwecken Somewhere in Time als Science-Fiction-Comic zum Leben
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🤖 Eddie reist zurück in die Zukunft
📰 Was ist los?
Iron Maiden machen aus Somewhere in Time eine Science-Fiction-Comic-Anthologie. Acht Songs werden zu acht Geschichten. Dazu erhält das legendäre Cyborg-Eddie-Cover eine Vorgeschichte. Erscheinungstermin ist der 2. März 2027.
🐛 Was denken wir?
Kaum ein Maiden-Album eignet sich besser für eine Comicadaption. Seine Musik und Derek Riggs‘ berühmtes Artwork erzählen seit vierzig Jahren von einer Welt, die man unbedingt näher erkunden möchte. Pedro hat sich ebenfalls eine Zeitmaschine gekauft. Sie funktioniert hervorragend, zeigt allerdings seit gestern immer noch Montag an.
Vierzig Jahre nach seiner Veröffentlichung öffnet Somewhere in Time ein weiteres Kapitel seiner ohnehin ziemlich verrückten Zukunft. Iron Maiden verwandeln ihren Metal-Klassiker von 1986 in eine groß angelegte Science-Fiction-Comic-Anthologie. Acht Songs werden zu acht eigenständigen Geschichten, während das berühmte Cyborg-Maskottchen Eddie erneut durch eine dystopische Zukunft streift. Und diesmal bekommt sogar das legendäre Albumcover eine Vorgeschichte.

Gemeinsam mit Z2 Comics hat die Band Somewhere in Time: The Graphic Album angekündigt. Das aufwendig gestaltete Buch erscheint am 2. März 2027. Beteiligt sind zahlreiche bekannte Comiczeichner und Autoren, darunter Steve Niles, Kelly Sue DeConnick, Leah Moore und David Dastmalchian.
🤖 Acht Songs werden zu acht Science-Fiction-Geschichten
Als Somewhere in Time am 29. September 1986 erschien, klang Iron Maiden plötzlich anders. Gitarrensynthesizer erweiterten den vertrauten Heavy-Metal-Sound, während Songs wie Caught Somewhere in Time, Wasted Years und Stranger in a Strange Land Bilder von Zeitreisen, Entfremdung und fremden Welten heraufbeschworen.
Das neue Graphic Album macht aus diesen musikalischen Ideen nun erzählte Abenteuer.
Jeder der acht Songs bildet die Grundlage für eine eigene Comicgeschichte. Die Anthologie bewegt sich zwischen ferner Zukunft und rätselhafter Vergangenheit und greift jene Science-Fiction-Stimmung auf, die das ursprüngliche Album so besonders machte.
Dabei handelt es sich nicht um eine bloße Bebilderung von Songtexten. Unterschiedliche Autoren und Künstler entwickeln eigene Geschichten aus den Motiven und Stimmungen der Musik.
Gerade das könnte reizvoll werden. Schließlich gehört Somewhere in Time zu jenen Alben, bei denen man schon beim Hören das Gefühl bekommt, irgendwo zwischen einem Raumschiff, einer Neonmetropole und einer ziemlich unangenehmen Zeitreise gestrandet zu sein.
🦾 Eddie bekommt endlich seine Vorgeschichte
Das berühmte Cover von Derek Riggs gehört zu den großen Kunstwerken der Metalgeschichte. Darauf steht Eddie als bewaffneter Cyborg in einer futuristischen Großstadt, deren Straßenschilder, Reklamen und versteckte Anspielungen Fans bis heute beschäftigen.
Für die neue Comic-Anthologie wird ausgerechnet dieser Moment zum erzählerischen Ausgangspunkt. Kelly Sue DeConnick schreibt einen Prolog und einen Epilog, illustriert von Andy MacDonald. Beide Geschichten stellen sich vor, was unmittelbar vor der Szene auf dem legendären Albumcover passiert sein könnte.
Damit erhält einer der bekanntesten Metal-Charaktere eine neue Geschichte, ohne dass sein ursprüngliches Bild verändert werden muss. Das ist mehr als eine hübsche Jubiläumsidee. Das Artwork von 1986 wirkte schon immer wie ein einzelnes Standbild aus einem viel größeren Science-Fiction-Abenteuer. Nun wird ein Teil dieser bislang nur angedeuteten Welt tatsächlich erzählt.
🎨 Horrorgrößen und Comicstars betreten das Maidenverse
Auch die übrige Besetzung hinter den Zeichentischen kann sich sehen lassen. Steve Niles, bekannt durch den Vampirhorror 30 Days of Night, gehört ebenso zum Kreativteam wie Goran Parlov, Leah Moore, John Reppion, Vincent Locke und Corin Hardy.
Mit David Dastmalchian ist zudem ein Schauspieler und Comicautor beteiligt, der durch Filme wie The Suicide Squad und Late Night with the Devil bekannt wurde.
Die Einleitung übernimmt Bill Sienkiewicz, dessen unverwechselbare Comickunst bereits Generationen von Zeichnern geprägt hat. Zum Abschluss gibt es außerdem ein ausführliches Interview mit Iron-Maiden-Gitarrist Adrian Smith über die Entstehung und Aufnahme des Albums. Das verspricht eine ungewöhnliche Mischung aus Science-Fiction, Horror, düsterer Fantastik und klassischer Comickunst.
💿 Sammlerausgaben mit Vinyl und besonderen Eddie-Covern
Neben der regulären Buchausgabe erscheinen mehrere aufwendige Sammlerversionen. Für die Covergestaltung wurden Tony Harris, Blake Armstrong, Jay Geldhof und Dan Mumford verpflichtet. Die Deluxe-Ausgaben werden unter anderem in einem metallisch gestalteten Time Machine-Schuber mit grüner Sichtlinse angeboten.
Besonders ambitioniert fällt die Platinum Edition aus. Sie enthält unter anderem limitierte Vinyl-Singles von Wasted Years und Stranger in a Strange Land, zusätzliche Kunstdrucke und Sammlerkarten sowie eine von Adrian Smith signierte Beilage.
Ein passender Aufwand für ein Album, dessen Originalcover schon vor vier Jahrzehnten praktisch eine ganze Wand voller versteckter Geschichten enthielt.
🐉 Warum Somewhere in Time geradezu nach Comics verlangt
Metal und Comics haben eine lange gemeinsame Geschichte. Beide lieben überlebensgroße Figuren, spektakuläre Bildwelten und Geschichten, die sich um gewöhnliche Naturgesetze eher selten kümmern.
Bei Somewhere in Time ist diese Verbindung allerdings besonders naheliegend. Das Album vereint futuristische Bildsprache, musikalische Zeitreisen und einen Eddie, der auch als Hauptfigur eines dystopischen Science-Fiction-Comics bestens funktionieren würde.
Die größte Stärke des Projekts könnte deshalb sein, dass die Geschichten nicht nachträglich auf das Album aufgepfropft wirken müssen. Sie stecken gewissermaßen schon seit 1986 in seiner Musik und seinem Artwork.
Iron Maiden und Z2 Comics hatten bereits mit dem Graphic Album zu Piece of Mind zusammengearbeitet. Mit Somewhere in Time widmen sie sich nun einer Platte, deren visuelle Fantasie geradezu nach einer solchen Umsetzung verlangt.
Am 2. März 2027 erscheint Somewhere in Time: The Graphic Album.
Vielleicht erfahren wir dann endlich, was Eddie eigentlich getan hat, bevor er sich mit gezogener Waffe auf jene berühmte Straße stellte. Wobei man bei diesem Kerl vermutlich besser nicht zu viele Fragen stellt.





