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🦉 Der Fall Gelsenkirchen-Buer: Herbert Reul (Lord Herbert Owl) im exklusiven Moosverhetzer-Interview
„Buer war kein normaler Bankraub; das war eine Einladung mit Kernbohrer“
Der Rest der Welt kennt ihn als NRW-Innenminister Herbert Reul.
Der Arkane Moosverhetzer weiß: Hinter der Menschenhülle steckt Lord Herbert Owl, Gesetzeseule vom alten Blut und oberster Aufseher über die ZRG-9. Wir hatten darüber in unserer letzten Ausgabe berichtet.
Wir haben ihn in seinem Düsseldorfer Eulenhorst besucht, zwischen Aktenstapeln, Schließfachlisten und einer Kanne sehr starkem Filterkaffee.

Moosverhetzer: Lord Herbert, wann war dir klar, dass in Gelsenkirchen-Buer nicht nur ein Tresor, sondern gleich mehrere Realitäten aufgebrochen wurden?
Lord Herbert Owl:
Sagen wir so: Wenn drei Tage nach Silvester plötzlich 3256 Schließfächer schreien und niemand erklären kann, wie ein Bohrloch „unbemerkt“ entsteht, dann riecht das für eine Gesetzeseule nicht nach Routine.
Spätestens eure Parkhaus-Bilder von Schatten, Horn und Hammer haben mir gezeigt: Das ist kein Provinz-Coup, das ist Zwischenreichsarbeit.
Moosverhetzer: Offiziell sprichst du von „vielen offenen Fragen und wenigen gesicherten Antworten“. Was heißt das in Eulisch?
Lord Herbert Owl:
In Eulisch heißt das: Ich sehe mehr Merkwürdigkeiten als Ausreden.
Ein Tiefgaragentor, das zufällig genau in Tatnähe „gestört“ ist und nur noch über Klingel bedient wird. Eine Tür, die „nicht alarmgesichert“ ist, aber exakt in einen Archivraum führt, hinter dessen Wand der Tresor liegt.
Die Täter setzen den Kernbohrer an der richtigen Stelle an, lassen auffällig viele unbelegte Schließfächer stehen und verschwinden wieder.
Kann Zufall sein.
Oder jemand hat heimlich mitgezeichnet.
Moosverhetzer: Du hast selbst angedeutet, dass Täterhilfe „nicht unwahrscheinlich“ sei. Wie viel „nicht unwahrscheinlich“ steckt da wirklich drin?
Lord Herbert Owl:
Genug, um die ZRG-9 aus dem Horst zu holen.
Ich rede nicht von einem Praktikanten, der mal kurz einen Schlüssel liegen lässt.
Wir sprechen von Wissen darüber, welche Türen still sind, welche Sensoren eingeschläfert wurden und wo man bohren kann, ohne dass der Alarm heult wie ein beleidigter Basilisk.
Ob das interne Hilfe, externe Beratung oder eine Mischung aus beidem war, genau das puzzeln wir gerade aus Logs, Zugangsdaten und sehr nervösen Telefonprotokollen zusammen.
Moosverhetzer: Im Netz wird über Clan-Geld, Schwarzgeld und „Hochzeitsgelder“ fabuliert. Sind die Schließfächer aus Sicht der Gesetzeseulen eher Tresor oder Beichtstuhl?
Lord Herbert Owl:
Für mich sind sie vor allem Spiegel.
In über 3000 Fächern liegt alles: Familienschmuck, Erbstücke, Altersvorsorge und ja, auch Geld, das lieber kein Tageslicht sieht.
Aber meine Aufgabe ist nicht, Opfer in Täter umzudeklarieren.
Ich will wissen:
Wer hatte ein Interesse daran, genau diese Mischung aus Erinnerungen, Erpressbarkeit und Barbeständen einmal kräftig durchzuschütteln?
Ob wir dabei auf reine Kriminelle oder auf Leute stoßen, die sich an irdischen und zwischenreichlichen Regeln gleichzeitig vergriffen haben, sehen wir später. Erst kommen die Fakten, dann das Federrupfen.
Moosverhetzer: Die Sparkasse wirft mancherorts bremsige Kooperation vor. Du hast eine Razzia veranlasst. Wie viel Geduld hat eine Gesetzeseule mit Datenträgern auf Wanderschaft?
Lord Herbert Owl:
Weniger als mit Hütchenspielern.
Ich verstehe, dass eine Bank nach so einem Coup durchatmen will.
Aber wenn ich drei Tage nach der Tat immer noch höre: „Die Videos sind in Vorbereitung“ und „die Listen müssen erst konsolidiert werden“, dann klappe ich meine Brille hoch und frage:
Schützt ihr eure Kunden oder euer System?
Ab diesem Moment wird aus „freundlicher Anfrage“ eine Durchsuchung.
ZRG-9 nimmt dann einfach alles mit, was blinkt, piepst oder Protokolle schreibt. Das ist nicht böse gemeint, das ist letztlich einfach so ähnlich wie bei der Schwerkraft.
Moosverhetzer: Kann eine lokale Behörde wie Gelsenkirchen so einen Fall überhaupt stemmen oder braucht es immer Zwischenreichs-Beteiligung?
Lord Herbert Owl:
Gelsenkirchen hat sehr fähige Leute. Aber hier reden wir über Millionen Datensätze, hunderte Zeugenhinweise, internationale Spuren und ein Täterprofil, das deutlich nach Profi-Bande plus Zwischenreichsverstärkung riecht.
Deshalb gibt es die BAO im Präsidium, und deshalb haben wir sie mit Fachleuten aus ganz NRW, plus ZRG-9, aufgefüttert.
Nenn es „Hochreck der Kriminalistik“.
Ich nenne es: Gemeinsames Nest. Jeder bringt seine Federn mit, am Ende soll ein vollständiges Daunenkleid draus werden. Also, ein Gesamtbild, meine ich.
Moosverhetzer: Zwei Tage vor Entdeckung wart ihr schon mal vor Ort, wegen eines Brandalarms ohne Befund. Hat ZRG-9 da den Moment verpasst?
Lord Herbert Owl:
Vielleicht. Vielleicht war das auch nur ein Testlauf der Täter, um zu sehen, wie lange Feuerwehr und Polizei brauchen und wer wo schaut.
Aus den Protokollen wissen wir, dass die Schließfächer erst Stunden später geöffnet wurden.
Die Gesetzeseule sagt:
Entweder war das Zufall oder jemand hat genau diesen Probealarm in den Plan geschrieben.
Beides ist für uns interessant.
Moosverhetzer: Letzte Frage: Hättest du den Fall ohne den Arkanen Moosverhetzer genauso ernst genommen?
Lord Herbert Owl:
Sagen wir so:
Ohne eure Bilder von Schatten, Horn und Hammer hätte man in manchen Büros etwas länger von „Panzerknackern“ gesprochen und bunte Grafiken zu Versicherungsfragen gebastelt.
Mit euren Dossiers war klar:
Hier wühlt jemand am Fundament zwischen irdischem und zwischenreichlichem Vermögen.
Und Fälle, in denen Banktresore zu Portalen werden, überlasse ich ungern der Presseabteilung.
Deshalb sitze ich jetzt auf diesem Aktenstapel, halte den Hammer und ihr kriegt das Interview.
Das ist doch eine ganz faire Arbeitsteilung, oder?
🔮 Schlussstein der Enthüllung
Im Arkanen Moosverhetzer halten wir fest:
Solange diese alte Gesetzes-Eule im Amtssessel sitzt, den Hammer locker in der Kralle und das Mikro unseres Moosverhetzers auf dem Tisch, bleibt der Sparkassen-Coup kein abgeschlossener Kriminalfall, sondern ein offenes Protokoll zwischen den Welten. Wir notieren: Die Akten sind noch lange nicht zu, sie haben nur vorübergehend Flügel bekommen.
Und logisch: Wir bleiben dran.
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