Insomnium – Netherworlds (Review)
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Insomnium – Netherworlds
🧿 Kurzfazit
Netherworlds ist Insomnium in ihrer konzentriertersten Form: melancholisch, schwer, melodisch, atmosphärisch und immer wieder überraschend verletzlich. Das Album blickt deutlich in die eigene Vergangenheit, trägt diese vertraute Sprache aber in eine reifere, persönlichere Welt. Ein paar Stücke im zweiten Drittel verschwimmen stärker miteinander, doch die großen Momente gehören zu den schönsten, die die Band seit Jahren geschrieben hat. Wir haben vorsorglich Kaminholz mitgebracht. In diesen Wäldern wird es ja früh dunkel.
🧭 Für wen & vergleichbar mit
Für Hörer von Insomnium (logisch), Amorphis, Omnium Gatherum, Dark Tranquillity, Be’lakor und melodischem Death Metal, der seine Wirkung über Atmosphäre, große Gitarrenlinien und emotionale Langzeitfolgen entfaltet. Besonders empfehlenswert für Menschen, die bei Wald, Nacht und Verlust nicht automatisch nach dem Lichtschalter suchen.
🎼 Highlights
Shadowlife, The Hour Grows Late, Arch of the Sky, Journey’s End
⛔ Für wen eher weniger geeignet?
Wer Melodic Death Metal vor allem schnell, permanent hart und riffzentriert braucht, könnte in der ruhigeren zweiten Hälfte unruhig werden. Netherworlds gönnt sich lange atmosphärische Räume und interessiert sich oft mehr für Nachhall als für den nächsten Einschlag.

🌲 Insomnium – Netherworlds: Zwischen Traum, Tod und dem letzten Licht im Wald
Es gibt ja da diese Bands, bei denen man irgendwann glaubt, ihre Melancholie katalogisieren zu können. Kategorie A: Regen. Kategorie B: Wald. Kategorie C: jemand ist tot, vermisst oder eben beides. Insomnium hätten nach fast drei Jahrzehnten allen Grund, sich in diesem eigenen Museum bequem einzurichten.
Netherworlds tut allerdings etwas deutlich Interessanteres. Das zehnte Album der Finnen schaut zurück, aber aus einer anderen Lebensphase. Die großen Themen sind noch da: Liebe, Verlust, Erinnerung, Nacht, Tod. Inzwischen wirken sie jedoch weniger wie romantische Schattenbilder und mehr wie Dinge, die tatsächlich passiert sein könnten. Freunde verschwinden. Menschen altern. Sommer enden. Manche kehren irgendwann nur noch im Traum zurück. Und irgendwo zwischen Schlaf und Tod liegt dieses seltsame Reich, durch das Insomnium hier wandern.
Musikalisch führt der Weg wieder näher an jene nordische Melancholie heran, die Shadows of the Dying Sun und Heart Like a Grave geprägt hat. Die Gitarren dürfen größer werden, die Melodien wieder länger nachglühen, und mit Tomy Laisto steht erstmals ein dritter Gitarrist auf einem vollständigen Insomnium-Album. Dadurch wird die Musik nicht einfach dicker. Sie bekommt mehr Tiefe, mehr Gegenstimmen und gelegentlich das Gefühl, als würden drei verschiedene Schatten gleichzeitig durch denselben Wald laufen.
Und dann beginnt das Album ausgerechnet mit Henry Purcell. Natürlich mit ihm. Wenn eine finnische Melodic-Death-Metal-Band ihre erste Coverversion nach drei Jahrzehnten aufnimmt, dann muss es offenbar ein mehrere Jahrhunderte altes Lied über das Erfrieren sein. Man hätte bei Insomnium vermutlich auch enttäuscht nach Hause gehen müssen, wenn plötzlich Walking on Sunshine gekommen wäre. Wir gehen hier einfach mal ein Stück mit.
🎧 Was erwartet dich?
Genre(s): Melodic Death Metal, Atmospheric Metal, Progressive Melodic Death Metal
Musikalische Einordnung: Netherworlds trägt sofort diese wunderbar vertraute Insomnium-Handschrift: breite Gitarrenharmonien, dunkle Melodien, tiefe Growls, cleane Gesangspassagen und dieses eigentümliche Verhältnis aus Härte und Traurigkeit, bei dem selbst ein schneller Song noch klingt, als hätte jemand gerade einen Brief aus einem vergangenen Leben gefunden.
Der Unterschied steckt im Detail. Mit drei Gitarren können Ville Friman, Markus Vanhala und Tomy Laisto deutlich mehr Schichten übereinanderlegen. Eine Gitarre trägt den Rhythmus, eine zweite zieht eine Melodie darüber, eine dritte arbeitet dazwischen mit Harmonien, kleinen Antworten oder atmosphärischen Flächen. Besonders bei The Hour Grows Late und Arch of the Sky wird daraus ein enorm weiter Klangraum.
Gleichzeitig ist das Album weniger auf historische Erzählung fixiert als Anno 1696. Die Texte bewegen sich wieder stärker im Inneren. Erinnerung wird Landschaft. Trauer wird Nacht. Schlaf wird Übergangsraum. Tod steht nicht permanent mit der Sense im Vordergrund, aber er sitzt fast überall irgendwo im Hintergrund und wartet geduldig. Das gibt der Musik ihre eigentliche Tiefe.
Klangbild: Produzent Miiro Varjus hat mit der Band einen Sound erschaffen, der sehr modern und gleichzeitig erstaunlich organisch wirkt. Jens Bogren und Tony Lindgren geben dem Material anschließend jene enorme Klarheit, die man bei Fascination Street erwarten darf, ohne die Musik glatt wirken zu lassen. Gerade die Gitarren profitieren davon. Drei Instrumente gleichzeitig könnten sehr schnell zu einer einzigen breiten Masse verschmelzen. Hier bleiben Linien, Gegenbewegungen und kleine melodische Details hörbar.
Markus Hirvonens Schlagzeug besitzt ebenfalls genug Raum. Wenn The Banished plötzlich härter und schneller wird, bekommt das Album endlich wieder diese körperliche Gewalt, die in den ruhigeren Stücken bewusst zurückgenommen wurde. Niilo Sevänen steht mit seinen Growls weiterhin wie ein schwarzer Fels im Zentrum. Die Clean Vocals rundherum erweitern das emotionale Spektrum, ohne das Album in weichere Gefilde zu schieben.
🎬 Offizielles Musikvideo
Mit Gleam in the Black zeigen Insomnium eine der beweglicheren Seiten von Netherworlds: treibender Melodic Death Metal, nächtliche Wälder und die Suche nach einem Licht, das vielleicht längst nur noch in der Erinnerung existiert.
🌒 Vier Lichter, die im Wald besonders lange sichtbar bleiben
Shadowlife
Nach Purcells frostigem Vorspiel öffnet Shadowlife das eigentliche Album und macht sofort deutlich, warum Insomnium seit Jahren zu den stärksten Melodic-Death-Metal-Bands Europas gehören. Der Song ist ungewöhnlich eingängig. Markus Vanhala hat ganz offensichtlich mit einem großen Hook gearbeitet, doch die Eingängigkeit wirkt nie billig. Unter der Melodie liegt eine Geschichte über Verlust und die Erkenntnis, dass nichts Schönes dauerhaft festgehalten werden kann. Sommer vergeht. Jugend vergeht. Liebe verändert sich. Der Song klingt dadurch gleichzeitig warm und hoffnungslos. Gerade dieser Widerspruch trägt ihn.
The Hour Grows Late
Acht Minuten, drei Gäste von Amorphis und eine Menge Möglichkeiten, völlig über das Ziel hinauszuschießen. Passiert erfreulicherweise nicht. Tomi Joutsen bringt sofort seine unverwechselbare Stimme hinein, während Tomi Koivusaari und Santeri Kallio zusätzliche Farben beisteuern. Dadurch entsteht tatsächlich ein Stück, in dem beide finnischen Welten kurz ineinanderlaufen. Der Song besitzt Größe, ohne in bloße Monumentalität zu kippen. Ruhigere Passagen öffnen Räume, schwere Abschnitte ziehen sie wieder zusammen, und irgendwo dazwischen entsteht dieses typische nordische Gefühl, dass etwas gleichzeitig schön und bereits verloren sein kann. Einer der Höhepunkte des Albums.
Arch of the Sky
Hier wird es besonders interessant. Arch of the Sky greift Vorstellungen aus der samischen Mythologie auf. Jäger verfolgen einen kosmischen Hirsch über den Himmel. Wenn das Tier fällt, fällt auch der Himmel. Das ist für sich genommen schon starkes Material. Musikalisch bekommt der Song dazu eine leicht progressive Struktur. Rhythmische Verschiebungen, längere Spannungsbögen und eine hymnische Öffnung sorgen dafür, dass er deutlich mehr ist als ein atmosphärischer Ruhepunkt. Gerade deshalb ist das auch einer der wichtigsten Songs der Platte. Hier zeigt sich, wie Insomnium ihre eigene Sprache erweitern können, ohne dafür plötzlich jemand anderes werden zu müssen.
Journey’s End
Dann endet die Reise. Und Insomnium machen daraus keinen letzten Blastbeat, keine finale Gitarrenwand und keinen triumphalen Abgesang. Journey’s End wirkt fast wie ein stilles Nachwort. Die Instrumentierung wird reduziert, die Stimme tritt anders hervor, und der Song nähert sich stellenweise eher einer erzählten Abschiedssequenz als einem klassischen Metalstück. Thematisch erreicht die Reise hier die Herberge des Todes. Das könnte kitschig werden. Wird es erstaunlicherweise kaum.Vielleicht liegt das daran, dass das Album vorher genügend Strecke zurückgelegt hat. Wenn dieser Moment kommt, wirkt er verdient.
🖼️ Artwork
Travis Smith hat ein Cover geschaffen, das sofort wie Insomnium wirkt und gleichzeitig deutlich aus der üblichen Waldromantik ausbricht. Der größte Teil des Bildes wird von einem riesigen schwarzen Vogel eingenommen. Sein langer Schnabel zieht sich diagonal durch die obere Bildhälfte, sein Auge wirkt leer, fast skelettartig. Die Gestalt besitzt etwas zwischen Rabe, Totenvogel und Kreatur aus einem Traum, den man besser nicht unmittelbar vor dem Einschlafen betrachtet.
Tief darunter fliegt ein kleiner weißer Vogel. Dieser Kontrast trägt das gesamte Bild. Oben die gewaltige dunkle Präsenz und unten dieses winzige helle Wesen. Dazwischen Nebel, Nacht und ein Wald, der fast vollständig in blauen und grauen Flächen verschwindet. Das ist exakt die Bildsprache von Netherworlds: Dunkelheit nimmt beinahe alles ein, irgendwo existiert trotzdem noch ein letzter heller Punkt. Und plötzlich bekommt selbst der Albumtitel unten im Bild etwas wie eine Ortsangabe.
✨ Besondere Momente
❄️ Die erste Coverversion nach fast drei Jahrzehnten
The Cold Song stammt von Henry Purcell und gehört zu den merkwürdigsten, zugleich passendsten Möglichkeiten, ein Insomnium-Album zu eröffnen. Eine jahrhundertealte Komposition über das Erfrieren wird in den Eingang einer finnischen Unterwelt verwandelt. Mehr Markenidentität bekommt man vermutlich nur noch mit massenhaft Rentieren im Booklet. Der eigentliche Clou liegt allerdings in der Stimmung: Der Song öffnet Netherworlds wie ein Tor. Danach befindet man sich bereits in einer anderen Welt.
🎸 Drei Gitarren und trotzdem noch Waldfläche
Tomy Laisto verändert die Architektur der Band hörbar. Die dritte Gitarre wird nicht permanent als zusätzliche Lautstärke benutzt. Oft erweitert sie Harmonien oder erzeugt eine weitere melodische Ebene. Dadurch wirken viele Stücke größer, ohne überladen zu sein. Besonders bei einer Band, deren Musik stark von langen Gitarrenlinien lebt, ist das ein enormer Vorteil.
🌲 Der Mittelteil riskiert den Dämmerzustand
Pathways of the Night und Ethereal Sleep sind vermutlich jene Stücke, an denen sich die Geister scheiden werden. Beide reduzieren Härte und Geschwindigkeit deutlich. Die Atmosphäre wird breiter, die Platte sinkt tiefer in ihren Traumzustand. Das funktioniert als Dramaturgie gut. Als einzelne Songs bleiben sie etwas weniger scharf umrissen als die stärksten Stücke ringsherum. Hier liegt die eine echte Schwäche des Albums: Die Nacht wird gelegentlich so dicht, dass zwei Bäume tatsächlich ähnlich aussehen. Ganz verloren geht man trotzdem nicht.
⚔️ The Banished erinnert daran, dass hier Death Metal gespielt wird
Nach der langen Dämmerphase schlägt The Banished ausgesprochen wirkungsvoll ein. Tomy Laisto bringt hier einen deutlich aggressiveren Song ein. Härtere Riffs, schnelle Passagen und Blastbeats sorgen dafür, dass das Album plötzlich wieder körperlich wird. Dieser Song steht genau an der richtigen Stelle. Noch zwei atmosphärische Stücke mehr, und wir hätten vermutlich wirklich angefangen, Holz zu sammeln.
🌌 Liebe und Tod werden älter
Vielleicht ist das die wichtigste Veränderung überhaupt. Insomnium schreiben seit Jahrzehnten über Liebe, Tod und Vergänglichkeit. Mit Anfang zwanzig kann man solche Themen romantisieren. Fast drei Jahrzehnte später haben sie ein anderes Gewicht. Wenn Menschen aus dem eigenen Leben verschwinden und Freunde irgendwann nur noch in Erinnerungen oder Träumen auftauchen, verändert sich die Sprache automatisch. Netherworlds profitiert enorm davon.
📜 Hintergrund: Fast drei Jahrzehnte bis zur zehnten Tür
Insomnium stammen aus Joensuu und existieren seit 1997. Seit In the Halls of Awaiting von 2002 hat sich die Band Schritt für Schritt einen sehr eigenen Platz im Melodic Death Metal gebaut. Alben wie Above the Weeping World, Across the Dark, One for Sorrow und später Shadows of the Dying Sun entwickelten jene Mischung aus Härte, Melodie und nordischer Melancholie, die heute sofort erkennbar ist.
Winter’s Gate machte daraus 2016 ein monumentales Gesamtwerk. Heart Like a Grave setzte 2019 stärker auf große emotionale Bögen. Anno 1696 wurde anschließend historischer, härter und konzeptionell enger. Netherworlds wirkt nun wie eine Bestandsaufnahme nach dieser Reise. Die Band blickt zurück, nimmt die klassischen Elemente wieder stärker auf und arbeitet gleichzeitig mit einer neuen personellen Konstellation. Tomy Laisto ist erstmals auf einem vollständigen Studioalbum dabei und erweitert das Gitarrengerüst dauerhaft auf drei Stimmen.
Miiro Varjus übernahm Produktion und Engineering, Jens Bogren den Mix und Tony Lindgren das Mastering. Travis Smith gestaltet erstmals ein komplettes Insomnium-Albumcover. Album Nummer zehn ist damit Rückblick und neuer Abschnitt zugleich.
🌲 Fazit: Am Ende bleibt immer noch ein Licht zwischen den Bäumen
Natürlich ist Netherworlds keine Neuerfindung von Insomnium. Das wäre nach fast drei Jahrzehnten vermutlich auch die falsche Aufgabe. Die wahre Stärke dieses Albums liegt darin, dass die Band sehr genau versteht, welche Teile ihrer eigenen Sprache noch immer lebendig sind. Die großen Gitarrenmelodien. Die Spannung zwischen Gewalt und Schönheit. Niilo Sevänens dunkle Stimme. Die Wälder. Die Nacht. Die Verluste.
All das kennt man. Auf Netherworlds bekommt es jedoch eine andere Perspektive. Diese Platte klingt nach Menschen, die dieselben Fragen schon seit Jahren stellen und inzwischen verstanden haben, dass Antworten selten einfacher werden. Liebe verhindert Verlust nicht. Erinnerung bringt niemanden zurück. Der Traum ist manchmal der einzige Ort, an dem Vergangenes noch erreichbar scheint.
Gerade deshalb funktioniert die ruhigere Seite des Albums für mich besser, als es zunächst den Anschein haben kann. Pathways of the Night und Ethereal Sleep besitzen weniger unmittelbare Kontur, doch sie gehören zu diesem Weg durch Schlaf, Schatten und Erinnerung.
Ganz ohne Kritik kommt auch diese Platte trotzdem nicht davon. Das mittlere Drittel hätte an ein oder zwei Stellen etwas mehr Reibung vertragen. Manche melodische Wendung kennt man aus dem Insomnium-Tonschatz bereits viel zu gut. Aber dann kommen The Banished, The Hour Grows Late, Arch of the Sky oder dieses stille Ende von Journey’s End und erinnern daran, wie verdammt gut diese Band ihre eigene Sprache noch immer beherrscht.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Leistung des zehnten Albums: Insomnium müssen nicht mehr beweisen, dass sie den dunklen Wald kennen. Sie wissen inzwischen bestens, welche Wege darin verschwinden. Und welche manchmal zurückführen.

|
Künstler: |
Insomnium |
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Albumtitel: |
Netherworlds |
|
Erscheinungsdatum: |
16. Oktober 2026 |
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Genre: |
Melodic Death Metal / Atmospheric Melodic Death Metal |
|
Label: |
Century Media Records |
|
Spielzeit: |
ca. 54 Minuten |
👥 Besetzung:
👥 Besetzung:
Niilo Sevänen – Gesang, Bass
Ville Friman – Gitarre, Clean Vocals
Markus Vanhala – Gitarre, Clean Vocals
Tomy Laisto – Gitarre, Clean Vocals
Markus Hirvonen – Schlagzeug, Percussion
Produktion & Engineering: Miiro Varjus & Insomnium
Mix: Jens Bogren
Mastering: Tony Lindgren
Artwork: Travis Smith
Gäste auf The Hour Grows Late:
Tomi Joutsen – Gesang
Tomi Koivusaari – Gitarre / Gesang
Santeri Kallio – Keyboards
🎼 Trackliste:
The Cold Song – 2:20
Shadowlife – 4:42
Remembrance – 5:02
Gleam in the Black – 4:32
The Hour Grows Late – 8:02
Arch of the Sky – 6:15
Pathways of the Night – 4:56
Ethereal Sleep – 5:43
The Banished – 5:26
Journey’s End – 6:58
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