Infernal Affairs: Hollywood sichert sich Kenyons Hölle vorzeitig

🔍 Suche im Fantasykosmos

Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Ein Höllenprinz im Ermittlungsdienst

📰 Was ist los?
Laut Deadline entwickelt Sasha Pieterse mit Mother Bare Productions eine Filmadaption von Sherrilyn Kenyons Infernal Affairs als erstes Projekt ihrer neuen Firma. Pieterse soll Sorcha O’Malley spielen, das Drehbuch schreiben Cory Todd Hughes und Adrian Speckert. Ein Regisseur wurde noch nicht genannt.

🐛 Was denken wir?
Die spannendere Nachricht lautet nicht bloß: wieder eine Fantasyverfilmung. Spannender ist, wie früh hier schon eingesammelt wird. Hollywood kauft sich in einen Stoff ein, dessen erster Band noch gar nicht erschienen ist, weil der Name Kenyon, die Grundidee und die Serienanlage bereits nach ausbaufähiger Marke riechen. Romantik ist daran vor allem die Kalkulation.

😈 Infernal Affairs: Hollywood sichert sich Kenyons Hölle vorzeitig

Das erste Buch erscheint erst am 28. April 2026, doch die Verfilmung ist schon in Arbeit. Sasha Pieterse startet ihre neue Produktionsfirma Mother Bare Productions ausgerechnet mit Infernal Affairs, einer neuen Urban-Fantasy-Reihe von Sherrilyn Kenyon, und übernimmt selbst die Rolle von Sorcha O’Malley. Das ist einerseits sehr Hollywood: möglichst früh zugreifen, bevor der Markt überhaupt abstimmen kann. Andererseits ist die Ausgangsidee so krass überdreht, dass man dem Ganzen zumindest ein interessiertes Stirnrunzeln schenken darf.

🕯️ Ein Höllenprinz im Ermittlungsdienst

Der Stoff selbst weiß immerhin, wie man Aufmerksamkeit bindet. Auf Sherrilyn Kenyons offizieller Buchseite wird Hell To Pay als Geschichte um Lucian “Luke” Teivel beschrieben, den Sohn Luzifers, der aus der Hölle verbannt wird und nun auf der Erde für Infernal Affairs arbeitet, eine geheime Einheit für übernatürliche Verbrechen. Dort entscheidet man offenbar nicht nur zwischen Schuld und Unschuld, sondern auch zwischen Gefängnis und Höllenschlund. Das ist natürlich genau die Sorte Prämisse, bei der man schon die Studiofolie mit der Überschrift „Franchise Potential“ vor sich sieht. Aber es ist eben auch eine nicht mehr ganz taufrische Idee, die immer noch Zug haben könnte.

Sorcha O’Malley, die Pieterse spielen soll, ist laut der offiziellen Inhaltsangabe die neue Partnerin dieses verbannten Teufelssohns: klug, misstrauisch, störrisch und zugleich damit beauftragt, seine dunkleren Impulse im Zaum zu halten. Wenn man so will, bekommt Hollywood hier also Ermittler-Fantasy, Dämonenpolitik und gereizte Partnerdynamik in einem Paket geliefert. Nicht gerade bescheiden, aber immerhin besser als der nächste Schattenkrieger mit Standardfluch.

Eine Ermittlerin steht nachts mit einem dämonisch wirkenden Partner in einer düsteren Stadtstraße und deutet die Verfilmung von Infernal Affairs an.

📚 Kenyon liefert die passende Serienarchitektur gleich mit

Dass die Adaption so früh kommt, ist kein Zufall. Sherrilyn Kenyon ist im Fantasy- und Paranormal-Romance-Bereich seit Jahren ein großer Name, und auf ihrer offiziellen Seite ist Infernal Affairs bereits klar als Reihe angelegt. Dort werden Hell To Pay für den 28. April 2026 und Hell’s Half Acre für den 30. Juni 2026 geführt; ein dritter Band ist ebenfalls vorgesehen. Mit anderen Worten: Hollywood kauft hier nicht nur eine einzelne Geschichte, sondern gleich ein Regalbrett mit Fortsetzungsanschluss.

Genau das macht die Sache interessant und ein wenig komisch zugleich. Die Reihe hat noch nicht einmal den Lesertest des ersten Veröffentlichungsmonats hinter sich, aber die Filmmaschine läuft schon an. Das ist der moderne Unterhaltungsbetrieb in Reinform: Erst wird geprüft, ob ein Stoff nach Reihenfähigkeit aussieht, und erst danach kümmert man sich um den Rest. Immerhin hat man sich hier für einen Stoff entschieden, der nicht völlig phantasielos klingt.

🎥 Sasha Pieterse baut sich ihr erstes Produzentenprojekt

Für Pieterse selbst ist das Projekt ebenfalls mehr als bloß ein Rollencoup. Deadline beschreibt Infernal Affairs ausdrücklich als ersten Titel ihrer neuen Firma Mother Bare Productions. Das heißt: Sie steht hier nicht nur vor der Kamera, sondern setzt gleich beim Aufbau ihrer Produktionsarbeit auf eine Stoffreihe, die auf Serienlogik, Wiedererkennbarkeit und Fangemeinde ausgelegt ist. Vorsichtiger formuliert: Das ist kein Nebenprojekt, sondern eine ziemlich klare Standortbestimmung.

👑 Unser Fazit: Zwischen Höllenakte und Geschäftsmodell

Infernal Affairs riecht stark nach frühzeitigem Markenaufbau, und das sollte man auch nicht romantischer reden, als es ist. Aber innerhalb dieses Kalküls hat der Stoff wenigstens etwas, das nicht sofort nach austauschbarer Regalmagie klingt: ein Sohn Luzifers als Ermittler, eine Partnerin mit Kontrollauftrag, Savannah als Schauplatz und eine geheime Behörde, die Übernatürliches verwaltet. Das ist irgendwie barock, leicht albern und potenziell wohl auch durchaus unterhaltsam. Jetzt muss die Verfilmung nur noch beweisen, dass hinter der schnellen Rechtejagd auch ein Film steckt, der mehr kann als nur höllisch gut zu klingen.

Episches Fantasy-Banner im Stil von Gandalf: Ein weißbärtiger Zauberer blockiert mit erhobenem Stab den Weg und ruft ‚Du kannst nicht vorbei!‘. Darunter der Zusatz: ‚Es sei denn, du abonnierst unseren Newsletter!‘. Rechts unten ein glühender, magischer Button mit der Aufschrift: ‚Lass mich rein, du Narr!
Mystisches Banner mit Elyra, der Sternengöttin: Ihr leuchtendes Gesicht vor einem funkelnden Sternenhimmel, goldener Schriftzug ‚Dein Blick in die Zukunft?‘ und ein glänzender goldener Button ‚Direkt zum Sternenorakel‘.

Außerdem ziemlich lesenswert: