I, Object: Fantasy aus der Kramschublade

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Haushaltsgegenstände mit Nebenrolle

📰 Was ist los?
I, Object ist ein neues Fantasy-Familiendrama von Andrew Niccol. Der Film startet am 23. Juli 2026 in Neuseeland und erzählt von einem zehnjährigen Jungen, der nach dem Tod seines Vaters Gesichter in Alltagsgegenständen sieht. Zum Cast gehören Karl Urban, Anna Faris, Jemaine Clement, Ethan Hawke, Thomasin McKenzie, Jay Baruchel und Skywalker Hughes.

🐛 Was denken wir?
Das klingt nach Fantasy aus der Besteckschublade, aber mit ernstem Unterbau. I, Object könnte genau dann stark werden, wenn der Film seine sprechenden Dinge nicht nur niedlich, sondern wirklich notwendig macht. Trauerbewältigung per Haushaltsgegenstand ist jedenfalls mutiger als noch ein weiterer Auserwählter mit leuchtendem Schwert.

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🧸 I, Object: Fantasy aus der Kramschublade

Manchmal braucht Fantasy keine Drachen, keine Königreiche und keinen achtbändigen Stammbaum eines verfluchten Elbenhauses. Manchmal reicht ein Kind, das in Alltagsgegenständen Gesichter sieht, und plötzlich wirkt die eigene Küchenschublade wie ein schlecht beaufsichtigtes Paralleluniversum. I, Object von Andrew Niccol hat einen Trailer bekommen und sieht nach jener Sorte Familien-Fantasy aus, die zunächst harmlos beginnt, aber wohl schnell massiv auf die Tränendrüse zielt.

Ein Junge steht in einem magischen Zimmer voller Alltagsgegenstände mit Gesichtern, während sanftes Licht und Fantasy-Stimmung die Szene prägen.

Der Film startet am 23. Juli 2026 in Neuseeland. Ein deutscher Termin ist bislang nicht bekannt. Dafür steht schon fest: Hier wird nicht einfach ein sprechender Toaster zum Gag erhoben. I, Object erzählt von Trauer, Fantasie und der Frage, ob Dinge manchmal nur Dinge sind oder ob wir ihnen Bedeutung geben, weil sonst etwas in uns zu laut wird.

🎬 Offizieller Trailer

Der Trailer zu I, Object zeigt ein Fantasy-Abenteuer über Trauer, Fantasie und jene Haushaltsgegenstände, die plötzlich so schauen, als wüssten sie mehr über uns als der Kühlschrankkalender.

🕰️ Ein Junge, ein Verlust und sehr viele Gesichter

Im Zentrum steht der zehnjährige Tom, gespielt von Bentley Storteboom. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters zieht er sich in eine Welt zurück, die beide einst gemeinsam geteilt haben: eine Welt, in der Gegenstände Gesichter bekommen und zu Begleitern werden. Was nach einem freundlichen Familienfilm mit animiertem Besteck klingt, hat also einen deutlich empfindlicheren Kern.

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Das ist der eigentliche Reiz an der Sache. I, Object wirkt im Trailer nicht wie die nächste laute Franchise-Baustelle, sondern wie ein kleiner Fantasy-Film über den Moment, in dem Fantasie nicht Flucht ist, sondern Erste Hilfe. Natürlich kann so etwas grauenhaft süßlich werden. Aber bei Andrew Niccol darf man zumindest hoffen, dass hinter der Niedlichkeit noch ein paar schärfere Kanten liegen. Der Mann hat schließlich Gattaca gemacht. Der weiß, dass schöne Oberflächen meistens dann interessant werden, wenn darunter etwas knirscht.

🧃 Karl Urban gegen die sprechende Hausordnung

Der Cast ist erstaunlich prominent besetzt. Karl Urban spielt Toms strengen Stiefvater, während Jemaine Clement, Anna Faris, Ethan Hawke, Thomasin McKenzie, Jay Baruchel und Skywalker Hughes weitere Rollen übernehmen. Das ist für einen Film über beseelte Alltagsgegenstände durchaus eine stabile Besetzung. Andere Produktionen brauchen dafür ein Cinematic Universe, drei Post-Credit-Szenen und einen Mann im Umhang, der bedeutungsvoll in den Himmel starrt.

Spannend ist vor allem, dass I, Object in Wellington gedreht wurde und offenbar bewusst kleiner denkt. Kein globaler Weltrettungszauber, keine Armee aus Computermonstern, kein Endkampf über einer leuchtenden Himmelsspalte. Stattdessen: ein Kind, ein Verlust, sprechende Objekte und die ziemlich gefährliche Erkenntnis, dass die Dinge, an denen wir hängen, nie ganz unschuldig sind.

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🧸 Toy Storys melancholischer Cousin

Natürlich liegt der Vergleich nahe: Gegenstände werden lebendig, Kinderperspektive, emotionale Reise. Aber I, Object scheint weniger Spielzeugabenteuer als Trauer-Fantasy zu sein. Der Trailer verkauft keine bunte Objekt-Rebellion, sondern eine Welt, in der Tom lernen muss, dass Erinnerung nicht dasselbe ist wie Stillstand. Das ist ein schöner Ansatz, solange der Film seine Fantasie nicht in pädagogischem Sirup ertränkt.

Genau dort entscheidet sich, ob I, Object nur nett wird oder wirklich berührt. Wenn die beseelten Gegenstände mehr sind als knuffige Helfer mit Gesicht, könnte daraus ein überraschend feiner kleiner Film werden. Wenn sie nur dazu dienen, kindgerechte Lebensweisheiten aufzusagen, landet das Ganze schnell in jener Abteilung, in der Filme sehr freundlich lächeln und dabei jede Szene erklären, als säße das Publikum in einem Möbelhaus für Gefühle.

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🧭 Kleine Magie, großes Risiko

Der Trailer macht jedenfalls neugierig. Nicht, weil I, Object nach dem nächsten Fantasy-Großereignis aussieht, sondern gerade weil er das nicht tut. Dieser Film will offenbar keine Welt erobern. Er will zeigen, wie eine Welt für ein Kind zerbricht und sich aus Uhr, Dose, Koffer und Erinnerung langsam wieder zusammensetzt.

Das kann wunderbar werden. Es kann auch furchtbar klebrig werden. Im Moment überwiegt aber klar die Neugier. I, Object sieht aus wie ein Film, der Fantasy nicht als Spektakel versteht, sondern als Sprache für etwas, das man sonst kaum sagen kann. Und ganz ehrlich: Nach dem Trailer wird man vermutlich nie wieder eine alte Käsereibe in die Hand nehmen, ohne ihr zumindest kurz eine eigene Meinung zu unterstellen.

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