Herd: Wenn der Bass göttliche Klangwesen bekehrt

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Möge der bessere Takt gewinnen

📰 Was ist los?
Herd ist ein Free-to-play-Tactical-Card-Battler für PC, geplant für 2027. Eine Demo ist bereits auf Steam verfügbar. In den Duellen werden Karten wie musikalische Spuren eingesetzt, um die göttlichen Klangwesen Mélodus zu gewinnen.

🐛 Was denken wir?
Der Haken sitzt: Fantasy-Kampf als musikalisches Kartenduell ist deutlich frischer als der nächste Feuerball mit Zahlenhut. Interessant wird, ob Herd aus Rhythmus, Deckbuilding und PvP wirklich Spannung baut, ohne dass Free-to-play später den Takt vorgibt.

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🎵 Herd: Wenn der Bass göttliche Klangwesen bekehrt

In Herd wird nicht einfach ein Feuerball auf eine Lebensleiste geworfen, bis jemand umfällt. Das wäre offenbar zu normal. Stattdessen verwandelt das Free-to-play-Kartenspiel von Games of Forge seine Duelle in musikalische Auftritte: Karten werden wie Instrumentenspuren gesetzt, der Takt entscheidet mit, und am Ende sollen göttliche Klangwesen namens Mélodus davon überzeugt werden, auf der richtigen Seite zu landen.

Magische Fantasy-Musiker legen leuchtende Karten auf eine Bühne, während kleine göttliche Klangwesen zwischen Rhythmus, Bass und Melodie schweben.

Eine Demo ist bereits auf Steam verfügbar, der PC-Release ist für 2027 geplant. Der erste Eindruck: Herd will kein weiteres Kartenspiel sein, das Fantasy nur als hübsche Verpackung für Zahlen und Keywords benutzt. Hier wird das Regelwerk direkt an Musik geknotet.

🥁 Drums, Bass und göttliches Publikum

Die Karten in Herd liegen nicht einfach als Angriff, Block oder Spezialeffekt auf dem Tisch. Sie sind in musikalische Kategorien aufgeteilt: Drums, Chords, Bass, Melody und Voices. Jede Spur verändert den Ablauf des Duells, baut Druck auf, stört den Rivalen oder hilft dabei, die Mélodus auf die eigene Seite zu ziehen.

Das Ziel ist also nicht, den Gegner klassisch auf null Lebenspunkte zu prügeln. Stattdessen geht es um Kontrolle, Timing und den besseren Aufbau des eigenen Soundboards. Wer Rhythmus, Melodie und Störmanöver sauber kombiniert, macht aus dem Match eine kleine Fantasy-Performance. Wer danebenliegt, klingt vermutlich wie eine Schülerband, die gerade zum ersten Mal „taktische Synergie“ sagt.

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🎼 Deckbuilding mit Bühnenangst

Der charmante Kniff an Herd ist, dass Musik hier nicht nur Dekoration ist. Die Mélodus reagieren auf das, was gespielt wird. Karten beeinflussen nicht nur abstrakte Werte, sondern den Fluss des Auftritts. Dadurch wirkt das Spiel weniger wie ein normales Sammelkarten-Duell mit Fantasy-Nebelhorn und mehr wie ein taktisches Ringen um Aufmerksamkeit.

Geplant sind Solo-Inhalte zum Lernen und Austesten sowie 1v1-PvP für direkte Duelle. Das passt zur Idee: Erst übt man seine Setlist, dann stellt man fest, dass andere Spieler sehr gern den Bass ruinieren, kurz bevor der eigene große Zug sitzen sollte. So beginnt Rivalität. Nicht mit Hass, sondern mit einem sabotierten Refrain.

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💸 Free-to-play mit Fuß auf der Bremse

Herd soll Free-to-play bleiben. Die Entwickler sprechen von einem Modell ohne verkaufte PvP-Vorteile; Käufe sollen sich auf Kosmetik, Ausdruck, optionale Inhalte, Figurenstile, Effekte, Mélodus-Skins und Bühnenanpassungen konzentrieren.

Das klingt vernünftig, muss sich aber im fertigen Spiel beweisen. Gerade digitale Kartenspiele kennen den schmalen Grat zwischen „fairer Einstieg“ und „dein Deck klingt leider nach Kleingeldmangel“. Wenn Herd seine musikalische Idee sauber hält und die Monetarisierung nicht zur falschen Leadstimme macht, könnte daraus ein angenehm eigener Indie-Titel werden.

Ein grimmiger Oger versucht, ein Schwert aus einem Stein zu ziehen, während kleine Waldtiere neugierig und furchtlos zuschauen.

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