Hellcat sperrt den Horror in einen Wohnwagen – und etwas erwacht in Lena
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Eine Stunde Restzeit im schlechtesten Wohnwagen der Welt
📰 Was ist los?
Hellcat startet heute bei Shudder und AMC+. Lena wacht verletzt in einem fahrenden Wohnwagen auf; der Fahrer behauptet, eine Infektion werde sie innerhalb einer Stunde töten. Während sie nach einem Ausweg sucht, verändert sich ihr Körper und ihre Wahrnehmung wird zunehmend unsicher.
🐛 Was denken wir?
Die enge Ausgangslage gefällt uns gerade deshalb, weil der Film daraus keinen gewöhnlichen Entführungsthriller macht. Die Kombination aus Zeitdruck, unzuverlässiger Wahrnehmung und körperlicher Veränderung gibt dem kleinen Setup genug Eigenleben. Schade ist nur, dass die deutsche Verfügbarkeit zum heutigen Start noch unklar bleibt.
🩸 Hellcat sperrt den Horror in einen Wohnwagen – und etwas erwacht in Lena
Lena wacht auf, der Wohnwagen fährt bereits, eine Wunde an ihrem Körper sieht ausgesprochen schlecht aus – und der unbekannte Mann am Steuer teilt ihr über eine Sprechanlage mit, dass ihr ungefähr eine Stunde bleibt, bevor die Infektion ihr Herz erreicht. Damit sind die Bedingungen von Hellcat nach wenigen Minuten geklärt. Fast alles andere bleibt fragwürdig.

© Silent Diner Films / Archaea Productions
Der neue Horrorfilm von Brock Bodell startet heute bei Shudder und AMC+. Dakota Gorman trägt als Lena weite Teile des Films praktisch allein, eingeschlossen zwischen holzvertäfelten Wänden, Familienfotos, medizinischem Material und einem ausgestopften Kojotenkopf, über den die Stimme ihres vermeintlichen Retters beziehungsweise Entführers zu ihr dringt. Lena sucht nach einem Ausweg und gleichzeitig nach einer Erklärung dafür, was mit ihrem Körper geschieht.
🚐 Ein Wohnwagen voller schlechter Erklärungen
Die Konstruktion funktioniert zunächst wie ein Kammerspiel. Der Fahrer Clive behauptet, Lena verletzt beim Campen gefunden zu haben und sie zu einem Arzt zu bringen. Im Inneren seines Wohnwagens entdeckt sie allerdings genug Dinge, um diese Geschichte gründlich zu hinterfragen. Der Film hält lange offen, welche Informationen stimmen und wie viel von Lenas zunehmender Unsicherheit bereits mit ihrer Verletzung zusammenhängt.
Genau darin liegt der stärkere Mystery-Haken von Hellcat. Die Infektion wird sichtbar körperlicher, während gleichzeitig die Verlässlichkeit der Wahrnehmung abnimmt. Bodell verbindet den engen Survival-Thriller dadurch mit übernatürlichem Horror und Creature-Feature-Elementen, ohne die Geschichte sofort in eine eindeutige Richtung zu schieben.
🎬 Hellcat: Eine Stunde Restzeit
Der offizielle Shudder-Trailer zeigt Lenas Erwachen im fahrenden Wohnwagen und die zunehmend unheimlichen Folgen ihrer Verletzung.
🩹 Dakota Gorman trägt den Horror auf engstem Raum
Dass ein großer Teil des Films in einem einzigen Fahrzeug stattfindet, legt entsprechend viel Gewicht auf Dakota Gorman. Bereits die Festivalrezensionen hoben ihre Darstellung hervor; auch der Guardian sieht Lena als den entscheidenden Grund dafür, dass die Geschichte über ihre begrenzte Ausgangssituation hinaus trägt. Später öffnet sich der Film räumlich und inhaltlich stärker, ohne seine Körperhorror-Idee fallen zu lassen.
Bodell hatte zuvor vor allem als Editor gearbeitet und mit Grief 2019 erstmals selbst geschrieben und Regie geführt. Hellcat ist sein erster Langfilm.
📺 Heute bei Shudder und AMC+
Hellcat ist ab 14. August 2026 auf Shudder und AMC+ verfügbar. Der Film dauert ungefähr 91 Minuten. Shudder besitzt die nordamerikanischen Rechte; für Deutschland konnte ich aktuell keinen gesondert bestätigten Start finden.
Für Freunde von überschaubaren Schauplätzen, schleichendem Bodyhorror und Geschichten, die ihre Informationen nur widerwillig herausrücken, ist das ein interessanter kleiner Neustart.
Die spannendere Frage lautet am Ende womöglich weniger, wie Lena aus diesem Wohnwagen herauskommt – als was mit ihr aussteigt.




