Vier Helden, viele Drachen und sehr viel Papier: Hellcard II bekommt neue Gratis-Demo

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Vier Helden, ein Dungeon, sehr viele Karten

📰 Was ist los?
Hellcard II hat eine neue kostenlose Steam-Demo bekommen. Der Nachfolger erweitert den Koop-Deckbuilder auf vier Helden, echte 3D-Popup-Dungeons, Ausrüstung mit spielerischen Effekten und größere Abenteuer.

🐛 Was denken wir?
Das sieht inzwischen deutlich mehr nach richtigem Dungeon-Crawler aus als nach bloßem Kartenkampf mit hübscher Kulisse. Und wer sofort testen will, ob vier Decks gleichzeitig eine gute Idee sind, kann das jetzt kostenlos herausfinden.

Manche Dungeon Crawler bauen auf düstere Katakomben, verwinkelte Ruinen und möglichst viel feuchten Stein. Hellcard II bevorzugt Papier, Karten und Drachen, die aussehen, als hätte jemand ein ziemlich aggressives Popup-Buch aufgeschlagen.

Vier bewaffnete Operators kämpfen gemeinsam in einer farbenfrohen interdimensionalen Arena gegen große Fantasy-Gegner und Bosse.
Vier Helden, ein aufgeklappter Dungeon und deutlich mehr Raum für Chaos: Hellcard II erweitert seinen Koop-Deckbuilder und lässt die neue Demo bereits kostenlos spielen. © Thing Trunk

Beim PC Gaming Show Tokyo Direct hat Thing Trunk heute eine neue kostenlose Demo des Koop-Roguelite-Deckbuilders veröffentlicht. Sie ist ab sofort auf Steam spielbar und gibt einen frischen Eindruck davon, wie stark der Nachfolger sein bekanntes System erweitert.

Neu angekündigt wurde Hellcard II allerdings nicht erst heute. Der Nachfolger ist bereits seit Februar bekannt. Der aktuelle Anlass ist die Demo – und die ist deutlich substanzieller als ein weiterer Trailer ohne direkten Spielzugang.

🃏 Vier Helden statt drei

Einer der größten Unterschiede zum Vorgänger steckt direkt in der Gruppengröße. Hellcard II ist von Grund auf für vier Helden gebaut. Im Koop übernehmen mehrere Spieler die Gruppe gemeinsam; wer solo unterwegs ist, kontrolliert alle vier Figuren selbst. Auch bei weniger als vier menschlichen Spielern bleibt die Gruppe vollständig – einzelne Spieler übernehmen dann mehrere Charaktere.

Damit bekommt der Deckbuilder erheblich mehr taktische Möglichkeiten. Karten müssen nicht nur innerhalb eines einzelnen Decks funktionieren, sondern über vier Charaktere hinweg zusammenspielen.

Schon der erste Teil lebte davon, Angriffe und Effekte zwischen Nah- und Fernbereichen zu koordinieren. Mit einer zusätzlichen Figur dürfte aus „wer spielt jetzt welche Karte?“ schnell eine erstaunlich ausführliche Gruppendiskussion werden.

🎬 Das Popup-Buch öffnet sich wieder

Der neue Demo-Trailer zu Hellcard II zeigt die vierköpfige Heldengruppe, die dreidimensionalen Papierdungeons und jede Menge taktische Kartenkämpfe. Wer danach selbst hineinwill, kann die neue Demo bereits kostenlos auf Steam spielen.

📖 Das Papier wird diesmal wirklich dreidimensional

Optisch bleibt Hellcard II seiner Papierästhetik treu, technisch hat sich darunter aber einiges verändert. Thing Trunk wechselte auf Unreal Engine 5. Dadurch können die Entwickler das Spiel erstmals als tatsächliche 3D-Popup-Welt bauen, statt viele Effekte im alten 2D-System nur zu simulieren. Seiten können sich aufschlagen, Räume entstehen sichtbar aus Papierkulissen und Figuren wirken stärker wie ausgeschnittene Modelle innerhalb eines lebendigen Buchs.

Das ist mehr als Kosmetik. Der Vorgänger hatte bereits eine sehr eigene Optik, aber der Nachfolger kann diese Idee jetzt konsequenter ins Raumgefühl übersetzen. Man kämpft also weiterhin in einem Papierdungeon. Das Papier hat inzwischen lediglich gelernt, räumlich zurückzuschlagen.

⚔️ Ausrüstung mischt jetzt direkt im Deck mit

Eine weitere große Neuerung ist die Ausrüstung. Gefundene Gegenstände verändern nicht nur das Aussehen der Helden, sondern beeinflussen Deck, Werte und Buffs. Bestimmte Ausrüstung kann sogar den Startaufbau eines Charakters verändern und damit schon vor dem ersten Kampf festlegen, in welche Richtung sich ein Build entwickelt.

Das gibt der langfristigen Progression deutlich mehr Gewicht. Im ersten Teil ging es vor allem darum, Karten freizuschalten und innerhalb eines Runs passende Synergien zu finden. Hellcard II verbindet das stärker mit dauerhaften Charakterentscheidungen. Wer also irgendwann eine völlig absurde Feuerausrüstung zusammenstellt, darf wenigstens passend gekleidet abbrennen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🏰 Die Dungeons bekommen richtige Abenteuer

Auch strukturell wird größer gedacht. Thing Trunk spricht von Adventures, also umfangreicheren Geschichten mit eigenen Karten, Nebenaufgaben und Bossen. Entscheidungen innerhalb einer Gruppe können beeinflussen, welche Räume später überhaupt auftauchen. Bestimmte Gegenstände oder Charaktereigenschaften öffnen ebenfalls alternative Wege.

Der Entwickler behauptet sogar, dass einzelne Abenteuer mehr Inhalt enthalten können als der komplette erste Teil. Das ist eine ziemlich deutliche Ansage.

Statt nur eine Reihe taktischer Kämpfe aneinanderzuhängen, soll sich jede Expedition stärker wie eine kleine gemeinsame Kampagne anfühlen – inklusive Entscheidungen, die nicht immer im Interesse aller vier Helden liegen müssen.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🐲 Und natürlich gibt es weiter sehr viele Drachen

PC Gamer bringt die Sache angenehm direkt auf den Punkt: Papierdungeons, Koop, Deckbuilding und viele Drachen. Die Positionierung der Gegner bleibt dabei wichtig. Manche stehen im Nahbereich, andere weiter entfernt, und Karten funktionieren je nach Distanz unterschiedlich. Wer ausschließlich auf Nahkampf setzt, muss Gegner also erst herankommen lassen; Fernkampf-Builds lösen andere Probleme besser.

Gerade mit vier Figuren kann daraus ein deutlich komplexeres Teamspiel entstehen. Oder vier Menschen bauen unabhängig voneinander das gleiche Deck und wundern sich anschließend, warum der Drache noch lebt. Beides ist vermutlich möglich.

🎮 Die Demo ist jetzt spielbar

Der entscheidende heutige Punkt: Die neue Demo steht ab sofort auf Steam bereit. Damit lässt sich der aktuelle Entwicklungsstand direkt ausprobieren, ohne auf einen späteren Playtest-Zugang hoffen zu müssen.

Beim Erscheinungsjahr gibt es derzeit allerdings widersprüchliche Angaben: PC Gamer nennt heute 2027, während die Steam-Seite weiterhin Q4 2026 führt. Solange Thing Trunk das nicht eindeutig auflöst, würde ich im Artikel keinen festen Zeitraum daraus machen.

Die Demo braucht diese Unsicherheit ohnehin nicht. Der Papierdungeon steht offen.

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