Der Feind meines Feindes ist leider immer noch Xenos: Helbrecht bekommt eine ziemlich unheilige Allianz

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Helbrecht muss diesmal etwas viel Schlimmeres tun als kämpfen

📰 Was ist los?
Black Library hat Helbrecht: Sin of Hope von Mike Vincent angekündigt. High Marshal Helbrecht kämpft darin gemeinsam mit den Elysianern des Astra Militarum gegen Chaos und bekommt ausgerechnet die Leagues of Votann als notwendige Verbündete.

🐛 Was denken wir?
Der nette Haken steckt weniger in der nächsten Schlacht als im ideologischen Problem dahinter. Die Black Templars sind praktisch dafür gebaut, Grauzonen möglichst schnell mit dem Schwert zu beseitigen. Jetzt müssen sie eine davon offenbar eine ganze Romanlänge lang ertragen.

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⛓️ Der Feind meines Feindes ist leider immer noch Xenos: Helbrecht bekommt eine ziemlich unheilige Allianz

Die Black Templars sind vieles. Diplomaten gehören eher nicht dazu. In Helbrecht: Sin of Hope bekommt High Marshal Helbrecht nun ausgerechnet eine Situation serviert, bei der das übliche Verfahren aus Kettenschwert, Glaubenseifer und sehr eindeutiger Feinderkennung an Grenzen stößt. Der neue Roman von Mike Vincent zwingt den Ordensmeister der Black Templars zu einer Allianz mit den Leagues of Votann – und stellt damit eine ausgesprochen unangenehme Frage: Wie viel Kompromiss verträgt ein Mann, dessen gesamtes Weltbild auf der möglichst vollständigen Abwesenheit von Kompromissen beruht?

Das Buch Helbrecht: Sin of Hope steht vor dunklem Hintergrund; auf dem Cover sitzt Helbrecht in goldener Rüstung mit erhobenem Schwert zwischen Kerzen, Schädeln und Black-Templars-Kriegern.
Helbrecht sitzt fest im Sattel, politisch wird es schwieriger: Im neuen Roman muss der High Marshal ausgerechnet mit den Leagues of Votann zusammenarbeiten. © Games Workshop / Black Library

Gemeinsam mit seinem Orden und elysianischen Truppen des Astra Militarum muss Helbrecht gegen die Mächte des Chaos antreten. Die Votann erscheinen dabei weniger als erfreuliche Verstärkung denn als jene Sorte Verbündete, die man nur akzeptiert, weil das Universum gerade eine noch schlechtere Alternative bereithält.

⚔️ Helbrecht bekommt ein Problem, das sich schlecht erschlagen lässt

Autor Mike Vincent beschreibt im begleitenden Interview genau diesen Konflikt als Kernreiz des Romans. Die Kin besitzen eine uralte Verbindung zur Terra und liegen aus imperialer Sicht in einer unangenehmen Grauzone: je nach Situation irgendwo zwischen akzeptabler Zweckgemeinschaft und klarer Xenos-Gesellschaft. Für die Black Templars ist das ungefähr die ungünstigste denkbare diplomatische Ausgangslage.

Vincent betont, dass gerade Helbrechts Orden mit solchen Graubereichen wenig anfangen kann. Sein Denken folgt stark dem Prinzip „mit uns oder gegen uns“. Sobald aber ein gemeinsamer Feind beide Seiten gleichermaßen bedroht, reicht selbst dieses sehr praktische Weltbild möglicherweise nicht mehr aus.

Damit steckt hinter dem Roman mehr als eine weitere große 40K-Schlacht. Helbrecht muss entscheiden, was er für einen Sieg aufzugeben bereit ist – und ob ein Bündnis selbst dann möglich bleibt, wenn der Verbündete nach der eigenen Ideologie eigentlich hervorragend ins Fadenkreuz passt.

Man kann es auch einfacher ausdrücken: Das Chaos kommt, die Votann helfen, und Helbrecht bekommt vermutlich schon beim Wort „Zusammenarbeit“ schlechte Laune.

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🪓 Vom Night Lord zum High Marshal

Für Mike Vincent ist Helbrecht: Sin of Hope zugleich ein deutlicher Perspektivwechsel. Sein vorheriger Roman The Remnant Blade stellte die Night Lords ins Zentrum, also Chaos Space Marines, deren Motivation sehr viel stärker aus Eigennutz und Selbsterhaltung entsteht.

Auf die Gemeinsamkeiten angesprochen, braucht Vincent im Interview bemerkenswert wenig Anlauf: „Violence! Violence makes them similar!“ Danach werden die Unterschiede allerdings schnell größer. Night Lords setzen Gewalt aus anderen Gründen ein als Black Templars, die ihre Brutalität mit Glauben, Pflicht und einem sehr großen historischen Auftrag verbinden.

Gerade das dürfte Helbrecht interessant machen. Vincent nähert sich der bekannten Figur zunächst über die Perspektive anderer Charaktere und will dessen Persönlichkeit erst nach und nach öffnen. Der legendäre Ordensmeister soll dadurch anfangs genau so wirken, wie er im 41. Jahrtausend eben wirkt: als jemand, den selbst Verbündete gleichermaßen verehren und fürchten.

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📚 Black Library schickt Helbrecht wieder ins Zentrum

Ein genauer Veröffentlichungstermin steht bislang noch nicht fest. Black Library kündigt Helbrecht: Sin of Hope zunächst als Hardcover sowie als aufwendige Special Edition an; beide Fassungen sollen demnächst vorbestellbar werden.

Für Leser, die vorher noch tiefer in die Figur einsteigen möchten, verweist Warhammer Community außerdem auf Helbrecht: Knight of the Throne. Der neue Roman setzt jedoch einen anderen Schwerpunkt: weniger Helbrecht als reine Ikone, mehr Helbrecht als Mann, der ausgerechnet dort eine Entscheidung treffen muss, wo seine Überzeugungen keinerlei bequeme Antwort liefern.

Und vielleicht ist genau das die denkbar grausamste Prüfung für einen Black Templar.

Ein Gegner kann erschlagen werden.

Ein notwendiger Verbündeter muss ausgehalten werden.

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