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Kostenlos rein – ob man wieder rauswill, ist eine andere Frage
📰 Was ist los?
Die kostenlose Demo von Hauntasy ist seit dem 27. August tatsächlich auf Steam freigeschaltet und installierbar. Der spielbare Vorgeschmack setzt auf Raumüberwachung, Kerzen, Flammensensoren und knappe Ressourcen; deutsche Texte werden unterstützt.
🐛 Was denken wir?
Der Ansatz gefällt, weil Hauntasy nicht sofort den nächsten Dämon mit Axt durch den Flur schickt. Kameras, Dunkelheit und die Unsicherheit, ob überhaupt etwas im Haus ist, können wesentlich unangenehmer werden – und als kostenlose Demo lässt sich jetzt ohne Risiko prüfen, ob DreamTheory Games damit tatsächlich trifft.
🕯️ Eine Million Dollar fürs Spukhaus: Hauntasy lässt seine Demo kostenfrei los
Eine Million Dollar für sieben Nächte in einem angeblich verfluchten Herrenhaus. Das klingt zunächst nach einem Angebot, bei dem man lediglich hoffen muss, dass der Baron solventer ist als seine Immobilie. Hauntasy macht daraus ein übernatürliches Survival-Spiel – und wer ausprobieren möchte, wie lange die eigene Zuversicht zwischen Überwachungskameras, Kerzenlicht und verdächtigen Geräuschen hält, kann das inzwischen kostenlos tun.

Die Demo von Hauntasy ist seit dem 27. August tatsächlich auf Steam freigeschaltet und installierbar. Damit hat sich der Status gegenüber den vorherigen Ankündigungen eindeutig geändert: Kein „erscheint demnächst“ mehr, sondern ein aktiver Download. Entwickelt und veröffentlicht wird das Spiel von DreamTheory Games.
🏚️ Der Baron bietet eine Million – vermutlich nicht ohne Grund
Die Ausgangslage ist denkbar einfach. Ein wohlhabender Baron lädt den Spieler zu Hauntasy ein, einer Herausforderung in dem angeblich heimgesuchten Anwesen seiner Familie. Wer dort sieben Nächte übersteht, soll eine Million Dollar erhalten. Die kostenlose Demo bildet davon einen ersten spielbaren Ausschnitt ab und soll zeigen, wie das übernatürliche Survival-System funktioniert.
Statt mit Schrotflinte und Weihwasser durch die Flure zu marschieren, geht es zunächst um Beobachtung und Ressourcenmanagement. Über einen alten Fernseher lassen sich verschiedene Räume kontrollieren, während sogenannte Flammensensoren helfen sollen, das Anwesen abzusichern. Gleichzeitig müssen begrenzte Vorräte verwaltet und vor allem die Kerzen am Brennen gehalten werden.
Das Grundprinzip erinnert damit weniger an gewöhnlichen Action-Horror als an ein angespanntes Überwachungsspiel. Man weiß, dass irgendetwas passieren könnte, aber gerade deshalb wird jeder Raum interessant, in dem zunächst überhaupt nichts passiert.
🎬 Sieben Nächte zwischen Kameras und Kerzenlicht
Der offizielle Trailer zu Hauntasy zeigt das verfluchte Anwesen, die Überwachung per Kameras und jene paranormalen Ereignisse, die aus dem vermeintlich einfachen Sieben-Nächte-Job ziemlich schnell einen Überlebenstest machen.
📺 Hinschauen ist Pflicht – verstehen offenbar nicht
DreamTheory Games spielt ziemlich offen mit der Frage, ob es in dem Haus überhaupt spukt. Der Spieler soll Räume überwachen, nach Unregelmäßigkeiten suchen und herausfinden, was hinter den Erscheinungen steckt. Falls wirklich etwas Übernatürliches dort lebt, ist man möglicherweise nicht allein. Falls nicht, besteht immerhin die Chance, genau das zu beweisen.
Der psychologische Horror entsteht dadurch aus Unsicherheit und permanenter Aufmerksamkeit. Steam führt das Spiel unter anderem mit den Tags Survival Horror, Psychological Horror, Investigation, Resource Management und Supernatural. Gore steht dabei ausdrücklich nicht im Mittelpunkt; der Entwickler nennt stattdessen erschreckende Bilder, Jumpscares, Geister, paranormale Erscheinungen und angespannte Situationen als zentrale Horrorelemente.
Gerade das könnte dem Spiel helfen. Ein Anwesen wird selten dadurch unheimlicher, dass alle drei Minuten ein Monster schreiend durch die Wand kommt. Manchmal genügt ein Fernseher, auf dem in Zimmer vier plötzlich etwas steht, das in Zimmer vier definitiv nicht stehen sollte.
🕯️ Wenn das Licht ausgeht, wird die Nacht erheblich länger
Besonders wichtig scheinen die Lichtquellen zu sein. Die offizielle Demo-Beschreibung warnt ausdrücklich davor, die Kerzen ausgehen zu lassen. Damit sind sie offenbar nicht bloß atmosphärische Dekoration, sondern Teil des eigentlichen Überlebenssystems.
Hinzu kommt die Begrenzung der Ressourcen. Wer Sensoren, Licht und andere Hilfsmittel gedankenlos verbraucht, könnte später genau dann ohne Schutz dastehen, wenn das Haus anfängt, seine überzeugenderen Argumente für die Existenz von Geistern vorzulegen. Das erzeugt jene klassische Horrorsituation, in der nicht nur gefragt wird, was im Dunkeln wartet, sondern ob man es sich überhaupt leisten kann, noch einmal nachzusehen.
Die Demo unterstützt neben Einzelspieler auch lokalen beziehungsweise geteilten Koop. Dadurch lässt sich das Anwesen zumindest gemeinsam untersuchen – wobei die Erfahrung lehrt, dass zwei Menschen vor einem Überwachungsmonitor keineswegs automatisch doppelt so vernünftige Entscheidungen treffen.
🇩🇪 Deutsche Texte sind bereits dabei
Für deutsche Spieler erfreulich: Hauntasy unterstützt bereits in der Demo deutsche Menüs und deutsche Untertitel. Nur die vollständige Sprachausgabe bleibt Englisch. Insgesamt führt Steam elf unterstützte Sprachen.
Auch technisch ist das Ganze vergleichsweise genügsam. Die Demo benötigt laut Steam nur rund 500 MB Speicherplatz und verlangt in der Mindestkonfiguration keine außergewöhnlich leistungsfähige Hardware. Damit eignet sie sich tatsächlich für einen schnellen kostenlosen Test und nicht nur als achtzig Gigabyte schweres Wochenendeprojekt.
🌒 Im Oktober soll das ganze Haus öffnen
Wer nach dem kostenlosen Ausflug freiwillig zurückkehren möchte, bekommt dafür bereits einen Termin. Die Vollversion von Hauntasy wird auf Steam derzeit für den 29. Oktober 2026 geführt. Auch dort gehören die sieben Nächte, das Ressourcenmanagement und die Frage nach dem tatsächlichen Spuk zum zentralen Konzept.
Bis dahin erfüllt die Demo eine angenehm klare Aufgabe: Man kann ohne Eintritt ausprobieren, ob DreamTheory Games mit seiner Mischung aus Überwachung, Lichtmanagement und paranormaler Unsicherheit tatsächlich Angst erzeugt.
Der Baron verspricht eine Million Dollar für sieben Nächte.
Für den ersten Besuch verlangt er immerhin noch nichts.



