🔍 Suche im Fantasykosmos
Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Der Colt ist geladen, das Jenseits auch
📰 Was ist los?
Guns of Eschaton wurde als mystischer Western-Soulslike-Shooter für PC, PS5 und Xbox Series angekündigt. Das Spiel führt in einen apokalyptischen Wilden Westen voller Monster, Magie, Schusswaffen, Okkultismus und harter Kämpfe. Solo und Koop sollen möglich sein.
🐛 Was denken wir?
Sehr cool! Okkulter Western, Soulslike-Druck und Shooter-Mechanik können zusammen großartig knirschen, wenn die Welt nicht nur Kulisse bleibt. Der Wilde Westen ist hier offenbar tot, aber keineswegs leise. Und wenn Viktor Antonovs letzter Weltentwurf auch nur halb so viel Atmosphäre trägt wie erhofft, sollte man diesen Ritt im Auge behalten.
🤠 Guns of Eschaton: Wenn der Wilde Westen betet, schießt und trotzdem untergeht
Der Wilde Westen war im Kino nie besonders gesund. Staub, Blut, schlechte Zähne, noch schlechtere Entscheidungen. Guns of Eschaton setzt diesem Elend jetzt eine apokalyptische Krone auf: ein mystischer Western-Soulslike-Shooter, in dem Revolver, Magie und Monsterhorden durch eine sterbende Version Amerikas ziehen. Das ist kein Lagerfeuer-Western mit Mundharmonika und Sonnenuntergang. Das ist eher der Moment danach, wenn der Sonnenuntergang merkt, dass er heute auch nicht mehr zuständig ist.

Das Spiel erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox Series und führt als First-Person-Shooter durch einen okkulten Wilden Westen des 19. Jahrhunderts. Spieler ziehen als Revolverheld durch ein Land, das offenbar nicht nur politisch, sondern kosmisch gekündigt wurde. Überleben soll dabei nicht von Dauerfeuer abhängen, sondern von Vorbereitung, Timing, Munition, Ausrüstung und dem klugen Einsatz übernatürlicher Fähigkeiten. Kurz gesagt: Wer hier einfach wild in die Monsterwolke ballert, wird vermutlich sehr schnell Teil der Landschaft.
🎬 Offizieller Announcement Trailer
Der Trailer zu Guns of Eschaton zeigt einen okkulten Wilden Westen aus Staub, Blut, Monsterhorden und Revolvern, bei dem selbst der Heimweg vermutlich eine Bossarena ist.
💀 Revolver, Rituale und Straßen ohne Heimkehr
Der starke Haken ist die Stimmung. Guns of Eschaton mischt Western-Ikonen mit Okkult-Horror: staubige Grenzstädte, verfluchte Wege, groteske Kreaturen, religiöse Endzeitbilder und ein Land, das nicht mehr gerettet werden will. Das kann schnell zur Stilübung werden, aber hier steckt genug Druck im Konzept. Ein Soulslike-Shooter im Westernmantel klingt erst einmal wie ein Genre-Experiment aus dem Giftschrank. Genau deshalb ist es interessant.
Besonders reizvoll wirkt das Kampfsystem, wenn es seinen Anspruch hält. Spezialisierte Munition, Paraden, Ausweichbewegungen, Talismane, Magie, Rüstung und unterschiedliche Fähigkeiten deuten auf Buildcrafting statt Ballerschlauch hin. Man soll Gegner lesen, Schwächen erkennen und seine Ausrüstung anpassen. Also weniger „Cowboy mit Shotgun rettet den Tag“, mehr „Cowboy mit drei Patronen, einem Fluchamulett und einem sehr schlechten Gefühl vor der nächsten Kirche“.
🕯️ Ein letzter Weltentwurf mit schwerem Schatten
Zusätzliche Wucht bekommt das Projekt durch seinen kreativen Hintergrund. Guns of Eschaton gilt als letztes Originaluniversum, das vom verstorbenen Art Director Viktor Antonov geprägt wurde. Antonov war einer dieser Künstler, deren Welten nicht nur hübsch aussehen, sondern sofort eine Temperatur haben: düster, schief, unbehaglich, voller Architektur, die wirkt, als habe sie selbst Erinnerungen.
Genau so ein Blick kann einem okkulten Western helfen. Denn das Genre lebt nicht davon, dass jemand einfach Totenschädel an einen Saloon nagelt. Es braucht eine Welt, in der die staubige Straße, die verlassene Kapelle und der rostende Colt zusammen eine Geschichte erzählen. Wenn Guns of Eschaton diesen Ton trifft, könnte daraus mehr werden als ein harter Shooter mit Cowboyhut. Dann wäre es ein Abstieg durch ein Amerika, das längst verloren ist – aber immer noch genug Munition hat, um jeden Besucher mitzunehmen.




