Geister gewinnen, Spinnen räumen ab: Die Horror-Sieger des Grimmfest 2026

🧐 Im Fantasykosmos suchen

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

🕷️ Acht Beine schlagen einfach alle

📰 Was ist los?
Beim Grimmfest 2026 in Manchester gewinnt der japanische Geisterhorror Never After Dark den Hauptpreis. Das Publikum kürt dagegen den Spinnenfilm Crawlers zum Sieger. Weitere Auszeichnungen gehen an düstere Folk-Horror-Geschichten, Science-Fiction-Kurzfilme und Horrorlegende Adrienne Barbeau. Besonders praktisch: Crawlers ist bereits in Deutschland erhältlich.

🐛 Was denken wir?
Ja, ja, da haben wir es mal wieder! Die Jury bevorzugt anspruchsvolle Geistergeschichten, während das Publikum geschlossen für eine Wohnanlage voller giftiger Spinnen stimmt. Wir verstehen das. Normale Geister mögen weniger furchterregend sein, aber sie bauen wenigstens keine Netze hinter dem Badezimmerschrank. Pedro hat vorsichtshalber den Staubsauger segnen lassen.

Manche Horrorfilme brauchen ein einziges Geräusch, um einem das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Andere setzen auf Tausende krabbelnde Beine, die aus jeder dunklen Ecke hervorbrechen. Beim diesjährigen Grimmfest in Manchester hatten beide Methoden Erfolg: Der japanische Geisterfilm Never After Dark gewann den Hauptpreis, während der Spinnenhorror Crawlers zum Publikumsliebling gekürt wurde. Rechtzeitig zur Halloween-Woche hat das britische Festival seine diesjährigen Grimm-Reaper-Awards bekannt gegeben.

Vom 8. bis 11. Oktober 2026 präsentierte das Grimmfest seine 18. Ausgabe im Odeon Great Northern in Manchester. Am 23. Oktober folgte die Bekanntgabe der Preisträger. Neben den beiden großen Siegern überzeugten ungewöhnliche Beiträge über galicische Totengeister, tödliche Technologien und die finsteren Seiten des menschlichen Zusammenlebens.

👻 Never After Dark – die Geister wissen mehr

Den Preis als bester Spielfilm erhielt Never After Dark von Regisseur Dave Boyle. Die Hauptrolle übernimmt Moeka Hoshi, bekannt aus der Serie Shōgun.

Sie spielt Airi, ein Medium, das rastlosen Seelen den Weg ins Jenseits weist. Begleitet wird sie von ihrer verstorbenen Schwester Miku. Als Airi in ein abgelegenes Landhaus gerufen wird, soll sie dort eine gefährliche Geistererscheinung vertreiben. Doch das Wesen besitzt Kräfte, denen ihre bisherigen Erfahrungen kaum gewachsen sind.

Während Airi die Vergangenheit des Hauses untersucht, entdeckt sie ein Geheimnis, das eine weitaus gefährlichere Bedrohung offenbart. Denn plötzlich muss sie erkennen, dass die schlimmsten Gegner keineswegs immer aus dem Jenseits stammen.

Der Film verbindet klassischen japanischen Geisterhorror mit einer langsam wachsenden Atmosphäre der Bedrohung. Neben dem Hauptpreis erhielt Never After Dark gemeinsam mit The Whisper auch die Auszeichnung für die erschreckendsten Momente. Besonders die unheimliche Gestaltung aus Geräuschen, Schatten und bedrückenden Räumen prägte den Eindruck des Films.

🎬 Die Grimmfest-Sieger 2026 im Trailer

Zwei preisgekrönte Horrorfilme, zwei völlig unterschiedliche Albträume: japanischer Geisterspuk und eine tödliche Spinneninvasion.

👻 Never After Dark – Bester Spielfilm

Video: Magnolia Pictures / Magnet Releasing

🕷️ Crawlers – Publikumspreis

Video: Roadside Attractions

🕷️ Crawlers – ein Wohnblock voller tödlicher Spinnen

Beim Publikum setzte sich dagegen Crawlers von Ángel Gómez Hernández durch. Der Creature-Horrorfilm mit Matilda Lutz und Gregg Sulkin verwandelt einen gewöhnlichen Apartmentkomplex in eine tödliche Falle.

Nachdem sich eine neue, hochgiftige Spinnenart im Gebäude ausgebreitet hat, verhängt die Polizei eine Quarantäne. Die Bewohner sind eingeschlossen, während sich die Tiere unaufhaltsam vermehren. Hausverwalterin Serena muss versuchen, die Menschen am Leben zu halten und sich zugleich ihrer eigenen größten Angst stellen.

Neben dem Publikumspreis gewann Crawlers auch die Auszeichnung für die besten visuellen Effekte. Die Kreaturen entstanden durch eine Verbindung echter Spinnenaufnahmen, mechanischer Spezialeffekte und digitaler Animationen.

Das Votum fiel denkbar knapp aus. Mārama belegte den zweiten Platz der Publikumswertung, gefolgt von Never After Dark auf Rang drei. Besonders erfreulich für deutsche Horrorfans: Crawlers – Im Netz der Spinnen ist hierzulande seit dem 23. Oktober 2026 auf DVD, Blu-ray und als digitaler Leih- oder Kauffilm erhältlich.

Der Banner für das Fantasykosmos Feuilleton mit lesendem Drachen hinter Zeitung.

🌫️ Alte Legenden und neue Albträume

Zu den interessantesten weiteren Preisträgern gehört They Always Come at Night von Victor Catalá und Carlos Camba Tomé. Der Film gewann die Auszeichnung für das beste Spielfilmdebüt.

Seine Geschichte spielt im Galicien des Jahres 1976. Während eines Familienessens warnt ein Nachbar vor verhüllten Gestalten, die aus dem Nebel auftauchen. Dahinter verbirgt sich die Santa Compaña, eine geisterhafte Prozession aus der galicischen Überlieferung. Was zunächst wie eine wirre Warnung erscheint, entwickelt sich zu einer übernatürlichen Belagerung.

Einen ganz anderen Schrecken entfaltet Harvest. Der Science-Fiction-Horrorkurzfilm von und mit Paton Ashbrook erhielt den Preis als bester Kurzfilm. Im Mittelpunkt steht eine nahe Zukunft, in der moderne Technologie die menschliche Einsamkeit ausnutzt.

Auch The Room Below wurde ausgezeichnet. Seine Kreatur dient als erschreckende Verkörperung von Trauer und Verlust. Die Jury würdigte dafür das aufwendige praktische Monsterdesign.

Grimmfest 2026 · Manchester

Die Nacht gehört den Gewinnern.

Geister, Spinnen, uralte Flüche und grausame Kreaturen: Entdecke die ausgezeichneten Horrorfilme des Grimmfest 2026 in der offiziellen Gewinnergalerie.

🏆 Jury-Sieger: Never After Dark
🕷 Publikums-Sieger: Crawlers

🏆 ALLE HORROR-GEWINNER ANSEHEN

Offizielle Gewinnergalerie · Grimmfest 2026

🏆 Eine Horrorlegende wird geehrt

Eine besondere Auszeichnung erhielt Adrienne Barbeau. Die Schauspielerin, die unter anderem durch John Carpenters The Fog – Nebel des Grauens zu einer Ikone des Genrefilms wurde, bekam den Preis für ihr Lebenswerk.

Zugleich wurde sie für ihre Nebenrolle in Oddities ausgezeichnet. Den Preis teilte sie sich mit Asia Argento, die für Stronger Than the Devil geehrt wurde.

Die Regieauszeichnung ging an Aitore Zholdaskali für Sicko, eine Mischung aus schwarzer Komödie, Sozialdrama und brutalem Thriller.

🎬 Horror lebt von ungewöhnlichen Ideen

Die diesjährigen Grimmfest-Gewinner zeigen, wie vielfältig das fantastische Kino abseits großer Studiofranchises geworden ist. Japanische Geistergeschichten treffen auf spanischen Spinnenhorror, galicische Volkssagen und bedrückende Science-Fiction-Visionen.

Gerade die kleineren Produktionen setzen häufig auf eigenwillige Ideen, ungewöhnliche Erzählperspektiven und handgemachte Effekte. Das macht viele von ihnen für Genrefans besonders interessant.

Und wer sich für die kommende Halloween-Nacht noch etwas aussuchen möchte, hat immerhin einen Vorteil: Den frisch ausgezeichneten Spinnenhorror Crawlers kann man in Deutschland bereits anschauen.

Ob das eine gute Idee ist, wenn man danach nachts gelegentlich etwas über die Zimmerdecke huschen sieht, steht auf einem anderen Blatt.

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,
Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.