Vom Friedhof zum Kriegsherrn: Graveyard Keeper 2 entfesselt im September seine Zombie-Armee

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der Großinquisitor bekommt seinen Einsatztermin

📰 Was ist los?
Graveyard Keeper 2 erscheint am 22. September für PS5, Xbox Series X|S, Switch, Switch 2 und PC. Neben Friedhof, Crafting und Zombie-Automatisierung baut der Nachfolger eine Stadt wieder auf und lässt uns eine eigene Untotenarmee gegen die Zombie-Apokalypse führen.

🐛 Was denken wir?
Der Termin allein ist ein sauberer Anlass, interessanter bleibt aber der größere Maßstab. Wenn Friedhof, Stadtaufbau, Produktionsketten und Armeemanagement tatsächlich ineinandergreifen, könnte der Nachfolger genau dort weiterdenken, wo das herrlich makabre Wirtschaftssystem des Originals aufgehört hat.

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🪦 Vom Friedhof zum Kriegsherrn: Graveyard Keeper 2 entfesselt im September seine Zombie-Armee

Wer kennt das nicht? Ein ordentlicher Friedhof verlangt Zeit, Planung und gelegentlich einen pragmatischen Umgang mit menschlichen Überresten. In Graveyard Keeper 2 reicht das allerdings nicht mehr. Diesmal soll nebenbei eine Stadt wiederaufgebaut, die Wirtschaft automatisiert und eine Zombie-Armee gegen eine ausgewachsene Untotenapokalypse geführt werden.

Der Großinquisitor führt in Graveyard Keeper 2 eine Gruppe bewaffneter Zombies gegen eine Untotenarmee in den Kampf.
Arbeitsteilung auf mittelalterlich: In Graveyard Keeper 2 automatisieren Zombies nicht mehr nur den Friedhof. Sie ziehen auch für den Großinquisitor in den Krieg. © Lazy Bear Games / tinyBuild

Jetzt steht fest, wann der neue Nebenjob beginnt. Lazy Bear Games und tinyBuild veröffentlichen Graveyard Keeper 2 am 22. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch, Switch 2 und PC. Der Nachfolger war bereits im Frühjahr angekündigt worden, hatte bislang aber lediglich ein allgemeines Releasefenster für 2026.

Der neue Termintrailer rückt deshalb noch einmal die wichtigste Veränderung in den Mittelpunkt: Aus dem makabren Friedhofswirtschaftler wird diesmal auch ein ziemlich fragwürdiger militärischer Befehlshaber.

🧟 Die eigenen Zombies bekommen plötzlich Waffen

Im ersten Graveyard Keeper waren Untote vor allem hervorragende Arbeitskräfte. Sie beschwerten sich wenig, benötigten keine vernünftigen Arbeitszeiten und eigneten sich bestens dazu, repetitive Produktionsketten zu automatisieren. Dieses Prinzip bleibt erhalten und wird im Nachfolger deutlich ausgebaut. Nur dürfen die Zombies jetzt zusätzlich kämpfen.

Als neuer Großinquisitor muss der Spieler seine eigenen untoten Truppen bewaffnen, ausbilden und in Schlachten gegen eine Zombie-Apokalypse schicken. Dazu kommen Türme, Befestigungen sowie herstellbare Waffen und Rüstungen. Die Untoten sind damit nicht länger nur Arbeitskräfte hinter den Kulissen, sondern werden zu einer richtigen Armee.

Das besitzt schon deshalb einen gewissen Reiz, weil die zentrale Situation herrlich verkehrt ist: Wir verteidigen ein Königreich vor Zombies – mit Zombies.

🎬 Die Zombie-Armee marschiert am 22. September

Der neue Trailer bestätigt den Release und zeigt den Großinquisitor zwischen Friedhofswirtschaft, Stadtaufbau und bewaffneten Untoten.

⚙️ Der Friedhof wird endgültig zur Fabrik

Ganz verabschiedet sich der Nachfolger natürlich nicht von seinem eigentlichen Geschäft. Wieder werden Pflanzen, Tiere und menschliche Überreste gesammelt, verarbeitet und in immer komplexere Produktionsabläufe eingespeist.

Die Automatisierung soll erheblich umfangreicher werden. Maschinen übernehmen Arbeiten, Zombiearbeiter transportieren Ressourcen und aus dem Friedhof wächst nach und nach ein Produktionsbetrieb, dessen betriebswirtschaftliche Grundlagen besser nicht von einer modernen Arbeitsschutzbehörde geprüft werden sollten.

Dabei setzt Graveyard Keeper 2 erneut auf den speziellen Humor des Originals. Leichen sind Rohstoff, menschliche Probleme Geschäftsmöglichkeiten und moralische Bedenken meistens nur Hindernisse auf dem Weg zu einer effizienteren Produktionskette.

Genau deshalb funktioniert das Setting auch nach wie vor. Viele Managementspiele fragen, wie man Ressourcen möglichst optimal nutzt. Graveyard Keeper fragt zusätzlich, ob ein menschliches Herz möglicherweise gerade noch irgendwo gebraucht wird.

Orkenfeuer Kaffemischung aus Mordor als Bannerwerbung vor dem Schicksalsberg.

🏘️ Jetzt gehört eine ganze Stadt zum Geschäftsmodell

Der zweite große Ausbau betrifft The Town. Der Spieler hilft den Bewohnern, ihre beschädigten Häuser und Strukturen wiederherzustellen, übernimmt Aufgaben und lässt seine Untoten anschließend möglichst viel der eigentlichen Arbeit erledigen.

Natürlich passiert das nicht ausschließlich aus Nächstenliebe. tinyBuild formuliert das Prinzip ziemlich unverblümt: Die Probleme der Stadtbewohner sollen in Profit verwandelt werden.

Damit weitet der Nachfolger die alte Friedhofswirtschaft auf ein größeres Gemeinwesen aus. Statt nur einzelne Produktionsketten rund um Grabstätte, Kirche und Werkstätten aufzubauen, soll offenbar eine ganze Stadt Teil des Systems werden.

Das könnte einer der wichtigsten Fortschritte gegenüber dem Vorgänger sein. Graveyard Keeper war bereits sehr gut darin, immer neue miteinander verzahnte Aufgaben zu erzeugen. Eine richtige Stadt eröffnet dafür erheblich mehr Möglichkeiten – solange daraus nicht einfach eine immer längere Liste zusätzlicher Materialien entsteht.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

⚔️ Simulation und Action rücken näher zusammen

Bemerkenswert ist außerdem, wie deutlich Lazy Bear Games den eigentlichen Kampf nach vorne holt. Im ersten Teil gehörten gefährliche Ausflüge zwar bereits dazu, doch Verwaltung, Crafting und groteske Wirtschaft standen klar im Mittelpunkt.

Graveyard Keeper 2 verbindet diese Ebenen direkter. Wer eine Armee ausrüsten möchte, braucht Produktion. Wer die Stadt verteidigen will, benötigt Befestigungen. Wer genügend Ressourcen für all das beschaffen möchte, braucht wiederum eine funktionierende automatisierte Infrastruktur.

Dadurch könnte das Spiel seine Systeme stärker miteinander verschränken, statt einfach nur eine zusätzliche Kampagne neben die Friedhofssimulation zu stellen.

Ob die Schlachten selbst genügend Tiefe besitzen, um über längere Zeit zu tragen, bleibt allerdings eine der offenen Fragen. Eine Zombie-Armee klingt hervorragend. Sie muss sich am Ende nur auch interessanter spielen als eine besonders große Gruppe automatisierter Arbeiter mit Schwertern.

🧖 Selbst der Großinquisitor braucht offenbar eine Sauna

Passend zum Ton der Reihe gibt es außerdem einen Vorbestellerbonus, der sich erstaunlich gut zwischen Leichenverwertung und Weltuntergang einfügt: eine eigene Sauna neben dem Haus sowie ein exklusives Outfit.

Das ist keine spielentscheidende Erweiterung, fasst aber den Humor des Spiels ziemlich gut zusammen. Erst Friedhof verwalten, anschließend Zombie-Armee in den Krieg schicken und danach etwas Wellness.

Der reguläre Start erfolgt am 22. September. Damit liegen zwischen der Terminankündigung und Veröffentlichung nur noch wenige Wochen.

Graveyard Keeper 2 muss dabei gar nicht völlig neu erfinden, was seinen Vorgänger funktioniert hat. Interessanter ist, wie weit Lazy Bear Games dessen Logik treiben kann.

Denn irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man keinen Friedhof mehr verwaltet. Man verwaltet eine mittelalterliche Untotenholding.

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