Der Weltenbaum fault, die Götter drehen durch: Godreaper zeigt erstmals echtes Gameplay
🧐 Im Fantasykosmos suchen

Der Weltenbaum hat ernsthafte Wurzelprobleme
📰 Was ist los?
Godreaper hat seinen ersten offiziellen Gameplay-Trailer bekommen. Das Spiel folgt dem Bogatyr Zaremire durch eine ostslawisch inspirierte Dark-Fantasy-Welt, in der eine Verderbnis den Weltenbaum vergiftet und die Götter in wahnsinnige Tyrannen verwandelt. Parallel läuft die Bewerbung für einen geschlossenen Playtest.
🐛 Was denken wir?
Das Setting trägt. Entscheidend wird sein, ob NextGenium die slawische Mythologie wirklich als Fundament nutzt und nicht nur als hübschen Anstrich. Der Trailer macht jedenfalls neugierig genug, dass wir das Projekt im Auge behalten sollten.
Wenn ein Weltenbaum stirbt, ist das in Fantasywelten selten ein Problem, das man mit Dünger, gutem Zureden und einem Termin beim Landschaftsgärtner löst.

In Godreaper hat eine unbekannte Verderbnis die Wurzeln des Weltenbaums befallen und dabei gleich die gesamte göttliche Ordnung mitgerissen. Die Götter verlieren den Verstand, Kreaturen aus Navi brechen in die Welt ein und irgendwo dazwischen versucht ein Bogatyr namens Zaremire, seine Heimat vor dem endgültigen Zusammenbruch zu retten.
Entwickler NextGenium hat jetzt den ersten offiziellen Gameplay-Trailer veröffentlicht und gleichzeitig Bewerbungen für einen geschlossenen Playtest geöffnet. Damit zeigt sich das Projekt erstmals wirklich in Bewegung und gibt deutlich mehr preis als die bisherigen Präsentationsbilder.
🌳 Der Weltenbaum ist bereits verloren geglaubt
Die Grundidee ist ausgesprochen düster. Eine geheimnisvolle Seuche hat die Wurzeln des Weltenbaums vergiftet und wirkt sich offenbar direkt auf die Götter aus. Die einstigen Hüter der Ordnung werden zu wahnsinnigen Tyrannen, während Kreaturen aus Navi über zerstörte Dörfer und verlassene Landschaften herfallen.
Zaremire ist dabei kein beliebiger namenloser Krieger. Er ist ein Bogatyr, also eine Figur aus der ostslawischen Heldentradition. Genau darauf baut das Spiel seine Identität auf.
Statt Ritterburg Nummer 47 gibt es hier Baba Yaga, Koschei, Navi und eine Welt, die sich deutlich aus ostslawischer Mythologie speist. Das ist schon mal mehr Persönlichkeit als viele Dark-Fantasy-Projekte in ihren ersten fünf Stunden zusammenbekommen.
🎬 Godreaper zeigt erstmals echtes Gameplay
Der erste offizielle Trailer zu Godreaper zeigt Zaremire, die verdorbene slawische Fantasywelt, erste Kämpfe und die Kreaturen, die aus Navi in die Welt drängen.
⚔️ Gegner müssen erst auseinandergenommen werden
Beim Kampfsystem setzt Godreaper stark auf das schrittweise Brechen gegnerischer Verteidigung. Rüstung soll gezielt zerstört werden, bevor ein Gegner wirklich verwundbar wird. Paraden, Schildkontrolle und Positionierung spielen entsprechend eine wichtige Rolle.
Dazu kommen drei Arten sogenannter beseelter Waffen. Diese schweben eigenständig, greifen Gegner aus anderen Winkeln an, lenken sie ab oder eröffnen Flanken.
Das ist einer der interessantesten Punkte des Systems, weil es Kämpfe weniger nach klassischem Ein-Mann-gegen-Boss aussehen lassen könnte. Zaremire bringt seine Waffen also im Grunde selbst mit. Und einige davon haben offenbar ganz eigene Arbeitszeiten.
🔥 Frost, Feuer und Blitz verändern die Umgebung
Zusätzlich gibt es ein Elementarsystem mit Feuer, Frost und Blitz. Diese Kräfte dienen nicht nur im Kampf, sondern auch bei Umgebungsrätseln. Feuer kann etwa bestimmte Wucherungen verbrennen, Frost Flammen löschen und Elektrizität dunkle Bereiche oder Mechanismen beeinflussen.
Damit verbindet Godreaper Kampf und Erkundung stärker miteinander. Das ist wichtig, weil das Spiel laut Steam ausdrücklich als Action-Adventure mit Erkundung, Story und Rollenspielelementen angelegt ist und nicht bloß als Bosslauf mit hübschem Mythologie-Anstrich.
🧙 Baba Yaga und Koschei sind keine Dekoration
Auch bekannte Gestalten der slawischen Mythologie sollen eine aktive Rolle spielen. Zaremire kann unter anderem auf Baba Yaga und Koschei treffen, die ihm dabei helfen sollen, die Ursache für den Zusammenbruch der Welt aufzudecken.
Das ist für mich der eigentliche Reiz des Projekts. Slawische Fantasy wird oft auf Hexenhäuschen, düstere Wälder und ein paar folkloristische Namen reduziert. Godreaper scheint zumindest den Anspruch zu haben, diese Figuren stärker in Welt und Handlung einzubauen. Ob das am Ende gelingt, wird man noch sehen. Aber der erste Trailer sieht deutlich nach mehr aus als nach „Elden Ring mit anderer Tapete“.
🧪 Der Playtest ist erstaunlich umfangreich
Parallel zum Trailer hat NextGenium Bewerbungen für einen geschlossenen Playtest geöffnet. Der umfasst einen vertikalen Ausschnitt aus dem ersten Akt und soll über vier Stunden Inhalt bieten. Enthalten sind mehr als zehn normale Gegnertypen, zwei Bosse und drei Nebenquests.
Der Entwickler macht zugleich transparent, was in dieser Version noch fehlt: ein zweites Hauptwaffenset, das vollständige Upgrade-System der levitierenden Waffen, Teile der Elementarmechaniken, Weltkarte, Bestiarium, finale Benutzeroberfläche und mehrere wichtige Zwischensequenzen. Das ist ein vernünftiger Umgang mit einem frühen Test. Niemand soll glauben, er spiele bereits die halbe Vollversion.
🎮 Release 2027
Godreaper soll 2027 erscheinen. Aktuell ist PC via Steam bestätigt. Die Steam-Seite führt das Spiel als Third-Person-Action-Adventure mit Dark-Fantasy-, Mythologie-, RPG- und Soulslike-Einflüssen. Das dürfte ziemlich genau hinkommen.
Ein exaktes Datum steht noch nicht fest. Bis dahin muss der Weltenbaum also irgendwie ohne unseren grünen Krieger-Daumen durchhalten.




