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God of War: Max Parker macht den Heimdall
📰 Was ist los?
Amazon baut seine God of War-Serie weiter aus und castet Max Parker (Boots, Vampire Academy) als Heimdall, den allsehenden, extrem unsympathischen Wächter Asgards. Er reiht sich ein in ein Ensemble um Ryan Hurst als Kratos und Teresa Palmer als Sif/Phoebe. Showrunner Ronald D. Moore führt die Serie, die auf der nordischen Spiele-Ära basiert und bereits eine Zwei-Staffel-Bestellung auf dem Tisch hat. Drehstart ist laut Produktionsplänen im März 2026 in Vancouver.
🐛 Was denken wir?
Mit Hurst (vom Spiel-Thor zum Serien-Kratos) und Parker als Heimdall fährt Amazon eine erstaunlich mutige Besetzungslogik: weniger „große Namen fürs Poster“, mehr Leute, die körperlich und spielerisch zur Welt passen. Wenn Moore wirklich so nah an der Vorlage bleibt, wie Amazon seit 2024 schwört, wird Heimdall eine Schlüsselfigur und Parkers erste richtige „Hassrolle“ könnte das werden, worüber God-of-War-Fans noch Jahre reden. Vorausgesetzt, Amazon verheddert sich nicht in Ringe-der-Macht-esken Tempo-Problemen, sondern vertraut dem, was God of War groß gemacht hat: brutale Intimität, toxische Götterfamilien und Figuren, die einem auch dann unter die Haut gehen, wenn sie gerade durchs nächste Portal geprügelt werden.
⚔️ God of War-Serie: Max Parker wird Heimdall, der arroganteste Gott im Norden
Wenn Amazon eine der beliebtesten PlayStation-Reihen aller Zeiten adaptiert, braucht es einen Bösewicht, den man wirklich aus tiefstem Herzen hassen kann. Für Heimdall, den allsehenden Wachhund Asgards, hat die kommende God of War-Serie jetzt ihren Mann gefunden: Max Parker.
🩸 Wer ist Max Parker – und warum ausgerechnet Heimdall?
Der britische Schauspieler Max Parker war bislang eher ein „Gesicht, das man kennt“, als ein großer Fantasy-Name: Soap-Rollen in Emmerdale, später Parts in Vampire Academy, Blood, Sex & Royalty und zuletzt der Netflix-Serie Boots, die sich trotz guter Zahlen nur eine Staffel lang halten durfte.
Jetzt der Sprung in die Götterliga: Laut mehreren Branchenberichten übernimmt Parker in Amazons Live-Action-Serie die Rolle von Heimdall, Sohn Odins, Wächter Asgards und Träger des Gjallarhorns. Offiziell beschrieben wird er als selbstsicherer, notorisch unterschätzter Gott, der ständig beweisen muss, dass er der Schlauste im Raum ist.
Wer God of War Ragnarök gespielt hat, weiß: Das passt erschreckend gut. Im Spiel ist Heimdall einer der zentralen Antagonisten – ein sadistisch-arroganter Aufpasser, der Gedanken liest, Bewegungen voraussieht und trotzdem irgendwann von Kratos höchstpersönlich sehr grundsätzlich deaktiviert wird.
🧠 Heimdall zwischen Nordmythos, MCU und Ragnarök
Spannend ist vor allem der Background-Mix, den Amazon hier bedienen muss:
- Norse Mythology: Heimdall ist der wachende Gott am Bifröst, Sohn Odins und neun Riesen-Schwestern, ausgestattet mit übernatürlichen Sinnen und dem weltumspannenden Horn Gjallarhorn. Er ist derjenige, der Ragnarök ausruft und im Endkampf Loki gegenübersteht.
- God of War-Version: In Sonys Spielen ist Heimdall der „Herald of Ragnarök“, ein paranoider Elitesoldat Odins, dessen Foresight-Fähigkeiten ihn zwar praktisch unantastbar machen, ihn sozial aber ungefähr auf Höhe eines angeschimmelten Badetuchs platzieren.
- MCU-Erbe: Kinozuschauer kennen Heimdall bisher als stoischen Brückenwächter mit Idris Elba in Goldrüstung. Amazons Version orientiert sich dagegen klar an der Spiele-Variante: weniger noble Space-Wache, mehr toxischer Wachhund mit fettem… na ja… Gottkomplex.
Wenn Parker diese Kombination aus Überheblichkeit, Sadismus und verletztem Ego glaubwürdig trifft, hat Amazon seinen „Love to hate“-Gegenspieler gefunden, genau den Typus Figur, der eine Prestige-Fantasyserie trägt.
🪓 Wie steht’s um die restliche God of War-Serie?
Die Rahmendaten lesen sich weiterhin wie ein Fantasy-All-Star-Projekt:
- Kratos: wird von Ryan Hurst gespielt, dem Mann, der in God of War Ragnarök eigentlich Thor gesprochen hat und jetzt vom Donnergott zum Kriegsgott wechselt.
- Sif/Phoebe: Teresa Palmer (Warm Bodies, Lights Out) ist als zentrale Asgard-Figur an Bord.
- Showrunner: Ronald D. Moore (Battlestar Galactica, For All Mankind) verantwortet Drehbücher und Gesamtpaket. Amazon hat direkt zwei Staffeln bestellt, das ist seltene Luxus-Vorausplanung.
- Regie der ersten Folgen: Frederick E.O. Toye (The Boys, Fallout, Bloodaxe) übernimmt die Pilot-Doppelfolge.
- Produktion: Sony Pictures Television, Amazon MGM Studios, PlayStation Productions und Tall Ship Productions ziehen gemeinsam an der Kette.
Gedreht wird in Vancouver, Drehstart ist für März 2026 angesetzt, mit einem langen Produktionsfenster bis 2027, was ziemlich deutlich nach aufwendigen Sets, viel VFX und vermutlich auch etlichen Schneeschlachten klingt.
Die Vorlage ist die nordische Saga der Spiele ab God of War (2018): Kratos, verbannt aus dem griechischen Pantheon, will mit Sohn Atreus die Asche seiner Frau auf dem höchsten Gipfel verstreuen und stolpert dabei mitten in Odins Paranoia, Thors Familienprobleme und das heranschleichende Ragnarök.



