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God of War-Serie: Atreus ist besetzt
📰 Was ist los?
Amazon hat für die God of War-Serie den Atreus gefunden: Callum Vinson spielt den Sohn von Kratos (Ryan Hurst) in der kommenden Prime-Video-Adaption der PlayStation-Reihe. Der junge Darsteller bringt Erfahrungen aus Serien wie Long Bright River, Poker Face und The Night Agent mit. Showrunner ist Ronald D. Moore, gedreht wird ab Frühjahr 2026 in Vancouver, die Produktion ist auf mindestens zwei Staffeln angelegt.
🐛 Was denken wir?
Mit Vinson setzt Amazon auf ein Gesicht, das noch nicht durch zehn andere Franchises verbrannt ist, klug für eine Serie, die von einer glaubwürdigen Coming-of-Age-Geschichte im Schatten eines halbgöttlichen Berserkers lebt. God of War rutscht damit ein Stück weiter in Richtung „teures Charakterdrama mit Monsterbeilage“. Ob das am Ende mehr wird als „Nordische Daddy-Issues: Die Serie“, entscheidet sich daran, wie viel Platz zwischen Axtwurf und CGI-Lindwurm für echte Dialoge bleibt.
⚔️ God of War-Serie: Amazon findet seinen Atreus
Ein jahrzehntelang zorniger Spartaner ist schön und gut – aber ohne glaubwürdigen Sohn bleibt God of War im TV nur Axt-Pornos mit Prestige-Filter. Jetzt steht fest, wer Kratos’ Nachwuchs spielen soll: Callum Vinson übernimmt Atreus in Amazons Live-Action-Serie.
🎯 Callum Vinson – der Junge zwischen Bogen, Bestien und Vaterkomplex
Laut Variety, Deadline und Co. hat sich Prime Video für Callum Vinson entschieden, der Atreus als etwa zehnjährigen Jungen spielt.
Ganz unbekannt ist er nicht:
- Er war bereits in der Serie „Long Bright River“ zu sehen.
- Auf der Vita stehen außerdem Auftritte in „Poker Face“, „Chucky“ und „FBI: International“.
- Demnächst taucht er in Staffel 3 von „The Night Agent“ auf und spielt in der „Crystal Lake“-Serie die junge Version von Jason Voorhees, also jemand, der Erfahrung mit problematischen Familienverhältnissen hat.
Für God of War ist das nicht nebensächlich. Atreus ist im 2018er-Spiel nicht nur Sidekick, sondern emotionaler Kern:
ein Kind, das in einer Hütte im Wald aufwächst, die Mutter verliert, mit einem halbtraumatisierten Übervater durch die nordische Mythologie stapft und dabei lernen soll, was es heißt, Gott zu sein, ohne gleich zum nächsten Weltuntergang beizutragen.
Kurz gesagt: Wenn Atreus nicht funktioniert, kann Amazon noch so viele CGI-Trolle pixeln, das Ganze kippt ins Cosplay-Theater.
🛡️ Die Serie formt sich: Prestige-Personal und langer Dreh
Während die Atreus-Meldung durch die Feeds rauscht, steht der Rest des Projekts inzwischen erstaunlich solide da:
- Kratos: Ryan Hurst, zuletzt als Thor in God of War Ragnarök, jetzt also mit Bart und Axt in der Hauptrolle.
- Odin: Mandy Patinkin.
- Thor: Ólafur Darri Ólafsson.
- Sif: Teresa Palmer.
- Heimdall: Max Parker.
- Mimir: Alastair Duncan.
- Brok & Sindri: Danny Woodburn und Jeff Gulka.
Hinter der Kamera sitzt inzwischen Ronald D. Moore als Showrunner und Produzent, also der Mann, der Battlestar Galactica zu einem der wenigen wirklich ernstzunehmenden Sci-Fi-Reboots gemacht hat.
Die Rahmenbedingungen:
- Produziert wird von Sony Pictures Television und Amazon MGM Studios in Kooperation mit PlayStation Productions und Tall Ship Productions.
- Gedreht wird ab Ende Februar/Anfang März 2026 in und um Vancouver, geplant ist ein Drehzeitraum bis April 2027, inklusive viel Wald, viel Schnee und sehr viel Greenscreen.
- Geplant sind laut Branchenberichten zunächst zwei Staffeln, die die Nordland-Spiele adaptieren sollen.
Damit ist Amazons God of War endgültig aus der „vielleicht irgendwann“-Phase raus. Das Projekt hat Showrunner, Ensemble, Drehplan und jetzt den Jungen, der Kratos permanent sagt, dass er viel zu laut atmet.
🧊 Beziehung statt Bodycount: Worum es wirklich geht
Spannend ist, wie stark die offiziellen Beschreibungen inzwischen die Vater-Sohn-Beziehung in den Mittelpunkt stellen. Atreus wird als neugierig, empathisch, tierlieb und kampferprobter Bogenschütze beschrieben, der sich nach Anerkennung sehnt und gleichzeitig lernen muss, dass „Gott sein“ weniger mit Gewaltfantasie als mit Verantwortung zu tun hat.
Amazon zielt damit klar auf Prestige-Drama mit Fantasy-Mäntelchen:
- Die nordische Mythologie liefert die Kulisse.
- Die Kamera kümmert sich um Schneestürme und Leichenberge.
- Das eigentliche Serienherz schlägt irgendwo zwischen „Mein Vater redet nicht über Gefühle“ und „bitte wirf nicht schon wieder eine Axt auf meine Kindheit“.
Wenn das aufgeht, könnte God of War eher eine Art The Last of Us mit Runen werden und weniger das nächste „Rings of Power“. Wenn nicht, bekommen wir zwölf Stunden grummelnden Kratos mit gelegentlichen „Boy“-Momenten.



