Harry-Potter-Star zwischen Telekinese und Zeitreisen: Gifted startet im Oktober bei KiKA
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Raum 209 hat ein paar sehr spezielle Probleme
📰 Was ist los?
Gifted – Geheime Gaben startet am 16. Oktober auf kika.de und in der KiKA-App und ab 19. Oktober montags um 20:10 Uhr im Fernsehen. Die zehnteilige Fantasyserie spielt in Edinburgh und erzählt von Jugendlichen mit übernatürlichen Kräften, einem Mädchen aus einer anderen Zeit und einem alten Konflikt.
🐛 Was denken wir?
Die Mischung klingt erstaunlich solide: Superkräfte, Zeitreiseelemente, Edinburgh und eine richtige Fantasybedrohung statt bloßer Schuldramatik. Dominic McLaughlin liefert zusätzlich einen perfekten Aufmerksamkeitshaken, dürfte aber kaum der einzige Grund sein, hier reinzuschauen.
Eine geheimnisvolle Schulklasse, Jugendliche mit besonderen Kräften und ein Mädchen aus einer anderen Zeit: Gifted – Geheime Gaben bringt im Oktober ziemlich viel klassischen Fantasytreibstoff ins deutsche Kinderfernsehen. Dazu kommt mit Dominic McLaughlin ein Darsteller, dessen Name inzwischen zwangsläufig Aufmerksamkeit erzeugt.

© NDR / Black Camel Pictures / Media Valley
Die zehnteilige Serie startet am 16. Oktober 2026 auf kika.de und in der KiKA-App. Im linearen Fernsehen folgt sie ab 19. Oktober, jeweils montags um 20:10 Uhr. Schauplatz ist Edinburgh, dessen alte Gassen, unterirdische Gewölbe und düstere Architektur für eine Geschichte über verborgene Kräfte ohnehin ungefähr so diskret sind wie ein Zauberstab in der Hosentasche.
🏫 Raum 209 ist keine gewöhnliche Schulklasse
Im Zentrum steht Emily, die überraschend in die geheimnisvolle Klasse 209 der Bridgegate School aufgenommen wird. Dort trifft sie Jugendliche mit übernatürlichen Begabungen. Zu den bestätigten Fähigkeiten gehören unter anderem Telekinese, Unsichtbarkeit und Gedankenlesen.
Auch Emily besitzt eine Gabe. Die Serie verbindet diese Kräfte mit klassischen Coming-of-Age-Themen wie Freundschaft, Selbstvertrauen und Verantwortung. Das Ganze wird als Mischung aus Fantasy, Mystery, Abenteuer und Humor erzählt und richtet sich an ein jüngeres Publikum.
Die eigentliche Geschichte nimmt Fahrt auf, als Emily und ihre Freunde ein rätselhaftes Mädchen namens Margery aus einem unterirdischen Gefängnis befreien. Margery stammt aus einer anderen Zeit und verfügt über mächtige Illusionskräfte. Ihre Rückkehr löst Ereignisse aus, die die Jugendlichen mit einem alten Konflikt konfrontieren.
Damit sind wir erfreulich weit entfernt von der Sorte Schulserie, bei der der dramatische Höhepunkt darin besteht, dass jemand die Mathearbeit vergessen hat.
🕰️ Ein Mädchen aus einer anderen Zeit und ein alter Feind
Hinter den besonderen Begabungen steckt offenbar mehr als nur ein loses Superkräfte-Konzept. Die Jugendlichen geraten ins Visier einer Organisation namens Bodkin, die Jagd auf Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten macht.
Das passt zum Aufbau der Vorlage. Gifted basiert auf der Romanreihe von Marilyn Kaye und wurde für die Serie von Emma Reeves adaptiert. Die Produktion nutzt Edinburgh dabei sehr bewusst als Fantasyraum: alte Gewölbe, gotische Architektur und lokale Mythen geben der Geschichte einen Schauplatz, der schon von selbst ein wenig so wirkt, als müsste hinter der nächsten Tür mindestens ein jahrhundertealtes Geheimnis warten.
Gerade diese Verbindung aus moderner Schulgeschichte und älterer Mythologie dürfte den eigentlichen Reiz ausmachen. Die Kräfte sind sichtbar, der größere Konflikt liegt darunter.
🪄 Dominic McLaughlin kommt schon vor Hogwarts nach Deutschland
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt Dominic McLaughlin. Er spielt in Gifted – Geheime Gaben den Schüler Martin und übernimmt zugleich die Titelrolle in HBOs neuer Harry Potter-Serie.
Damit dürfte die deutsche Ausstrahlung automatisch mehr Interesse bekommen, als eine neue KiKA-Fantasyserie normalerweise erwarten könnte. Interessant ist dabei vor allem, dass Gifted bereits vor McLaughlins großer Hogwarts-Rolle produziert wurde. Wer ihn hier sieht, bekommt also gewissermaßen einen frühen Blick auf einen Darsteller, der kurz darauf eines der bekanntesten Fantasygesichter der Welt verkörpern soll.
Die übrige junge Besetzung besteht unter anderem aus Claire Charlotte Cassidy, Oliver Martindale, Charlie Geany, Alexander Tait, Elena Yap und Mandipa Kabanda. Gedreht wurde in Glasgow und Edinburgh.
🌆 Edinburgh kann Fantasy ziemlich gut
Produziert wurde die Serie von Black Camel Pictures und Media Valley in internationaler Zusammenarbeit mit der BBC und dem NDR. Regie führte unter anderem Matthias Hoene, während Emma Reeves für die Adaption verantwortlich zeichnet.
Das Ergebnis umfasst zehn Folgen von jeweils rund 28 Minuten. Damit bleibt genug Raum, um die einzelnen Fähigkeiten, den Konflikt um Margery und die Organisation Bodkin aufzubauen, ohne die Geschichte künstlich auf eine endlose Staffel auszudehnen.
Ab Mitte Oktober lässt sich damit auch hierzulande überprüfen, ob Raum 209 tatsächlich die interessanteste Klasse der Bridgegate School ist. Die Konkurrenz dürfte jedenfalls nicht schlecht staunen, wenn bei der nächsten Klassenarbeit jemand einfach die Antworten aus den Gedanken des Lehrers liest.




