Gefängnisgeist gewinnt Fantastic Fest: Ghost in the Cell holt Best Picture

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Dieser Häftling steht auf keiner Belegungsliste

📰 Was ist los?
Joko Anwars Ghost in the Cell gewinnt beim Fantastic Fest 2026 Best Picture im Horror-Wettbewerb. Der Film verbindet Gefängnishorror, Geistergeschichte, schwarze Komödie und Gesellschaftssatire; am 2. Oktober startet er in den USA.

🐛 Was denken wir?
Das Gefängnis ist schon ohne Geist ein perfekter Horrorraum. Anwar macht daraus zusätzlich eine Geschichte über Macht, Korruption und Menschen, die erst dann zusammenarbeiten, wenn etwas noch Schlimmeres durch die Zellen läuft. Der Festivalpreis macht das endgültig zu einem Titel, den wir im Auge behalten sollten.

Ein Hochsicherheitsgefängnis, rivalisierende Gangs, ein tyrannischer Direktor – und dann beginnt ein unsichtbarer Geist, die Insassen auf ausgesprochen makabre Weise umzubringen.

Mehrere Gefangene in gelben Uniformen sitzen auf dem Rasen eines Gefängnishofs vor einem umzäunten Zellenblock.
Schon ohne Geist kein besonders freundlicher Ort: Ghost in the Cell verbindet Gefängnishorror, schwarze Komödie und Übernatürliches – und gewann beim Fantastic Fest den Horrorpreis als Best Picture.
© Well Go USA / Come and See Pictures

Ghost in the Cell von Joko Anwar hat beim Fantastic Fest 2026 den Preis als Best Picture im Horror-Wettbewerb gewonnen. Damit setzt sich der indonesische Horrorfilm in einer der wichtigsten Genre-Sektionen des Festivals durch und bekommt kurz vor seinem US-Kinostart noch einmal ordentlich Rückenwind.

👻 Im Gefängnis stimmt plötzlich die Hierarchie nicht mehr

Die Handlung spielt in einem Hochsicherheitsgefängnis, das bereits ohne Übernatürliches ausreichend unangenehm wäre. Rivalisierende Häftlingsgruppen kämpfen um Einfluss, während die Gefängnisleitung ihre eigene Form von Terror ausübt.

Mit der Ankunft eines neuen Insassen beginnt dann eine Serie brutaler Morde. Die Opfer werden grotesk arrangiert zurückgelassen, und schnell wird klar, dass hier kein normaler Täter unterwegs ist. Um zu überleben, müssen sich ausgerechnet jene Männer zusammentun, die sich sonst gegenseitig bekämpfen.

🎬 Im Zellentrakt läuft etwas Unsichtbares herum

Der offizielle US-Trailer zu Ghost in the Cell zeigt Joko Anwars Mischung aus Gefängnishorror, schwarzem Humor und einem Geist, der mit den Insassen ausgesprochen wenig Geduld hat.

🩸 Horror, schwarze Komödie und Gesellschaftssatire

Joko Anwar baut daraus keinen geradlinigen Geisterfilm. Ghost in the Cell mischt Horror mit schwarzer Komödie und nutzt das Gefängnis zugleich als Modell für Macht, Gewalt und Korruption.

Dass der Film dabei extreme Bilder nicht scheut, bestätigt auch die Fantastic-Fest-Kritik von RogerEbert.com. Dort wird besonders hervorgehoben, wie stark Anwar grotesken Körperhorror mit unerwartetem Humor und sozialer Beobachtung verbindet.

Das passt zu Anwars bisheriger Arbeit. Seine Filme interessieren sich selten nur für Monster oder Geister. Meist steckt hinter dem Übernatürlichen noch eine zweite Ebene, die deutlich menschlicher und oft unangenehmer ist.

🔒 Der eigentliche Horror sitzt vielleicht schon hinter Gittern

Gerade das Gefängnissetting bietet dafür reichlich Material. Die Insassen sind in einem System gefangen, in dem Gewalt, Abhängigkeiten und Korruption längst Alltag sind. Der Geist verschärft diese Ordnung nur noch weiter.

Dadurch entsteht eine hübsch verdrehte Ausgangslage: Menschen, die sich gegenseitig kaum vertrauen, müssen plötzlich gemeinsam gegen etwas kämpfen, das weder Regeln noch Hierarchien respektiert.

Und wenn ein Geist ausgerechnet in einem Hochsicherheitsgefängnis frei herumlaufen kann, hat die Sicherheitsabteilung offenbar noch ganz andere Probleme.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🏆 Fantastic Fest zeichnet den Film als besten Horror aus

Der Fantastic-Fest-Preis ist für den Film mehr als nur eine hübsche Festivalplakette. In der Horror-Sektion gewann Ghost in the Cell Best Picture, während Nikias Chryssos für Bloody Tennis den Regiepreis erhielt und The Cycle eine Special Mention bekam.

Gerade für einen Film, der stark aus indonesischer Genretradition kommt und gleichzeitig sehr eigenwillig zwischen Horror und Komödie arbeitet, ist diese Auszeichnung ein ziemlich gutes Signal.

🎬 Am 2. Oktober geht es in die US-Kinos

Well Go USA bringt Ghost in the Cell am 2. Oktober 2026 in die US-Kinos. Der Film läuft 106 Minuten und erscheint dort in indonesischer Originalsprache mit englischen Untertiteln.

Damit kommt die Fantastic-Fest-Auszeichnung zum perfekten Zeitpunkt. Statt nur als Festivalfund weiterzureisen, bekommt der Film wenige Tage später bereits seine nächste größere Bühne.

Und falls die Gefängnisleitung bis dahin noch behauptet, alles unter Kontrolle zu haben, dürfte spätestens der Geist anderer Meinung sein.

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