Post von gestern, Albtraum von morgen: Reddit-Horror Future Me wird verfilmt
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📨 Absender: Ich. Betreff: Panik.
📰 Was ist los?
Die Deadstream-Macher Joseph und Vanessa Winter verfilmen die Reddit-Horrorgeschichte Future Me von Daria Vasileva. Darin erhält ein Mann über den realen Dienst FutureMe eine verstörende E-Mail seines früheren Ichs. Hinter dem Projekt stehen Longevity Pictures, Spooky Pictures und Image Nation Studios. Ein Starttermin ist noch unbekannt.
🐛 Was denken wir?
Endlich mal eine Horroridee, für die man weder eine verfluchte Puppe noch ein abgelegenes Waldhaus braucht. Eine E-Mail genügt, und schon wird die eigene Vergangenheit zum Problem. Wenn die Winters den herrlich schrägen Einfallsreichtum von Deadstream mit echtem psychologischem Horror verbinden, könnte das ziemlich böse werden.
Stell dir vor, du öffnest morgens dein E-Mail-Postfach und findest eine Nachricht von dir selbst. Geschrieben vor vielen Jahren, vielleicht längst vergessen. Doch statt alter Erinnerungen enthält sie etwas, das du lieber niemals erfahren hättest. Und plötzlich stellt sich die Frage, wie viel dein früheres Ich eigentlich wusste.

Genau aus diesem Gedanken entsteht Future Me, ein neuer psychologischer Horrorfilm nach einer viralen Reddit-Geschichte von Daria Vasileva. Für Drehbuch und Regie wurden Joseph und Vanessa Winter verpflichtet, die bereits mit Deadstream bewiesen haben, dass sich aus digitalem Irrsinn ziemlich wirkungsvoller Horror entwickeln lässt.
📩 Eine Nachricht, die niemals hätte ankommen dürfen
Die Geschichte beginnt mit einer zunächst alltäglichen Besonderheit des Internets. Über die tatsächlich existierende Plattform FutureMe können Menschen Briefe an ihr zukünftiges Ich schreiben und festlegen, wann diese als E-Mail zugestellt werden sollen.
Normalerweise geht es dabei um persönliche Ziele, Erinnerungen und Hoffnungen. In Future Me erhält ein Mann jedoch eine zutiefst verstörende Nachricht aus seiner eigenen Vergangenheit.
Was als rätselhaftes Wiedersehen mit dem früheren Ich beginnt, führt ihn immer tiefer in eine surreale und bedrohliche Wirklichkeit. Weitere Einzelheiten zur Handlung werden bislang zurückgehalten.
Die Vorlage stammt von Daria Vasileva und wurde ursprünglich auf Reddit im Horrorforum r/NoSleep veröffentlicht. Dort erscheinen seit Jahren Geschichten, die mit alltäglichen Situationen beginnen und diese zunehmend ins Unheimliche treiben.
🎬 Deadstream – Offizieller Trailer der Future-Me-Regisseure
🎥 Die Macher von Deadstream übernehmen
Mit Joseph und Vanessa Winter übernimmt ein Regieduo, das bereits Erfahrung mit Horror im digitalen Zeitalter gesammelt hat. Ihr Spielfilmdebüt Deadstream feierte 2022 beim SXSW-Festival Premiere und erschien anschließend beim Horrordienst Shudder.
Darin versucht ein in Ungnade gefallener Internetstar, seine Karriere durch einen Livestream aus einem Spukhaus wiederzubeleben. Die geplante Selbstinszenierung endet erwartungsgemäß ziemlich katastrophal.
Auch für die Found-Footage-Anthologie V/H/S/99 inszenierten die beiden eine Episode mit dem Titel To Hell and Back. Ihre Arbeiten verbinden grotesken Humor, übernatürlichen Horror und ein ausgeprägtes Gespür für die Absurditäten moderner Medienkultur.
🕸️ Internetgeschichten erobern die Kinoleinwand
Hinter Future Me stehen Longevity Pictures, Spooky Pictures und Image Nation Studios. Die Unternehmen haben eine Vereinbarung über mehrere gemeinsame Filmprojekte geschlossen.
Zu den Produzenten gehören Steven Schneider, der unter anderem an Late Night with the Devil beteiligt war, und Roy Lee, zu dessen Produktionen Barbarian, Weapons und Es zählen.
Die Zusammenarbeit umfasst außerdem die bereits angekündigte Verfilmung des Horror-Videospiels Home Safety Hotline. Für Future Me wurden bislang weder Darsteller noch ein Drehbeginn oder Veröffentlichungstermin genannt. Auch ein erster Trailer existiert noch nicht.
🕯️ Manche Nachrichten sollte man ungelesen lassen
Der besondere Reiz von Future Me liegt in seiner einfachen Ausgangsidee. Jeder kennt das merkwürdige Gefühl, alte eigene Nachrichten zu lesen und darin einem Menschen zu begegnen, der man einmal gewesen ist.
Die Vorstellung, dass dieses frühere Ich etwas Ungeheuerliches mitteilen möchte, braucht weder ein Spukhaus noch ein Monster, um unangenehme Fragen aufzuwerfen.
Joseph und Vanessa Winter bekommen damit einen Stoff, der hervorragend zu ihrer bisherigen Arbeit passt. Und vielleicht werden wir nach diesem Film einen ganz anderen Blick auf jene E-Mails werfen, die uns freundlich daran erinnern, was wir uns vor zehn Jahren einmal vorgenommen haben.




