Joe Walker, Junk World und neue Zombie-Sci-Fi: Future Gate 2026 stellt sein Programm vor
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Prag öffnet wieder das Tor zur Zukunft
📰 Was ist los?
Future Gate läuft vom 28. September bis 4. Oktober 2026 in Prag. Oscar-Editor Joe Walker sitzt in der Jury, sieben Filme treten im Hauptwettbewerb an und das Rahmenprogramm bringt Klassiker wie Metropolis, Blade Runner 2049 und Arrival zurück ins Kino.
🐛 Was denken wir?
Wir mögen vor allem die Bandbreite. Stop-Motion, Zombie-Sci-Fi, Superheldendystopie, Zeitloop-Komödie und große Klassiker stehen hier nebeneinander, ohne dass das Festival Science-Fiction auf eine einzige Ästhetik reduziert. Joe Walker als Gast gibt dem Ganzen zusätzlich Gewicht.
Prag wird Ende September wieder zum Sammelpunkt für Science-Fiction aus sehr unterschiedlichen Richtungen. Das Future Gate Sci-Fi Film Festival läuft vom 28. September bis 4. Oktober 2026 im Lucerna-Kino und bringt neben neuen internationalen Produktionen auch mehrere große Genreklassiker zurück auf die Leinwand.

Besonders prominent ist diesmal die Jury besetzt. Joe Walker, Oscar-prämierter Editor von Dune und langjähriger Wegbegleiter von Denis Villeneuve, gehört zu den Juroren des Hauptwettbewerbs. Seine Filmografie umfasst außerdem Arrival, Blade Runner 2049 und Sicario. Gemeinsam mit der tschechischen Schauspielerin Andrea Mohylová und dem Journalisten Pavel Dobrovský entscheidet er über den Gewinner des Wettbewerbs.
🎞️ Sieben Filme kämpfen um den Hauptpreis
Die Festivaldramaturgie hat sieben Produktionen aus den vergangenen anderthalb Jahren für den Hauptwettbewerb ausgewählt. Dazu gehören Junk World, Freaks Part II, Colony, Crocodile, Yesterday Island, Light Pillar und You Are the Film.
Die Spannweite ist erheblich. Junk World führt Takahide Horis bizarren Stop-Motion-Kosmos aus Junk Head weiter und spielt mehr als tausend Jahre vor dem Vorgänger. Future Gate kennt Hori bereits bestens: Junk Head gewann 2022 sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis des Festivals.
🧟 Der Regisseur von Train to Busan kehrt zum Zombiegenre zurück
Ein weiterer auffälliger Wettbewerbsfilm ist Colony. Future Gate beschreibt ihn als neuen Film des Regisseurs von Train to Busan und verspricht eine weitere Variation des Zombiegenres, diesmal mit starkem Fokus auf beengte Räume. Die Vorführung findet am 1. Oktober um 20:30 Uhr im großen Saal des Lucerna statt.
Damit bekommt das Festival einen Titel, der weit über die übliche kleine Festivalblase hinaus Aufmerksamkeit ziehen dürfte. Gerade weil Train to Busan das moderne Zombie-Kino nachhaltig geprägt hat, ist jeder neue Genreversuch aus derselben Richtung automatisch interessant.
🦸 Freaks kehrt nach acht Jahren zurück
Mit Freaks Part II ist außerdem die Fortsetzung des kanadischen Indie-Erfolgs im Wettbewerb. Mary und Chloe leben erneut auf der Flucht und müssen ihre übernatürlichen Fähigkeiten verbergen, während eine autoritäre Gesellschaft Menschen wie sie weiter verfolgt. Future Gate gehört nach Fantasia zu den ersten Festivals, die den Film zeigen.
Der Film läuft am 3. Oktober um 17 Uhr und bringt damit klassische Superheldenfantastik in eine deutlich düsterere gesellschaftliche Richtung.
🤖 Junk World dürfte einer der visuellen Höhepunkte werden
Junk World bleibt wahrscheinlich einer der auffälligsten Titel des gesamten Programms. Takahide Hori setzt erneut vollständig auf Stop-Motion und schickt diesmal den kleinen Roboter Robin durch eine postapokalyptische Welt voller grotesker Bewohner und körperlich sehr greifbarer Sets.
Die Prager Vorstellung findet am 1. Oktober um 18 Uhr statt. Wer Junk Head mochte, bekommt damit praktisch einen neuen Ausflug in denselben seltsamen, mechanisch-organischen Kosmos.
🎥 Auch kleine Science-Fiction bekommt Platz
Neben den größeren Genretiteln setzt Future Gate ausdrücklich auf ungewöhnlichere Produktionen. Crocodile begleitet Filmemacher, die Science-Fiction ohne nennenswertes Budget realisieren, während Light Pillar über Nähe und Beziehungen in einer Zukunft mit alltäglichen intergalaktischen Reisen nachdenkt. Yesterday Island wiederum variiert das Zeitloop-Motiv als schwarze australische Komödie.
Gerade dadurch wirkt das Programm angenehm breit. Es geht nicht ausschließlich um Weltraum, Roboter oder große Effekte, sondern auch um die Frage, welche Geschichten Science-Fiction überhaupt erzählen kann.
🏙️ Metropolis, Blade Runner 2049 und Arrival kehren zurück
Der Wettbewerb ist nur ein Teil des Festivals. Future Gate zeigt außerdem mehrere Genreklassiker und moderne Meilensteine. Metropolis läuft am 2. Oktober, direkt danach folgt Blade Runner 2049. Einen Tag später steht Arrival auf dem Programm.
Gerade mit Joe Walker als Festivalgast bekommen die beiden Villeneuve-Filme zusätzlichen Reiz. Wer Arrival oder Blade Runner 2049 noch einmal im Kino sehen möchte, bekommt hier also einen ziemlich passenden Rahmen.
🚀 Auch Star Trek gehört zum Programm
Zum erweiterten Klassikerprogramm zählt außerdem Star Trek II. Damit deckt Future Gate praktisch mehrere Generationen von Science-Fiction ab: von Metropolis über klassisches Star Trek bis zu moderner Villeneuve-SF und neuen Festivalproduktionen.
Das Festival versteht Science-Fiction dadurch weniger als enges Filmgenre und stärker als kulturellen Raum, in dem sehr unterschiedliche Formen nebeneinander bestehen können.
🏆 Danach zieht Future Gate weiter
Nach der Prager Ausgabe endet Future Gate nicht. Das Festival zieht anschließend durch weitere tschechische Städte und bringt Teile des Programms damit deutlich über die Hauptstadt hinaus.
Für ein Genreprogramm dieser Größe ist das durchaus bemerkenswert. Future Gate funktioniert damit eher wie eine wandernde Science-Fiction-Reihe als wie ein einzelnes Wochenende für Spezialisten.





