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Square Enix sortiert Final Fantasy VII bei Steam neu
📰 Was ist los?
Square Enix bringt eine neue Version von Final Fantasy VII auf Steam. Die bisherige PC-Fassung wird in Final Fantasy VII – 2013 Edition umbenannt und aus dem Verkauf genommen. Besitzer der alten Version behalten Zugriff und erhalten die neue Fassung kostenlos dazu. Speicherstände sind laut offizieller Info nicht zwischen beiden Versionen kompatibel.
🐛 Was denken wir?
Der Schritt wirkt wie technischer Hausputz mit Fanservice-Anstrich. Gratis-Upgrade ist nett, aber ohne Featureliste und ohne Save-Transfer erinnert das Ganze eher an Verwaltungsakt als an große Rückkehr eines Klassikers.
🎮 Final Fantasy VII: Neue Steam-Version mit alten Fragezeichen
Square Enix hat seine Community auf Steam vorab informiert:
Die neue Version von Final Fantasy VII ersetzt die aktuelle Store-Fassung. Diese wandert unter dem Namen Final Fantasy VII – 2013 Edition ins Regal der Bestandskunden und verschwindet aus dem öffentlichen Verkauf. Wer das Spiel schon besitzt, sieht künftig zwei Einträge in der Bibliothek und zahlt keinen Cent extra.
Wichtig ist der Kleingedruckt-Teil. Speicherstände funktionieren nur innerhalb der jeweiligen Version. Alles, was in der 2013er-Fassung erspielt wurde, bleibt dort. Wer die neue Version ausprobieren möchte, muss einen neuen Durchlauf beginnen.
Mehr verrät Square Enix offiziell nicht. Es gibt kein Datum, keine Preisangabe für Neukäufer und keine konkrete Liste der Verbesserungen. Lediglich das Versprechen eines „improved gameplay experience“ steht im Raum.
💾 Speicherstände, Mods und die PC-Frage
Auf dem Papier ist die Nachricht einfach. In der Praxis trifft sie genau die Gruppe, die Final Fantasy VII auf PC über Jahre am Leben gehalten hat.
Die 2013er-Version ist die Grundlage für eine umfangreiche Modding-Szene. Texturpakete, neue Modelle, Interface-Korrekturen und Komfortfunktionen haben die alte Portierung deutlich hübscher und angenehmer gemacht, als es Square Enix je getan hat. In den Diskussionen auf Steam und Reddit überwiegt deshalb weniger Freude als Skepsis.
Die neue Version dürfte technisch aufgeräumter sein, vermutlich näher an den Konsolenfassungen mit ihren Komfortschaltern für Geschwindigkeit und Kampfwerte. Bestätigt ist das nicht, es bleibt Spekulation der Community. Klar ist nur: Wer sein perfekt durchmoddetes Midgar hat, zieht nicht leichtfertig in eine ungetestete Version um, in der womöglich erst wieder alles angepasst werden muss.
🧭 Kontext: Remake-Trilogie vorn, Klassiker hinten
Während Steam die alte Fassung neu sortiert, läuft vorne auf der Bühne die Remake-Trilogie. Final Fantasy VII Remake ist inzwischen breiter verfügbar, Rebirth setzt Clouds Geschichte modern fort, Teil drei ist bereits in Arbeit.
In diesem Umfeld wirkt die neue Steam-Version des Originals wie ein stilles Begleitmanöver. Der Klassiker soll weiterhin spielbar bleiben, technisch auf der Höhe bleiben und gleichzeitig nicht mit den Remakes konkurrieren. Für Neulinge ist das praktisch. Für Veteranen fühlt es sich eher wie ein Verwaltungsfenster an, das plötzlich in die Nostalgie-Session ploppt.
🎯 Unser Fazit: Update mit Informationslücke
Aus Sicht von PC-Spielern sieht die Zwischenbilanz so aus:
- Gratis-Upgrade für alle Besitzer der 2013er-Version
- Alte Fassung bleibt spielbar, verschwindet aber aus dem Store
- Speicherstände sind nicht kompatibel
- Funktionen und technische Verbesserungen bleiben unklar
Das ist solide, aber alles andere als transparent. Wer Final Fantasy VII bisher nur vom Hörensagen kennt, bekommt vermutlich die bequemste Einstiegsversion. Wer die 2013er-Fassung mit Mods, Patches und Feinschliff optimiert hat, wird vorerst bei seiner eigenen Variante bleiben.
Die eigentliche Entscheidung liegt jetzt bei Square Enix. Entweder das Studio legt eine klare Featureliste nach und erklärt, was diese Version wirklich verbessert. Oder die „neue Version“ bleibt ein weiterer Eintrag in der langen Chronik von Ports, die vor allem eines gemeinsam haben: Das Original war schon vor Jahrzehnten fertig, die Kommunikation dazu offenbar nicht.

