Vincent, die Turks und Sephiroths Vergangenheit: Final Fantasy VII Revelation öffnet nach dem Finale noch zwei Türen
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🦇 Vincent hat offenbar noch ein paar Personalakten offen
📰 Was ist los?
Final Fantasy VII Revelation bekommt nach Release zwei Story-DLCs: Sephiroth und Vincent & the Turks. Beide sollen zwischen Winter 2027 und Frühjahr 2028 erscheinen und ihre Figuren nach dem Vorbild von Episode INTERmission vertiefen.
🐛 Was denken wir?
Gerade Vincent bietet dafür fast absurd viel Material. Ex-Turk, Shinra-Vergangenheit, Hojo, Lucrecia und Sephiroth, wenn Square Enix da keine Geschichte findet, liegt es zumindest nicht an zu wenig Altlasten.
Final Fantasy VII Revelation soll die Remake-Trilogie zu einem klaren Ende führen. Square Enix ist damit allerdings noch lange nicht fertig mit Sephiroth, Vincent Valentine und einigen ausgesprochen schlechten Entscheidungen aus der Geschichte von Shinra.

Nach dem Release am 8. April 2027 folgen zwei Story-Erweiterungen: Sephiroth sowie Vincent & the Turks. Beide DLCs erscheinen zwischen Winter 2027 und Frühjahr 2028 und sollen ihre jeweiligen Figuren deutlich tiefer beleuchten.
Naoki Hamaguchi vergleicht den Ansatz mit Episode INTERmission aus Final Fantasy VII Remake Intergrade. Die Erweiterungen sollen also zusätzliche Teile der Geschichte zeigen und Figuren vertiefen, ohne das eigentliche Finale von Revelation nachträglich auseinanderzunehmen.
🪽 Sephiroth bekommt noch einmal Raum für sich
Der erste DLC trägt schlicht den Titel Sephiroth. Mehr über die genaue Handlung möchte Hamaguchi derzeit bewusst nicht verraten.
Das ist bei dieser Figur natürlich eine ziemlich effektive Form der Informationsverweigerung. Sephiroths Geschichte spannt sich über Shinra, Nibelheim, Jenova, Zack, Cloud und gleich mehrere Ebenen dessen, was in der Remake-Trilogie überhaupt noch als zuverlässige Realität gelten darf.
Entsprechend viele Stellen böten sich für eine eigene Geschichte an. Square Enix könnte weit in die Vergangenheit zurückgehen, Ereignisse parallel zum Hauptspiel erzählen oder bisher nur angedeutete Perspektiven auf bekannte Situationen öffnen.
Hamaguchi beantwortet genau diese Frage derzeit allerdings mit einem sehr entschiedenen Schweigen. Wer wissen möchte, wann der DLC spielt, muss also vorerst mit der seltenen Final-Fantasy-Mechanik „abwarten“ arbeiten.
🦇 Bei Vincent wird die Vergangenheit besonders interessant
Noch spannender klingt Vincent & the Turks.
Vincent war lange vor Clouds Reise selbst Mitglied der Turks und arbeitete für Shinra. Seine Vergangenheit verbindet ihn mit Hojo, Lucrecia, Sephiroth und mehreren Ereignissen, die für die größere Geschichte von Final Fantasy VII entscheidend wurden.
Hamaguchi betont ausdrücklich, dass gerade diese Verbindungen für den DLC interessant seien. Während der Entwicklung von Revelation habe er Vincent selbst noch einmal wesentlich besser kennengelernt und die Figur stärker schätzen gelernt.
Das passt bereits zur Hauptgeschichte. Vincent soll dort erheblich stärker ausgebaut werden als im Original, in dem große Teile seiner Vergangenheit optional blieben und viele Spieler sie problemlos verpassen konnten.
Der DLC bekommt damit reichlich Material, ohne dass Square Enix dafür neue Mythologie aus dem Boden stampfen müsste. Vincent hat genug Leichen im Keller. Einige davon haben sogar Personalnummern bei Shinra.
🧪 Und was ist mit Dirge of Cerberus?
Die naheliegende Frage lautet natürlich, ob Vincent & the Turks Elemente aus Dirge of Cerberus aufgreift.
Dafür gibt es bislang keine Bestätigung.
Der 2006 veröffentlichte Ableger stellte Vincent ins Zentrum und erweiterte seine Geschichte sowie mehrere Shinra-Verbindungen erheblich. Einige dieser Elemente würden hervorragend zu einem DLC passen, der sich mit Vincent und den Turks beschäftigt.
Zeitlich liegt Dirge of Cerberus allerdings nach dem ursprünglichen Final Fantasy VII. Da Hamaguchi ausdrücklich offenlässt, wann die neue Erweiterung spielt, wäre jede direkte Verbindung momentan reine Spekulation.
Dass Square Enix inzwischen sehr großzügig in der gesamten Compilation-Geschichte wildert, macht die Idee interessant. Bestätigt ist sie damit noch lange nicht.
⏳ Das Finale bleibt trotzdem das Finale
Ein wichtiger Punkt geht bei der ganzen DLC-Diskussion leicht unter: Hamaguchi will Revelation weiterhin als abschließenden Teil der Trilogie verstanden wissen.
Die beiden Erweiterungen sollen das Ende weder ersetzen noch nachträglich einen zusätzlichen Schluss anhängen. Stattdessen ergänzen sie Perspektiven und Geschichten, die im Hauptspiel keinen ausreichenden Raum bekommen.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Square Enix kündigt hier keinen Epilog an, ohne den das eigentliche Ende unvollständig wäre. Zumindest nach aktuellem Stand sollen die DLCs wie INTERmission funktionieren: zusätzliche Blickwinkel auf Figuren und Ereignisse, die das Gesamtbild erweitern.
Nach einem Projekt, das inzwischen seit Final Fantasy VII Remake im Jahr 2020 läuft, wäre ein Finale mit anschließendem „eigentlich fehlt noch Kapitel 94“ vermutlich auch nur begrenzt elegant.
💰 Beide Erweiterungen stecken im Story Expansion Pass
Der Story Expansion Pass ist bereits offiziell Bestandteil mehrerer Editionen von Final Fantasy VII Revelation und wird nach Veröffentlichung des Hauptspiels auch separat erhältlich sein.
Enthalten sind neben den beiden Story-DLCs außerdem das Accessoire Reclaimant Choker beziehungsweise in der deutschen Fassung das Lebensspendende Halsband sowie ein Survival- beziehungsweise Abenteurer-Set.
Die beiden eigentlichen Erweiterungen können später auch einzeln gekauft werden. Square Enix nennt derzeit lediglich das gemeinsame Veröffentlichungsfenster zwischen Winter 2027 und Frühjahr 2028. Welche Geschichte zuerst erscheint, verrät bereits die Nummerierung: Sephiroth eröffnet, Vincent und die Turks folgen.
Damit endet Final Fantasy VII Revelation im April 2027 zwar die eigentliche Trilogie. Einige der kompliziertesten Menschen dieser Welt bekommen danach aber offensichtlich noch einmal Gelegenheit, ihre Aktenordner zu öffnen.
Bei Shinra dürfte davon genügend Material herumliegen.





