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Endlich Punkte für Länder, die niemand beleidigen kann
📰 Was ist los?
Der Chor Quodlibets aus Springe hat seinen zweiten Fantasy Song Contest veranstaltet. Zehn Fantasieländer traten mit Songs aus Musical, Film und Popkultur gegeneinander an. Die Entscheidung fiel durch Jurywertung und Publikumsapplaus; Umzala Womunto gewann mit 785 Punkten.
🐛 Was denken wir?
Das ist fast zu schön: ein Song Contest ohne geopolitisches Stirnrunzeln, dafür mit Fantasieländern, Kostümen und Applausmessgerät. Umzala Womunto gewinnt, Broadwaynien muss die Krone abgeben, und irgendwo sitzt der echte ESC vermutlich da und fragt sich, warum er nicht selbst längst auf erfundene Länder umgestellt hat. Weniger Krisendiplomatie, mehr Glitzerordnung.
🎤 Fantasy Song Contest in Springe: Umzala Womunto holt 785 Punkte
Der Fantasy Song Contest hat in Springe getan, was der echte ESC längst nicht mehr hinbekommt: Fantasieländer, Glitzer, Kostüme, große Gesten und Punktevergabe mit vollkommen ernstem Gesicht. Der Chor Quodlibets schickte zehn erfundene Länder auf die Bühne, begleitet von der Jazzband Lunar X. Am Ende gewann Umzala Womunto mit 785 Punkten — eine Zahl, bei der selbst manche ESC-Jury kurz das Klemmbrett hätte fallen lassen.

🌈 Broadwaynien, Walonien und die Applausmaschine
Der Ablauf klingt herrlich konsequent: erfundene Länder, passende Songs, Kostüme, Musical- und Filmmusik, dazu ein Publikum, dessen Applaus nicht nur gefühlt, sondern gemessen wurde. Broadwaynien, Land of Light, Walonien und andere Bühnenreiche durften also nicht einfach nur glänzen, sondern mussten sich auch der strengsten aller Demokratien stellen: dem Lautstärkepegel. Das ist charmant, absurd und vermutlich näher am Geist des echten Song Contest, als viele offizielle Halbfinals es zugeben würden.
🎭 Was gefällt, gewinnt
Dass Quodlibet sinngemäß „was gefällt“ bedeutet, passt hier natürlich fast unverschämt gut. Der ganze Abend klingt nach einer lokalen Kulturidee, die genau deshalb funktioniert, weil sie sich nicht klein macht: Chor, Jazzband, Musical, Fantasy, ESC-Parodie und Bühnenfreude in einem Paket. Manchmal braucht Fantasy eben keine Drachen, keine Schwerter und keine finsteren Reiche. Da reicht einfach ein Chor in Springe, zehn erfundene Länder und der sehr schöne Gedanke, dass selbst Fantasienationen irgendwann eine Punktewertung brauchen.




