Wenn Heitz, Hennen und Corvus in Rosenheim einfallen: Das Fantasy-Lesefestival kehrt zurück

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Rosenheim wird für drei Tage zum Bücherportal

📰 Was ist los?
Vom 18. bis 20. September findet in Rosenheim zum zweiten Mal das Fantasy-Lesefestival statt. 22 Autoren sind angekündigt, darunter Markus Heitz, Bernhard Hennen, Robert Corvus, Sam Feuerbach, Theresa Hannig und Brandon Q. Morris; auf dem Programm stehen Lesungen, Gespräche und Signierstunden.

🐛 Was denken wir?
Gerade die Mischung gefällt: High Fantasy steht neben Science-Fiction, etablierten Namen und jüngeren Stimmen, dazu gibt es ein eigenes Programm für Kinder. Für ein regionales Literaturfestival ist das ein bemerkenswert kräftiges Line-up.

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📖 Wenn Heitz, Hennen und Corvus in Rosenheim einfallen: Das Fantasy-Lesefestival kehrt zurück

Für ein Wochenende bekommt Rosenheim ein bemerkenswertes Bevölkerungsplus aus Elfen, Zwergen, Raumschiffen, Monstern und Menschen, die all das beruflich zu Papier bringen. Vom 18. bis 20. September kehrt das Fantasy-Lesefestival zurück und versammelt bei seiner zweiten Ausgabe insgesamt 22 Autoren aus Deutschland und Österreich.

Auf einem abendlichen historischen Stadtplatz mit Alpenkulisse lesen mehrere Menschen in aufgeschlagenen Büchern, aus denen leuchtende Fantasywelten mit Drachen, Burgen und fliegenden Seiten aufsteigen.
Wenn das Fantasy-Lesefestival nach Rosenheim kommt, öffnen sich zwischen Altstadt, Bergen und Büchern gleich mehrere Welten auf einmal.
© Fantasykosmos / eigene KI-Illustration / manuell nachbearbeitet

Veranstaltet wird das dreitägige Treffen vom Lokschuppen Rosenheim gemeinsam mit der Stadtbibliothek Rosenheim. Auf dem Programm stehen Lesungen, Gespräche, Signierstunden und direkte Begegnungen mit den Autoren. Dabei reicht das Spektrum deutlich über klassische High Fantasy hinaus und nimmt Science-Fiction, düstere Phantastik, fantastische Kinderbücher und weitere Spielarten mit.

Das Line-up kann sich dabei auch jenseits der Region sehen lassen. Bernhard Hennen, der zugleich als Schirmherr auftritt, trifft unter anderem auf Markus Heitz, Christian von Aster, Sam Feuerbach, Robert Corvus, Brandon Q. Morris, Theresa Hannig, Jennifer Benkau, Mira Valentin, Isa Theobald und Florian Schäfer.

🐉 Von Elfen bis Science-Fiction ist ziemlich viel dabei

Gerade die Mischung macht das Festival interessanter als eine bloße Abfolge großer Namen. Hennen und Heitz stehen für deutschsprachige Fantasy mit langjähriger Leserschaft, während Brandon Q. Morris und Theresa Hannig den Blick deutlich stärker in Richtung Science-Fiction öffnen. Autoren wie Sam Feuerbach, Robert Corvus, Christian von Aster oder Isa Theobald bringen wiederum sehr unterschiedliche Spielarten der Phantastik mit.

Zum vollständigen Aufgebot gehören außerdem Sasha Reed, Katharina V. Haderer, Carsten Steenbergen, Sabrina Schuh, Stefanie Lasthaus, Germaine Paulus, Lisanne Surborg, Silke Schellhammer, Manuela Elser, Michael Pointner und Matthias Griehl.

Das wirkt bewusst breiter als ein Festival, das ausschließlich die derzeit nächste große Romantasy-Welle durch den Saal schickt. Zwischen etablierten Bestsellerautoren und neueren Stimmen soll vielmehr ein Querschnitt durch die deutschsprachige Phantastik entstehen.

🏛️ Erwachsene lesen beim Stadtjugendring, Kinder in der Bibliothek

Das Festival verteilt sich auf zwei zentrale Spielorte. Die Veranstaltungen für Erwachsene finden im Saal und in der BlackBox des Stadtjugendrings Rosenheim in der Rathausstraße 26 statt. Für Kinder und Jugendliche geht es dagegen in die Stadtbibliothek am Salzstadel.

Los geht es am Freitag, dem 18. September, um 19.30 Uhr mit dem Eröffnungsabend. Am Samstag und Sonntag folgen die eigentlichen Lesungen; zusätzlich ist am Samstag erneut eine Abendveranstaltung vorgesehen.

Damit bleibt das Konzept überschaubar genug, dass daraus tatsächlich ein Festival mit Begegnungsmöglichkeiten entstehen kann. Wer wegen eines bestimmten Autors kommt, dürfte ziemlich gute Chancen haben, zwischendurch auch über Bücher zu stolpern, die vorher überhaupt nicht auf dem eigenen Radar lagen.

Und genau das ist bei Literaturveranstaltungen meistens der interessantere Teil.

🎟️ Einzelne Lesung oder drei Tage Komplettpaket

Für Erwachsene kostet der Festivalpass 69 Euro und umfasst die Lesungen und Abendveranstaltungen. Wer nur gezielt einzelne Programmpunkte besuchen möchte, zahlt 12 Euro pro Lesung.

Für das jüngere Publikum liegen die Preise deutlich darunter. Besucher zwischen 13 und 17 Jahren zahlen sechs Euro pro Kinder- beziehungsweise Jugendlesung, für Kinder von fünf bis zwölf Jahren kostet eine Veranstaltung drei Euro.

Tickets und das aktuelle Programm werden direkt über den Lokschuppen angeboten. Damit lässt sich der Besuch auch problemlos auf einen einzelnen Autor zuschneiden, ohne gleich das gesamte Wochenende buchen zu müssen.

📚 Rosenheim versucht es zum zweiten Mal

Ganz neu ist die Idee nicht. Bereits 2024 veranstaltete Rosenheim im Umfeld des Lokschuppens erstmals ein großes Fantasy-Lesefestival mit mehr als 20 Autoren. Zwei Jahre später bekommt das Format nun seine zweite Ausgabe.

Dass daraus kein einmaliges Begleitprogramm geblieben ist, finde ich fast interessanter als die reine Zahl der Namen. Fantasyveranstaltungen konzentrieren sich in Deutschland noch immer stark auf große Buchmessen, Conventions und einige etablierte Zentren. Ein eigenständiges dreitägiges Literaturfestival in Rosenheim schafft dagegen einen regionalen Treffpunkt, der nicht erst die halbe Republik zur Anreise zwingt.

Und die Voraussetzungen sind diesmal ziemlich gut: 22 Autoren, mehrere Generationen deutscher Phantastik und ein Programm, das Erwachsene ebenso mitnimmt wie junge Leser.

Für drei Tage muss Rosenheim also kein Portal in eine andere Welt öffnen.

Die anderen Welten reisen diesmal selbst an.