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Fantasy Ink: Ein Spiel wie aus dem Bilderbuch?
📰 Was ist los?
KOSMOS bringt im März 2026 mit Fantasy Ink ein neues Zwei-Personen-Spiel heraus. Autor ist Luc Rémond (Sky Team), die Spieler würfeln gemeinsam aus einem Pool, legen Würfel auf Karten und wetteifern um Fantasy-Figuren für ihr eigenes Buch. Zwei verschiedene Siegpfade sollen für Abwechslung sorgen.
🐛 Was denken wir?
Sieht nach einem dieser Duelle aus, bei denen jede Würfelwahl gleichzeitig Köder und Falle ist. Mit Sky-Team-Rückenwind und starkem Thema hat Fantasy Ink gute Chancen auf einen 2026er-Zweierhit, vorausgesetzt, die Taktik sitzt tiefer als nur eine hübsch illustrierte Würfelauslage.
✒️ Fantasy Ink: Würfelduell im Bilderbuch
KOSMOS schickt 2026 ein neues Zwei-Personen-Spiel an den Start, das aussieht wie ein Kinderbuch und sich spielt wie ein taktisches Duell. In Fantasy Ink würfeln zwei Kontrahenten um Einhorn, Pirat und andere Papp-Gestalten, um am Ende die schickste Fantasy-Geschichte zwischen zwei Buchdeckeln zu haben.
🧩 Worum geht es bei Fantasy Ink?
Fantasy Ink ist ein reines Zwei-Personen-Spiel ab 10 Jahren mit etwa 30 Minuten Spielzeit. Es erscheint im März 2026 in der KOSMOS-Reihe „Spiele für zwei“ und kostet laut Verlag 24,99 Euro UVP.
Das Grundprinzip:
- In jeder Runde wählen die Spieler reihum einen Würfel aus einem gemeinsamen Vorrat.
- Der gewählte Würfel wird auf eine der ausliegenden Karten gelegt.
- Dadurch werden bestimmte Figuren „angelockt“ und am Ende der Runde einem der beiden Bücher zugeordnet.
Kosmos selbst fasst es brav als „spannendes Spiel für zwei mit viel Taktik und Interaktion“ zusammen. Entscheidend ist aber, dass jede Würfel-Entscheidung immer beide Bücher gleichzeitig beeinflusst. Wer sich die perfekte Figur sichern will, öffnet dem Gegenüber oft eine andere, mindestens genauso gute Option.
🎲 Zwei Wege zum Sieg, viele kleine Sticheleien
Mechanisch verbindet Fantasy Ink Würfelauswahl mit Mehrheiten auf Karten und einem Wettrennen in den eigenen Buchseiten. Wer die richtigen Figuren anlockt, schaltet Effekte frei und füllt Kapitel. Laut Vorab-Beschreibungen gibt es zwei klare Siegpfade:
- Buch vollschreiben:
Wer sein Buch mit passenden Figuren komplettiert, beendet die Partie sofort. Das belohnt Tempo und direkte Konflikte um die beliebtesten Karten. - Heldengruppen sammeln:
Alternativ lassen sich bestimmte Symbolgruppen zusammenstellen. Wer hier clever kombiniert, punktet über Set-Sammlung, auch wenn das Buch noch nicht ganz voll ist.
Dazu kommen sich kreuzende „Linien“ auf den Karten, die sich gegenseitig blockieren oder beschleunigen können. Das klingt nach einem dieser Duelle, in denen man dem anderen ständig „aus Versehen“ die bessere Option wegnimmt und hinterher so tut, als sei das natürlich alles ganz uneigennützig gewesen.
📚 Kosmos-Zweier mit Sky-Team-Bonus
Autor ist Luc Rémond, der mit Sky Team 2024 das Spiel des Jahres holte. Dass KOSMOS sein nächstes Projekt direkt wieder in die „Spiele für zwei“-Schiene schiebt, ist kein Zufall: Das Programm setzt seit Jahren auf Duelle mit klarer Idee und überschaubarer Spielzeit.
Optisch kommt Fantasy Ink mit Illustrationen von Oliver Schlemmer daher, mit bunten Fantasy-Figuren, die eher nach Bilderbuch als nach Kennerspiel aussehen. Unter der hübschen Oberfläche steckt aber ein reines Duellspiel, das auf taktische Würfelauswahl, Timing und Kartenmehrheiten setzt, nicht auf Zufalls-Party.
Die spannende Frage hinter der Messevorschau lautet also nicht: „Ist das niedlich?“, sondern: Reicht die Tiefe, um 2026 neben anderen Zwei-Personen-Titeln mehr als nur einen Frühjahrs-Hype zu überleben?
🧾 Unser Fazit: Hitkandidat oder nur hübsches Notizbuch?
Auf dem Papier macht Fantasy Ink vieles richtig:
- klares Zwei-Personen-Format
- kurzer, planbarer Spielrahmen
- taktische Würfelauswahl statt Würfelchaos
- zwei Siegwege, die echte Entscheidungen erzwingen
Dazu kommt der Sky-Team-Stallgeruch, der dem Spiel sofort mehr Aufmerksamkeit beschert als einer beliebigen Neuheit im KOSMOS-Katalog. Wenn die Karten genug Varianz bieten und das Wettrennen im Buch nicht nach fünf Partien „gelöst“ wirkt, kann Fantasy Ink sehr gut der nächste Dauerbrenner im Zweierregal werden.
Falls es aber bei „nett, schnell, hübsch“ bleibt, landet es genau dort, wo schon viele Zwei-Personen-Spiele liegen: im gut gemeinten Mittelfeld, das man nach zwei Monaten wieder vergisst.



