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Fantasy Filmfest Nights: Zwischen Todespfeife und Familienfluch
📰 Was ist los?
Die Nights laufen vom 16. bis 19. April 2026 in Berlin, Hamburg, Köln und Nürnberg sowie vom 23. bis 26. April 2026 in Frankfurt, München und Stuttgart. Offizieller Eröffnungsfilm ist „Obsession – Du sollst mich lieben“, Abschlussfilm „Mum, I’m Alien Pregnant“.
🐛 Was denken wir?
Die Nights laufen vom 16. bis 19. April 2026 in Berlin, Hamburg, Köln und Nürnberg sowie vom 23. bis 26. April 2026 in Frankfurt, München und Stuttgart. Offizieller Eröffnungsfilm ist „Obsession – Du sollst mich lieben“, Abschlussfilm „Mum, I’m Alien Pregnant“.
🎥 Fantasy Filmfest Nights 2026: 18 Gründe, im April seltsame Dinge zu sehen
Die Fantasy Filmfest Nights 2026 haben ihr Programm veröffentlicht, und es sieht wieder erfreulich unvernünftig aus: 18 Filme, sieben Städte, zwei April-Wochenenden und genug Flüche, Körperhorror, Entführungen und schleichender Wahnsinn, um den Kino-Frühling zuverlässig aus jedem Wellness-Programm zu vertreiben. Der Einzelticket-Vorverkauf läuft bereits.
🍿 Die 18 Filme der Fantasy Filmfest Nights 2026
1. Obsession – Du sollst mich lieben
Eröffnungsfilm. Schon der Titel klingt wie Romantik auf eine sehr ungesunde Weise. Das Festival beschreibt ihn passend mit einem knappen „Be careful what you wish for“. Ein durchaus vernünftiger Start in vier Tage Eskalation.
2. Appofeniacs
KI, Deepfakes und Chaos. Also im Grunde Gegenwart, nur mit Festivaletikett und etwas mehr dramaturgischem Ehrgeiz.
3. Desert Warrior
Wüstenepik, Tyrannei und Aufstand. Klingt nach Sand in den Schuhen und Pathos in Cinemascope, also exakt nach der Sorte Abenteuer, die man mit leicht zusammengekniffenen Augen sehr würdevoll genießen kann.
4. Feels Like Home
Ein Titel wie eine Umarmung, eine Prämisse wie ein Albtraum. So mögen wir das: erst Behaglichkeit versprechen, dann psychologisch die Möbel verrücken.
5. Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes
Allein der deutsche Zusatztitel klingt schon wie passiv-aggressive Erziehungshölle mit Ansage. Wenn Stephen Graham irgendwo Leute entführt, wird es selten ein Feelgood-Experiment.
6. Imposters
Baby weg, Baby wieder da, aber vielleicht doch nicht das richtige. Familienkino für Menschen, die sich von Sicherheit und Vertrauen ohnehin längst verabschiedet haben.
7. Kinki
Japanischer Mystery-Horror mit verschollenen Videos und Okkult-Spuren. Ein klassischer Fall von: Man hätte die Kiste mit den alten VHS Kassetten vielleicht einfach geschlossen lassen sollen.
8. Mag Mag
J-Horror-Komödie mit Geist, Gewalt und unerwarteter Liebe. Klingt komplett daneben, also vermutlich genau richtig.
9. Mārama
Gothic-Horror aus dem Schatten kolonialer Geschichte. Könnte einer jener Titel sein, die nicht nur gruseln, sondern auch noch unangenehm nachhallen. Das sind meist die interessanteren.
10. Mum, I’m Alien Pregnant
Abschlussfilm. Intergalaktischer Body Horror mit maximalem Schleimfaktor. Wenigstens ein Festivalbeitrag, der bei seinen Prioritäten keine Unklarheiten lässt.
11. Nightborn
Alte Hütte, alte Furcht, alter Märchenschrecken. Die Hütte im Nirgendwo bleibt eben das verlässlichste Warnschild des Genrekinos.
12. Rosebush Pruning
„Prickly decadence“, sagt das Festival. Übersetzt heißt das wohl: Reiche Leute, schlechte Ideen und sehr gepflegt aussehender Wahnsinn.
13. Saccharine
Wellness, Gewichtsverlust und sehr problematische Nebenwirkungen. Einer dieser Stoffe, bei denen man schon beim Lesen der Prämisse das Bedürfnis bekommt, wieder normal zu essen.
14. Silence
Vampirschwestern, Jahrhunderte, Blutknappheit. Klingt erfreulich nach einer Story, die Blutdurst mit sozialem Elend und reichlich Biss serviert.
15. Veins
Heimkehr, tote Väter, seltsame Mütter und wuchernde Pflanzen. Natur kehrt in solchen Filmen selten als beruhigendes Waldgeräusch zurück. Eher als Teil eines biologischen Rachefeldzugs.
16. The Vile
Der Alltag einer Ehefrau gerät aus dem Takt, weil der Mann eine zweite Frau mit heimbringt. Man muss dem Film zugutehalten: Er verschwendet keine Zeit mit subtilen Vorwarnungen.
17. The Whisper
Geschwister auf der Flucht, ein Snuff-Film-Ring und dazu noch ein Familienfluch. Manche Filme wollen offenbar zu 100 % sicherstellen, dass wirklich niemand mehr entspannt nach Hause geht.
18. Whistle
Eine aztekische Todespfeife verflucht Jugendliche. Die wichtigste Botschaft solcher Stoffe bleibt seit Jahrzehnten dieselbe: Hört auf, uralte Artefakte testweise anzublasen.
🎟️ Kurz gesagt: Das Festival bleibt sehr zuverlässig kaputt
Die Fantasy Filmfest Nights 2026 sehen wieder genau nach dem aus, was sie sein sollen: ein kompakter, angenehm schiefstehender Frühlingsritt durch Horror, Thriller, Body-Horror und finstere Sonderbarkeiten. Nicht jeder Film wird groß sein. Aber als Gesamtpaket wirkt das Line-up schön ungesund für die Nerven und ausgesprochen einladend für alle, die Kino gern dann mögen, wenn es leicht krank im Kopf ist. Wir sind dabei!

