Dämon im Knast, Hexe im Hotel: Das Fantasy Filmfest 2026 legt vier wilde Genretrips nach

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Blood Of My Blood: Baby Fraser im Anmarsch

📰 Was ist los?
Blood of My Blood erzählt die Liebesgeschichten der Eltern von Jamie und Claire in Schottland und im England des Ersten Weltkriegs. Showrunner Matthew B. Roberts hat bestätigt, dass das Prequel endet, wenn Jamie Fraser geboren wird. Staffel 1 ist gestartet, Staffel 2 ist bereits bestellt, während die Hauptserie Outlander mit Staffel 8 im Jahr 2026 abschließt.

🐛 Was denken wir?
Ein Prequel mit klarer Ziellinie wirkt angenehm altmodisch in einer Zeit, in der viele Serien nur auf Verlängerung spielen. Wenn Blood of My Blood den Weg zur Geburt von Jamie wirklich konsequent geht, könnte das Fraser-Universum einen runden Abschluss bekommen statt einer ewigen Zeitschleife rund um die Steine.

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😈 Dämon im Knast, Hexe im Hotel: Das Fantasy Filmfest 2026 legt vier wilde Genretrips nach

Im Gefängnis besser nicht ausrasten, dem Fuchs keine Beziehungsberatung abkaufen und im irischen Hotel die Honeymoon-Suite weiträumig meiden: Das Fantasy Filmfest 2026 nimmt vier weitere Filme ins Programm. Zwischen Dämonenhorror, dunkler Fabel und akustischem Spuk ist für beinahe jede zeitgemäße Form des Unbehagens etwas dabei.

Mit Ghost in the Cell, The Fox, Recluse und Hokum wächst das Programm der 40. Festivalausgabe weiter. Die vier Filme ziehen im September durch sieben deutsche Städte. Auffällig verbindendes Element: Alle besitzen eine ausgesprochen seltsame Grundregel, deren Missachtung ziemlich zuverlässig den Abend verdirbt.

Mehrere Gefangene in gelben Anzügen kämpfen und ringen in einem engen, düsteren Gefängniskorridor.
Im Zellentrakt gilt: Wer sich aufregt, könnte als Nächster Besuch vom Gefängnisdämon bekommen. © Come and See Pictures / Ghost in the Cell

👹 Ghost in the Cell: Bloß nicht wütend werden

Joko Anwar schließt seine Figuren in einem berüchtigten indonesischen Gefängnis mit einem Dämon ein. Der zerlegt seine Opfer und arrangiert ihre Überreste anschließend zu blutigen Kunstwerken. Besonders gefährdet ist stets der Häftling, der gerade am wütendsten und aggressivsten ist.

Als die Gefangenen das Muster erkennen, wird der Zellentrakt zur unfreiwilligen Therapiezone. Singen, Tanzen und Beten sollen die Stimmung heben und damit die Lebenserwartung verlängern. Ghost in the Cell verbindet Gore, Action, schwarzen Humor und Gesellschaftskritik. Aggressionsbewältigung war selten derart unmittelbar körperlich.

🎬 Offizieller Festivaltrailer

Der offizielle Trailer stimmt auf das 40. Fantasy Filmfest und seine Reise durch sieben deutsche Städte ein.

🦊 The Fox: Beziehungsberatung mit buschigem Schwanz

In Dario Russos dunkler Fantasykomödie spielt Jai Courtney den gutmütigen Fuchsjäger Nick. Nachdem seine Verlobte Kori, gespielt von Emily Browning, ihn enttäuscht hat, begegnet er einem sprechenden und gestaltwandelnden Fuchs. Olivia Colman leiht dem Tier im Original ihre Stimme.

Der Fuchs verspricht, Kori in die perfekte Frau zu verwandeln. Nick nimmt den Handel an und erfährt erwartungsgemäß, dass magische Paartherapie selten über eine transparente Gebührenordnung verfügt. Die märchenhafte Ausgangslage verbindet australischen Humor mit einer ziemlich bissigen Vorstellung von Liebe, Kontrolle und vermeintlicher Perfektion.

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🔊 Recluse: Das Grauen findet den richtigen Ton

Die Audio-Ingenieurin Joan reagiert besonders empfindlich auf Geräusche. Als sie in das abgelegene Anwesen ihrer Familie in Neuengland zurückkehrt, um ihren schwer verbrannten Vater zu pflegen, wird diese Fähigkeit zur Belastungsprobe. Rätselhafte Klänge führen sie zurück zum Verschwinden ihrer Mutter und zu einer Vergangenheit, die offenbar noch immer im Gemäuer arbeitet.

Sasha Frolova übernimmt die Hauptrolle. Recluse ist das Regiedebüt von Henry Chaisson, der zuvor an Antlers und der Serie Servant mitschrieb. Einen Trailer gibt es bislang nicht. Das Haus hält seine Geräuschkulisse also vorerst unter Verschluss.

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🏨 Hokum: In der Honeymoon-Suite wartet noch jemand

Adam Scott spielt den Horrorautor Ohm Bauman, der in ein abgelegenes irisches Gasthaus reist, um die Asche seiner Eltern zu verstreuen. Dort hört er von einer Hexe, die mit der verschlossenen Honeymoon-Suite verbunden sein soll. Bauman hält die Geschichte zunächst für örtlichen Aberglauben.

Beunruhigende Visionen und das Verschwinden eines Gastes beschädigen seine Skepsis allerdings erheblich. Regie führte Damian McCarthy, der bereits mit Caveat und Oddity ein ausgesprochen glückliches Händchen für Orte bewiesen hat, die man nach Sonnenuntergang besser nicht mehr besichtigt.

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🗓️ Sieben Städte bekommen Besuch

Das 40. Fantasy Filmfest beginnt am 2. September 2026. Berlin und Hamburg machen bis zum 9. September den Anfang. Köln, München und Stuttgart folgen vom 9. bis 16. September, Nürnberg vom 16. bis 23. September und Frankfurt beschließt die Tour vom 23. bis 30. September.

Der vollständige Spielplan wird bis Mitte August ergänzt. Bis dahin bleibt genügend Zeit, innere Ruhe zu trainieren und bei der Hotelbuchung ausdrücklich nach einer Suite ohne Hexenanschluss zu fragen.

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