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Das Festival schließt die Gruft auf
📰 Was ist los?
Die ersten acht Filme für das Fantasy Filmfest 2026 stehen fest. Dabei sind unter anderem Another World, Motherwitch, The Ones Who Grieve, Never After Dark, The Restoration At Grayson Manor, Unholy Night und Fuck My Son!. Das Festival läuft im September in Berlin, Hamburg, Köln, München, Stuttgart, Nürnberg und Frankfurt.
🐛 Was denken wir?
Das ist ein starker deutscher Genre-Treffer. Schon die erste Welle zeigt, warum das Fantasy Filmfest wichtig bleibt: Hier bekommen Seelenführer, Folk-Horror, Gruselhäuser, Weihnachtsblut und völlig enthemmte Horror-Grotesken denselben Teppich aus Dunkelheit ausgerollt. Kein Drache nötig. Manchmal reicht ein Festivalprogramm, um den Keller im Kopf wieder aufzuschließen.
🎬 Fantasy Filmfest 2026: Die ersten acht Filme stehen fest
Das Fantasy Filmfest 2026 öffnet die erste Schatulle – und heraus kriechen Seelenführer, Kalikantzari, Gruselhäuser, Weihnachtsblut und mindestens ein Film, bei dem der Saal vermutlich schon vor dem Abspann kollektiv nach frischer Luft sucht. Filmstarts hat als offizieller Medienpartner die ersten acht Titel für das diesjährige Festival bekanntgegeben.

Im September zieht das Festival wieder durch sieben deutsche Städte: Berlin, Hamburg, Köln, München, Stuttgart, Nürnberg und Frankfurt. Für Genre-Fans ist das mehr als eine Programmliste. Es ist der erste Blick darauf, welche Albträume, Spukgestalten und seltsamen Kunstgriffe 2026 über die große Leinwand wandern.
🌀 Another World und Motherwitch: Seelenreise trifft Sagenfluch
Mit Another World landet ein chinesischer Animationsfilm im Programm, der Verstorbene auf ihrem Weg durch eine fantastische Zwischenwelt begleitet. Ein Seelenführer trifft auf ein Mädchen, dessen Wut sie in Gefahr bringt. Das klingt nach großer Jenseitsfantasie mit emotionalem Kern, also genau nach dem Stoff, bei dem Animation nicht verniedlicht, sondern größer machen kann.
Motherwitch führt dagegen nach Zypern im Jahr 1882. Eine Malerin versucht, ihre verlorenen Kinder zurückzuholen, ruft aber uralte Kalikantzari herauf, bösartige Fabelwesen aus der zyprischen Sagenwelt. Das ist ein starker Folk-Horror-Haken: Trauer, Schuld, Inselmythos, dunkle Rituale und eine Mutter, die an einer Tür kratzt, die besser geschlossen geblieben wäre.
🕯️ Wahn, Kinozauber und wandernde Seelen
The Ones Who Grieve von Quarxx spielt Ende des 19. Jahrhunderts auf einem abgelegenen Bauernhof, während eine rätselhafte Krankheit die Umgebung heimsucht. Glaube und Wahn verschwimmen, und schon diese Grundierung klingt nach jenem schweren, düsteren Kino, bei dem jede Kerze mehr Schatten als Licht macht.
Mit You Are The Film wird es meta und wahrscheinlich herrlich schräg: Zwei Menschen sitzen in verschiedenen Sälen desselben Kinos und stellen fest, dass sie mit den Figuren auf der Leinwand interagieren können. Das ist kein klassischer Monsterhorror, aber sehr schönes Festivalmaterial – Kino über Kino, Realität als Leinwandfalle und vermutlich genug seltsame Wendungen für ein Publikum, das genau dafür kommt.
Never After Dark bringt japanischen Grusel ins Programm. Eine Hellseherin hilft wandernden Seelen auf dem Weg ins Jenseits und stößt in einem abgelegenen Haus auf ein besonders mächtiges Wesen. Das klingt nach leiserem, aber wirkungsvollem Spuk: ein Haus, eine Gabe und eine Vergangenheit, die nicht ruhen will.
🏚️ Grayson Manor, böse Weihnachten und der Grenzgang am Rand
In The Restoration At Grayson Manor geht es um einen adeligen Sohn, eine verlorene Hand, eine Mutter, die das nicht akzeptieren will, und eine neuartige Technologie, die im alten Anwesen sehr schlechte Folgen hat. Das verspricht Gothic-Flair mit Körperhorror und Familienwahnsinn: Genau die Sorte Haus, bei der man nicht renoviert, sondern exorziert.
Unholy Night bringt das Weihnachtsmassaker in den September. Eine wiederbelebte Großmutter sprengt das Heiligabendessen mit mörderischer Absicht. Das klingt nach Festtags-Horror mit Blut im Bratensaft und dem schönen Gedanken, dass manche Familienfeiern selbst ohne Untote schon knapp an der Katastrophe vorbeischrammen.
Und dann ist da noch Fuck My Son! – eine bewusst extreme Horror-Groteske, die schon mit ihrem Titel klarstellt, dass hier niemand auf gepflegte Zurückhaltung setzt. Den muss man nicht mögen, um zu verstehen, warum er in ein Festivalprogramm passt: Das Fantasy Filmfest hatte immer auch Platz für Filme, die testen, wo Publikum, Geschmack und Schmerzgrenze gerade stehen.
🗓️ Die Festivaltermine 2026
Das 40. Fantasy Filmfest läuft im September in sieben Städten:
Berlin & Hamburg: 2. bis 9. September 2026
Köln, München & Stuttgart: 9. bis 16. September 2026
Nürnberg: 16. bis 23. September 2026
Frankfurt: 23. bis 30. September 2026
Für deutsche Genre-Fans ist das eine der wichtigsten Kino-Marken des Jahres. Nicht jeder Titel wird Fantasy im engen Sinn sein, aber genau diese Mischung macht das Festival aus: Horror, Mystery, Animation, Folk-Stoffe, groteske Grenzgänge, düstere Märchenreste und Filme, die sich im normalen Kinoprogramm oft keinen Platz erkämpfen.





